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Für Besucher des Nationalparks Eifel gibt es jetzt ein festgelegtes Wegenetz. Dieses unterscheidet Wege für Wanderer und Radfahrer, Reitspuren und Langlauf-Loipen. Foto M. Wetzel

 

Nationalpark Eifel – Bereits vollständig markiert ist das Wegenetz auf der Dreiborner Hochfläche. An den Zugängen zu dem ehemaligen Truppenübungsplatz können sich Besucher bereits an Schildern informieren, welche Wege für welche Nutzergruppen freigegeben sind.

 

Dr. Kerstin Oerter (auf Pferd), Michael Lammertz (mit Fahrrad), Henning Walter (mit Skiern) und Dr. Andreas Pardey (mit Fernglas und Wanderrucksack) vom Nationalparkforstamt Eifel machen es vor. Hunde sind dabei herzlich willkommen; aber wie bei Dr. Hans-Joachim Spors und seinem Dackel Quattro zu sehen, immer an der Leine.

 

Auf einem Wegenetz von 240 Kilometern Länge können Wanderer künftig den Nationalpark Eifel erkunden. Von diesem Wegenetz sind 104 Kilometer auch für Radfahrer und 65 Kilometer parallel als Reitspuren freigegeben. Zusätzlich gibt es für Ski-Langläufer zwei Loipen. „Das erarbeitete Wegenetz schützt die sensiblen Lebensräume des Nationalparks und ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern gleichzeitig, diese einmalige Natur hautnah zu erleben“, so NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg. „Auf den Wanderwegen wie dem neuen Wildnis-Trail können die unterschiedlichen Landschaften und Lebensräume des Schutzgebietes entdeckt werden. Die Ausweisung von Wegen speziell auch für Radfahrer, Reiter und Skiläufer macht den Nationalpark für noch mehr Menschen als Ausflugs- und Urlaubsziel attraktiv. Denn nur wenn wir die Menschen für die Natur begeistern, werden sie sich auch für deren Schutz engagieren.“

 

Der Wegeplan ist Bestandteil des kürzlich vom Umweltministerium genehmigten Nationalparkplanes. Dieser enthält im ersten Band die Leitbilder, Ziele und Planungen zur Entwicklung des Schutzgebietes: vom Verzicht auf jegliche Einflussnahme über die Grundsätze zur Entwicklung naturnaher Wälder und die Pflege von ökologisch wertvollem Offenland bis hin zu Aussagen über die Forschung sowie die Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote im Schutzgebiet. Entsprechend internationaler Vorgaben soll bis zum Jahr 2034, also 30 Jahre nach Gründung des Schutzgebietes, auf mindestens 75 Prozent der Nationalparkfläche auf lenkende Eingriffe des Menschen verzichtet werden.

 

 Schon jetzt liegt der Anteil entsprechender Flächen bei fast 40 Prozent. Erarbeitet wurden der Nationalpark- und der Wegeplan vom Nationalparkforstamt Eifel in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Institutionen. Unter www.nationalpark-eifel.de steht eine digitale Version zur Verfügung. Nach Druck ist bei der Nationalparkverwaltung in zwei Wochen auch eine kostenfreie Printversion erhältlich (Vorbestellung unter Tel. 02444.9510-0, Fax: -85). In wenigen Tagen wird der Eifelverein eine aktuelle Wanderkarte mit den freigegebenen Wegen im Nationalpark Eifel herausgeben.

 

Parallel markiert die Holzbauwerkstatt der Nationalparkverwaltung derzeit das freigegebene Wegenetz. „Unser Ziel ist es, die Beschilderung möglichst kurzfristig abzuschließen. Darüber hinaus möchten wir die Qualität der im Wegeplan vorgesehenen Radwege und Reitspuren kontinuierlich verbessern; insbesondere die ehemals von Militärfahrzeugen genutzten Wegetrassen, die 60 Jahre lang für Besucherinnen und Besucher gesperrt waren“, so Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamtes Eifel. Vollständig markiert ist das freigegebene Wegenetz bereits auf der Dreiborner Hochfläche. In diesem Bereich dürfen Wanderer daher ausschließlich die ausgeschilderten Wege nutzen. Sämtliche Zugänge zu dem freigegebenen Wegenetz auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz sind zusätzlich mit Informationstafeln versehen, die auch auf die weiteren Ge- und Verbote zum Schutz der Natur hinweisen. Ein in die Wegeschilder integriertes Fahrrad-Piktogramm zeigt an, ob der jeweilige Weg auch für Fahrradfahrer freigegeben ist. Eine Entscheidung zur Markierung der Reitspuren ist in Vorbereitung

 

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  •   weitere Informationen

Ende 2004 hatte der Eifelverein dem Nationalparkforstamt Eifel den Entwurf einer künftigen Wegekonzeption vorgelegt. Parallel hatten die Biologischen Stationen in den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen ein Konzept für Ruhezonen erarbeitet. Da beide Konzepte wertvolle Grundlagen für die weiteren Planungen waren, veröffentlichten die Nationalparkverwaltung und -Kommunen diese, um so den Bürgerinnen und Bürgern der Region frühzeitig Stellungnahmen zu ermöglichen. Basierend auf den Ergebnissen koordinierte Dr. Hans-Joachim Spors vom Nationalparkforstamt Eifel mehrere Arbeitsgruppen für die weitere Erarbeitung des Wegeplanes.

 

Parallel leitete Dr. Andreas Pardey ein Redaktionsteam, welches den Nationalparkplan formulierte. Die erstellten Entwürfe wurden der Nationalpark-Arbeitsgruppe, in der insgesamt 37 Institutionen aus Freizeit, Naturschutz und Verwaltung vertreten sind, und dem Kommunalen Nationalparkausschuss, der sich aus dem Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Köln, den Landräten der Kreise Euskirchen, Düren und Aachen, den Bürgermeistern der Nationalparkstädte und –gemeinden und dem Vorstandsvorsitzenden des Wasserverbandes Eifel-Rur zusammensetzt, vorgestellt und diskutiert. Zwischenzeitlich erfolgte das von der Nationalparkverordnung vorgeschriebene Beteiligungsverfahren der Träger öffentlicher Belange. In dieses wurden etwa 70 Verbände und Institutionen einbezogen.

 

Darüber hinaus wurden für die Erarbeitung der Reitspuren der Pferdesportverband Rheinland e.V., die Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland (VFD) und die Initiative Eifel zu Pferd beteiligt. Bevor der Nationalpark- und Wegeplan dem Landesumweltministerium zur Genehmigung vorgelegt wurde, stimmten den erarbeiteten Vorschlägen abschließend noch die Nationalpark-Arbeitsgruppe und der Kommunale Nationalparkausschuss mehrheitlich zu.

 

 Quelle: Nationalparkforstamt Eifel

 

 


 

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06 3934 · 07 3 · # Dienstag, 12. Dezember 2017