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VfL Gummersbach – TSV Hannover-Burgdorf 28:27 (13:12) @ Eugen Haas Sporthalle

Pflichtsieg wurde zum knappen Zittersieg des VfL Gummersbach gegen TSV Hannover-Burgdorf vor 1.581 Zuschauern in der Eugen Haas Halle. Belastung der vielen Spiele des VfL war deutlich spürbar (67 Fotos online!)

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Knapper Zittersieg des VfL! Am Ende zählen nur die Punkte. Und die blieben im Oberbergischen Kreis. In einer von beiden Seiten insgesamt schwachen Partie, hatte der VfL Gummersbach das glücklichere Ende für sich. Beide Mannschaften leisteten sich außergewöhnlich viele technische Fehler und die 60 Minuten waren von einer enormen Hektik geprägt. Zu dem brachten die Gäste aus Niedersachsen auch noch eine unnötige Härte ins Spiel und auch das Magdeburger Schiedsrichtergespann (Ronny Dedens/Nico Geckert) machte nicht immer den unbedingt sichersten Eindruck. Fotos: Peter Grau [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de
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Ein Doppelschlag von Adrian Pfahl per Siebenmeter und Jörg Lützelberger nach Tempogegenstoß brachte den VfL wieder mit drei Treffern in Front.
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1.581 Zuschauer in der Eugen Haas Sporthalle. Die Gäste aus Hannover waren bei der heutigen Leistung des VfL jedenfalls klar auf Augenhöhe und Niemand hätte sich wundern dürfen, wenn die Punkte nach Niedersachsen gegangen wären. 

 

Gummersbach (Von Peter Grau) – Für die insgesamt schwachen Wagner und Zrnic brachte der VfL Coach Rahmel und Teppich, die zumindest der Dynamik im VfL Spiel enorm gut taten. Beide erzielten jeweils zwei Treffer, scheiterten aber auch teils unglücklich und beide gehörten jedoch in Halbzeit zwei neben Jörg Lützelberger (5) und Drago Vukovic (6), zu den Aktivposten auf Seiten des VfL. Adrian Pfahl reihte sich mit 6/3 Treffern ebenfalls in die Liste der erfolgreichsten VfL Werfer ein.

 

In den letzten drei Minuten der Partie warf Burgdorf Trainer Frank Carstens alles an die Front und brachte bei jedem Angriff einen siebten Feldspieler. Der VfL kassierte in den letzten 30 Sekunden noch zwei Zeitstrafen, brachte aber das knappe Ergebnis von 28:27 über die Zeit. Für das Team von Sead Hasanefendic ist der Mai aber sicher kein Wonnemonat. Das Restprogramm der Handball Bundesliga ist hart und es geht in erster Linie gegen die direkten Mitkonkurrenzen der Tabelle. Dazu noch das Pokalfinale der Pokalsieger. Da bedarf es bei der doch recht dünn besetzten VfL Bank, im Schlussspurt noch mal alles zu geben.

 

 

Ausführlicher Spielbericht von Holger Klein:

Nach einer durchwachsenden Leistung siegte der VfL denkbar knapp mit 28:27 gegen Hannover-Burgdorf. Der Europacup-Finalisten tat sich extrem schwer gegen den kampfstarken Aufsteiger und musste bis zum Schluss zittern, ehe der Sieg unter Dach und Fach war. Dem VfL war in der Anfangsphase die Müdigkeit nach der Europapokalreise nicht anzumerken, Adrian Pfahl war für das erste Tor der Blau-Weißen zuständig. Der Gast aus Hannover glich durch einen Siebenmetertor von Lars Lehnhoff aus, doch Jörg Lützelberger verwertete ein raffiniertes Kreisanspiel zum 2:1. Nachdem der weiterhin durch eine Fußverletzung gehandicapte Adrian Wagner mit seinen ersten beiden Versuchen an der Lattenunterkante bzw. an TSV-Torwächter Jendrik Meyer scheiterte, verwandelte er einen Pass von Vedran Zrnic spektakulär zum 3:1. Die Gummersbacher 77 glänzte aber nicht nur als Vorbereiter, sondern auch als Torschütze: Vedran Zrnic erzielte das 4:1. Vielleicht lief das Spiel in der Anfangsphase fast schon zu glatt, denn Adrian Wagner und Christoph Schindler gingen ein wenig zu leichtfertig mit ihren Chancen und verhinderten so eine noch klarere Führung für den VfL. Treffsicherer zeigte sich Drago Vukovic, der für die nächsten drei oberbergischen Treffer zuständig war – nach zehn Spielminuten führte die Heimmannschaft mit 7:4.

