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Vorbericht zum Hinspiel des Europapokalhalbfinale

zwischen dem VfL Gummersbach und San Antonio. Sonntag, 25. April, (Anwurf 15:00 Uhr) in der Eugen-Haas-Halle.


Schwere Aufgabe gegen San Antonia im EHF Cup kann nur mit Leidenschaft, Konzentration und Disziplin bewältigen werden, laut VfL Coach Sead Hasanefendic

 

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Wo der Name Sociedad Deportiva Cultural, kurz: SDC San Antonio fällt, schnalzen Handball-Fachleute mit der Zunge. Der Gegner des VfL Gummersbach im Halbfinale des europäischen Pokalsiegerwettbewerbs aus der Stierkämpferstadt Pamplona gehört zu den großen Adressen des europäischen Vereinshandballs. Wenn das Hasanefendic-Team am Sonntag um 15 Uhr in die Eugen-Haas-Halle einläuft, steht den Oberbergischen ein Club gegenüber, der in den vergangenen Jahren alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt – national wie international. ArchivHQ-Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

Gummersbach – Nach dem Aufstieg im Jahre 1995 in die spanische Liga Ascobal begann vier Jahre später die Erfolgsstory des damals vom Zementriesen Portland gesponserten Clubs: 1999 die Copa del Rey, ein Jahr später der Europapokal der Pokalsieger und noch ein Jahr später der Landesmeisterpokal als Sieger der Champions League 2001. Im Jahre 2002 gelang das große Ziel, San Antonio überflügelte auch in der Liga Asobal den großen Konkurrenten und Abonnement-Sieger FC Barcelona.

 

Verstärkt mit Spitzenspielern wie Jackson Richardson errang die Mannschaft mit sensationellen 53:7 Punkten erstmals die spanische Meisterschaft. Zwei Jahre nach dem Champions League-Sieg von 2001 stand San Antonio 2003 erneut im CL-Finale, scheiterte jedoch an Montpellier. Dafür errang San Antonio 2004 gegen CBM Valladolid erneut den Europapokal der Pokalsieger.

 

Mit sage und schreibe 56:4 Punkten holte San Antonio um den kroatischen Superstar Ivano Balic dann 2005 nochmals die Meisterschaft und bestätigte dieses Niveau in den beiden Folgejahren als Dritter und als Zweiter. Die Krise in der spanischen Baubranche zeigte aber auch Wirkung für Hauptsponsor Portland, der sein Engagement bei den Handball-Toreros inzwischen erheblich reduzierte. Und so verließen im Sommer 2009 neun Spieler Pamplona, darunter das Torhütergespann Tomas Svensson (nach Valladolid) und Danijel Saric (Barcelona) sowie die Rückraumasse Kristian Kjelling (Aalborg) und Renato Vugrinec (Celje)) – Coach Villaldea stand im Herbst 2009 vor einem Neuanfang.

 

Gleichwohl verfügt San Antonio über Spitzenkräfte: Der 26fache spanische Nationalspieler Carlos Ruesga etwa bestimmt die Schlagzahl im Angriff der Spanier und wird aus dem linken Rückraum unterstützt von dem Duo Marius Jurkiewicz (30 A für Polen) und Arkaitz Vargas. Der 163-fache kroatische Nationalspieler Davor Dominikovic zählt zu den weltbesten Abwehrspielern und organisiert die bekannt harte 6:0-Deckung und die Linkshänder Malmagro und Belaustegui gehören zum Besten, was Spanien auf der rechten Rückraumposition zu bieten hat. „San Antonio ist eine Spitzenmannschaft. Einen härteren Brocken hätten wir nicht zugelost bekommen können. Jedoch ist es nicht mehr die Übermannschaft vom Anfang des Jahrhunderts“, sagt VfL-Geschäftsführer Axel Geerken, der zwei enge, kampfbetonte Spiele erwartet. „Ich hoffe, dass die Mannschaft am Sonntag im Hinspiel genau wie im letzten Jahr im Halbfinale gegen Aragon den Grundstein für den Einzug ins Finale legt“, fügt der VfL-Chef hinzu.

 

 


„Unser Gegner verfügt über einen ausgeglichen Kader. Alle 18 Spieler spielen auf höchstem Niveau. Vor uns liegt eine sehr schwere Aufgabe, die wir nur mit Leidenschaft, Konzentration und Disziplin bewältigen können“, gibt VfL-Trainer Sead Hasanefendic die Marschroute vor. Auch wenn San Antonio in der heimischen Liga erstmals seit Jahren den Kontakt zu den Champions League-Plätzen verloren habe, und die Mannschaft auch im nationalen Pokal keinen Erfolg verzeichnen konnte, gehöre das Team zur europäischen Weltklasse. „Der Europapokal der Pokalsieger bietet San Antonio die letzte Chance, die Saison doch noch erfolgreich zu gestalten. Sie werden alles tun, damit das gelingt“, erwartet Sead Hasanefendic einen entschlossenen Gegner.

 

Der VfL kann in dem Halbfinalhinspiel auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die am Mittwoch beim 31:28-Sieg eine Halbzeit lang geschonten Stammkräfte Robert Gunnarsson und Viktor Szilagyi werden wohl in der Startformation stehen. Auch der am Mittwoch verletzte Jung-Nationalspieler Steffen Fäth wird aller Voraussicht nach wieder einsatzbereit sein. „Robert und Viktor konnten nach ihren Länderspielreisen etwas Kraft schöpfen und mussten gegen Dormagen nicht über die volle Distanz gehen. Doch am Sonntag erwartet uns ein Gegner von anderem Kaliber, da müssen wir an unsere Grenzen und darüber hinaus gehen“, sagt Sead Hasanefendic, der hofft, dass die Siegesserie in der heimischen Eugen-Haas-Halle anhalten wird. „Ich setze auch auf die Unterstützung unseres Publikums, das uns wie im Februar gegen den THW Kiel zu einer großen Leistung tragen kann“, so der VfL-Coach.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

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06 1710 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017