Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

 

VfL Gummersbach – Montpellier HB @Eugen-Haas-Halle

 

Von VfL Gummersbach – Der 28:26-Sieg von Montpellier HB über BM Ciudad Real und der überzeugende 29:21-Auswärtssieg des VfL Gummersbach bei RK Gorenje Velenje sorgen am vorletzten Spieltag der Hauptrunde in der Gruppe 2 der Champions League für eine nicht mehr für möglich gehaltene Dramatik. Der vermeintliche Durchmarsch des spanischen Weltklasseensembles ist ins Stocken geraten, die Tabelle bietet jetzt wieder viele theoretische Möglichkeiten für den Gruppensieg.

 

Wenn der VfL am Mittwochabend (Anwurf 19.30 Uhr, Eurosport überträgt live) in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle gegen Montpellier HB gewinnen sollte, wartet auf den oberbergischen Traditionsklub am 16. März in Ciudad Real ein echtes Endspiel um die Qualifikation für das Halbfinale. Der nächste Gegner des VfL hatte am vergangenen Samstag den spanischen Topfavoriten überraschend beherrscht und zwischenzeitlich mit neun Toren geführt. Während Montpellier die Langzeitverletzten Joël Abati, Michael Guigou und Jan Sobol wieder einsetzen konnte, fehlten bei Ciudad Real neben Torwart Arpad Sterbik auch die beiden Rückraumspieler Petar Metlicic und Siarhei Rutenka.

 

Bei den Franzosen überragten dagegen einmal mehr der Tunesier Wissem Hmam und der Serbe Mladen Bojinovic mit jeweils sieben Toren, Kreisläufer Issam Tej traf fünf Mal. Grundlage des Erfolgs war die obligatorisch harte Abwehr und ein starker Torwart Daouda Karaboue. Im ersten Duell mit dem VfL, das Montpellier mit 41:37 gewann, wurde der Rückraumhüne Hmam mit seinen zwölf Toren noch vom Gummersbacher Roman Pungartnik mit dreizehn Toren übertroffen. Bei der Niederlage am 9. Februar musste der VfL neben dem Dauerpatienten Vedran Zrnic auf Oleg Kuleshov verzichten. Der russische Spielmacher kurierte aber inzwischen seine Blessur aus und glänzte in Velenje auch auf der ungewohnten Kreisläuferposition mit sechs Treffern.

 

Stefan Hecker (Geschäftsführer VfL Gummersbach): „Alle reden in diesen Tagen von der extremen Belastung der Spieler. Ich habe in meiner aktiven Zeit aber diese Alles-oder-nichts-Duelle geliebt. Da stieg das Adrenalin auf einen Spitzenwert, und aus dem Körper wurde das Letzte herausgepresst. Am Mittwoch haben wir so eine Situation, denn uns winkt bei einem Sieg ein Endspiel in Ciudad Real. Ich denke, dass dies auch unsere Fans spüren und uns die nötige Unterstützung bieten. Dieser Champions-League-Knüller hat eine ausverkaufte Halle verdient, denn bislang hat die Mannschaft in der Königsklasse tolle Leistungen gezeigt.”

 

François-Xavier Houlet (Sportdirektor VfL Gummersbach): „Nach dem toll herausgespielten Sieg in Velenje dürfen wir weiter träumen. Ich habe erwartet, dass Montpellier zuhause gegen Ciudad Real gewinnt. Die Franzosen waren an diesem Tag die bessere Mannschaft. Aber ihr Spiel in Velenje hat gezeigt, dass sie auswärts anfällig sind. Auch die Ergebnisse in den anderen Gruppen beweisen, dass in der Hauptrunde der Champions League in jedem Spiel alles möglich ist.“

 

Alfred Gislason (Trainer VfL Gummersbach): “Ein Endspiel in Ciudad Real wäre natürlich sehr schön, aber dafür müssen wir erst mal gegen Montpellier gewinnen. Das wird schwer genug, auch wenn unser Gegner wohl keine Chance mehr auf den Gruppensieg hat. Montpellier ist wieder ziemlich komplett, doch die wesentliche Frage ist, ob Wissem Hmam wieder ins Spiel kommt. Von der Tagesform des Tunesiers hängt alles ab. Wenn er aus zwölf bis dreizehn Meter seine Tore macht, dann müssen wir aus der Abwehr raus, und die Lücken werden dort für die Anderen größer. Mladen Bojinovic kann an einem guten Tag ebenfalls ein Spiel entscheiden, aber auch die Außen und die Routiniers Cédric Burdet und Issam Tej machen gewöhnlich ihre Tore. Bis auf das Unentschieden gegen Essen haben wir aber in den letzten Wochen immer gut gespielt, vor allem in der Champions League. Und dass Momir Ilic in Velenje zu seiner Form fand, war wichtig. Wie auch die gute Leistung von Oleg Kuleshov am Kreis. Da Robert Gunnarsson nach seiner Grippe wieder spielen kann, haben wir eine Alternative mehr.“

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 932 · 07 2 · # Sonntag, 17. Dezember 2017