 

 

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Die Partie nahm nun mehr und mehr Fahrt auf. Der TSV agierte in der Abwehr recht aggressiv und wollte die Spielzüge der Blau-Weißen mit Härte unterbrechen. Der VfL, der in der Anfangsphase auf seine Routiniers Robert Gunnarsson und Viktor Szilagyi verzichtete, stemmte sich dagegen und versuchte sich nicht von der aufkeimenden Hektik anstecken zu lassen. Vedran Zrnic blieb auf jeden Fall cool und überwand Meyer jeweils per Siebenmeter: 9:6/15. Minute. Vielleicht hätten das Schiedsricherduo Ronny Dedens und Nico Geckert in dieser Phase gut daran getan, mit einer Zweiminutenstrafe für den TSV etwas Aggressivität aus der Partie zu nehmen, doch das Gespann beließ es vorerst bei gelben Karten. Die erste Zeitstrafe kassierte dann sogar ein Gummersbacher: Christoph Schindler musste nach einer überharten Abwehraktion auf die Bank. Die Unterzahl störte den VfL keineswegs: Adrian Wagner und der eingewechselte Robert Gunnarsson trafen und brachten ihre Farben mit 11:8 in Führung (20. Minute). Doch der TSV ließ sich nicht beeindrucken: Während sich die Heimmannschaft gleich drei Fehlwürfe in Folge leistete, verkürzte Hannover auf 11:10 bzw. 12:11. Nachdem Adrian Pfahl sich ein Herz nahm und den Ball aus dem Rückraum in die linke Torecke schmetterte, nahm TSV-Coach Frank Carstens im folgenden Angriff seine erste Auszeit. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, erst traf Johannsen, dann parierte der zweite TSV-Torwart Alexander Hübe einen Siebenmeter gegen Vedran Zrnic. Der in der ersten Halbzeit nicht gerade mit Schussglück gesegnete Adrian Wagner setzte zudem zwei Tempogegenstöße an den Pfosten – die Mannschaften gingen mit einem 13:12 für den VfL in die Kabinen.

 

Der TSV brauchte nur wenige Sekunden in Halbzeit zwei, um seinen Ballbesitz in Zählbares umzumünzen: Johannsen erzielte den Ausgleich. In der 33. Minute kam es aus VfL-Sicht noch ärger: Daniel Brack brachte dem TSV durch einen erfolgreichen Siebenmeter die erste Führung. Dem VfL schien in dieser Phase nicht viel gegen die kämpferische Burgdorfer Defensive einzufallen, erst nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Stelmokas glich Jörg Lützelberger aus. In Überzahl gelang dem eingewechselten Youngster Robin Teppich die 15:14-Führung. Sead Hasanefendic setzte zu Beginn der zweiten Halbzeit bei den Außenpositionen auf die Jugend – mit Erfolg, denn nach Robin Teppich traf auch sein Pendant auf Rechtaußen Ole Rahmel: 16:14/38. Minute.

 

Doch der Aufsteiger ließ sich nicht abschütteln und verhinderte eine höhere Führung des Heimteams, auch nach 40 Minuten betrug der Vorsprung der Oberbergischen nur ein Tor: 18:17. Ein Doppelschlag von Adrian Pfahl per Siebenmeter und Jörg Lützelberger nach Tempogegenstoß brachte den VfL wieder mit drei Treffern in Front. Jonsson verkürzte, doch erneut setzte sich Robin Teppich über Linksaußen durch und sorgte für den alten Abstand. Dem VfL fehlte trotz allem die Souveränität, Drago Vukovic scheiterte zweimal aus dem Rückraum, stattdessen traf Aivis Jurdzs doppelt und Brack glich aus: 21:21/47. Minute. Adrian Pfahl brachte nach energischem Einsatz den VfL wieder in Führung und verwandelte kurz danach einen Siebenmeter sicher: Die Oberbergischen waren wieder mit zwei Toren vorne (24:22/50. Minute).

 

Eine Schlüsselszene sahen die rund 1600 Zuschauer in der Eugen-Haas-Halle in der 54. Minute: Christoph Schindler scheiterte an Meyer, doch den langen Pass des Torwarts fängt der aus seinem Kasten geeilte Goran Stojanovic ab, statt den Ausgleich zu kassieren, trifft Ole Rahmel: Fünf Minuten vor der Schlusssirene liegt der VfL wieder mit zwei Toren vorne: 26:24. Drago Vukovic baute mit einem Schuss aus dem Rückraum die Führung aus, dazu parierte Goran Stojanovic den folgenden TSV-Angriff. Der Ballbesitz verpuffte jedoch ohne Torerfolg, der Aufsteiger aus Hannover verkürzte wieder. Zweieinhalb Minuten vor Schluss zog VfL-Coach Sead Hasanefendic beim Stand von 27:25 die grüne Karte. Jörg Lützelberger rückte auf Linksaußen, zudem kam Viktor Szilagyi ins Spiel – doch es traf der TSV: 27:26 und noch zwei Minuten zu spielen. 80 Sekunden vor Schluss trat Adrian Pfahl erneut zum Siebenmeter an – und verwandelte sicher: 28:26. Hannover verkürzte trotz Unterzahl auf 28:27, doch erneut zeigte das Schirigespann auf den Siebenmeterpunkt. Der bisher sichere Adrian Pfahl setzte den Ball an die Lattenunterkante, 22 Sekunden vor Schluss war Burgdorf im Ballbesitz. Mit Christoph Schindler und Drago Vukovic mussten in den letzten Sekunden gleich zwei VfL-Akteure auf die Bank, die Uhr war bereits abgelaufen, als Johannsen zum letzten Freiwurf antrat. Doch sein Ball blieb in der Mauer hängen, der VfL gewann nach durchwachsener Leistung denkbar knapp mit 28:27.

  • Tore VfL: Wagner 2, Schindler 1, Vukovic 6, Lützelberger 5, Gunnarsson 1, Teppich 2, Pfahl 6/3, Rahmel 2, Zrnic 3/2
  • Paraden Stojanovic: 16
  • Zeitstrafen: VfL 5/ TSV 6
  • Zuschauer: 1581

 

 

 

Stimmen zum Spiel aus der Pressekonferenz 

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Frank Carstens
(Trainer TSV): „Glückwunsch an den VfL, Gummersbach hat verdient gewonnen. Wir wollten ein unbequemer Gegner sein und wollten hart spielen. Schade, dass wir heute verloren haben und uns nicht für unser engagiertes Spiel belohnt haben. Der VfL hat am Ende cool gespielt. Wir hatten unsere Chance zu gewinnen, aber wir haben zu viele Fehler gemacht.“

 

 

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Sead Hasanefendic
(Trainer VfL): „Hannover hat eine gute Mannschaft, die körperlich sehr stark ist. Wir haben das Spiel sehr gut begonnen, sowohl läuferisch, als auch in der Verteidigung. Am Anfang haben wir uns einen Vorsprung herausgespielt. Aber wir hatten heute eine katastrophale Chancenverwertung. Die Konzentration war heute nicht so, wie sie sein sollte. Wir müssen uns steigern, aber das Wichtigste war heute, dass wir die Partie gewonnen haben. Meine jungen Spieler haben heute viel Dynamik ins Spiel gebracht, damit war ich sehr zufrieden.“

 

Adrian Wagner: „Heute hat uns die nötige Anspannung und etwas die Kraft gefehlt. Wir haben viele Spiele bestritten, da war Hannover deutlich frischer. Unsere jungen Spieler haben uns heute den Sieg gerettet.“

 

Adrian Pfahl: „Letztendlich zählen die zwei Punkte und dass wir heute gewonnen haben. Es war allerdings ein sehr knappes Spiel. Die Belastung der vielen Spiele war deutlich spürbar. Deswegen ist uns in der zweiten Halbzeit etwas die Puste ausgegangen.“

 

 

… weiter Bonusbilder:

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Pressekonfernez VfL Gummersbach



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06 2785 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017