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RTL-WM-Reporterin Nazan Eckes klärt unsere Leser in einem Interview auf.

“Wer nach Südafrika reist, sollte sich an bestimmte Dinge halten….”

RTL-WM-Reporterin Nazan Eckes: Wer nach Südafrika reist, sollte sich an bestimmte Dinge halten. Der Countdown zur FIFA WM 2010 in Südafrika läuft. In zweieinhalb Wochen wird der Sport- und TV-Event des Jahres eröffnet – auch mit RTL, das gleich am 11. Juni zur besten Sendezeit um 20.30 Uhr die Partie Uruguay gegen Frankreich überträgt. Foto: (c) RTL / Stefan Menne


Nazan Eckes, die derzeit noch die Tanzshow „Let’ s Dance moderiert, ist bereits ab Anfang Juni für RTL in Südafrika und begleitet die WM als Reporterin. Im Auftrag der RTL-Informationssendungen und der Sportredaktion reist die 34-Jährige knapp vier Wochen kreuz und quer durch das Land, um für ihre Reportagen den verschiedensten Themen nachzugehen.



  • Nazan, Sie werden die WM für RTL als Reporterin in Südafrika begleiten. Sind Sie schon einmal dort gewesen?

“Ich war schon mehrfach da, sowohl dienstlich für RTL als auch privat. In besonderer Erinnerung geblieben sind mir vor allem die netten Menschen, eine wunderschöne Landschaft, der majestätische Tafelberg in Kapstadt, die endlosen Strände und der rote Sand.”

Land und Leute, Fankultur, das Leben der Deutschen in Südafrika und schließlich die deutsche Nationalmannschaft – das ist nur eine Auswahl der Themen, die Sie vor Ort bearbeiten wollen. Worauf freuen Sie sich besonders?

“Als jemand, der viel und gerne reist und sehr neugierig auf Landschaften ist, bin ich sehr gespannt darauf, einmal auf Safari zu gehen und die einzigartige Flora und Fauna kennen zu lernen. Und dann bin ich besonders gespannt darauf, die deutsche Mannschaft in ihrem Quartier zu besuchen und mit den Spielern darüber zu sprechen, wie sie sich vorbereiten, was sie in ihrer Freizeit machen, wie wohl sie sich fühlen.”



  • Wie halten Sie es mit den eigenen Sicherheitsvorkehrungen?

“Man sollte nicht so naiv sein und meinen, bei einem so großen Event in einem so schönen Land könne einem nichts passieren. Angst sollte keiner haben, der dorthin reist. Aber es gibt durchaus ein paar Dinge, an die man sich halten sollte. Ich selbst werde zum Beispiel keine teuren Wertgegenstände wie Schmuck oder Laptop mitnehmen. Als Frau ist es zudem wichtig, sich immer in einer Gruppe zu bewegen. Deshalb werde ich mein Kamerateam während der Zeit sicherlich keinen Moment aus den Augen lassen.”



  • Auch Jürgen Klinsmann ist für RTL in Südafrika. Wie denken Sie über den Ex-Bundestrainer?

“Ich finde, er hat der Nationalmannschaft damals einen neuen Geist eingehaucht. Und er hat sich nie beirren lassen, auch dann nicht, als er etwa für seine ungewöhnlichen Trainingsmethoden belächelt wurde. Toll finde ich seine selbstsichere Ausstrahlung, die er auch dann nicht verlor, als er zuletzt beim FC Bayern nicht mehr so rund lief. Die Art und Weise, wie er sich am Ende verabschiedet und zurückgezogen hat, zeugte von einer gewissen Größe. Prima also, dass er im RTL-Expertenteam dabei ist. Wer weiß, vielleicht laufen wir uns ja irgendwo in Südafrika über den Weg….”



  • Wie halten Sie es persönlich mit dem Fußball – sind Sie ein leidenschaftlicher Fan?

“Mich selbst als fußballverrückt zu bezeichnen, wäre vielleicht übertrieben, aber ich hatte schon immer sehr viel für diesen Sport übrig, wahrscheinlich auch, weil mein Freundeskreis sich sehr dafür interessiert und weil ich mich sehr gerne von einer Faneuphorie mitreißen lasse. Wer aber nun denkt, ich sei eine Fußballexpertin, der liegt falsch.”



  • Sind auch Sie besonders elektrisiert, wenn große Turniere anstehen?

“Unbedingt, wenn eine WM oder EM ansteht, steht die Welt plötzlich scheinbar still. Es ist absolut faszinierend, dass sich da für 90 Minuten die unterschiedlichsten Menschen für eine Sache begeistern können, dass sich Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen in den Armen liegen und gemeinsam auf der Straße Feste feiern. Da werden Prozesse freigesetzt, an denen die Politik bis heute scheitert.”



  • Die Kehrseite sind leider die vielen Gewaltexzesse. Können Sie begreifen, warum es dazu immer wieder kommt?

“Das fällt mir als jemand, der Gewalt zutiefst ablehnt, ziemlich schwer. Für einen echten Fan gehört es sich, sich von der Atmosphäre tragen und mitreißen zu lassen, Fangesänge anzustimmen und seine Mannschaft leidenschaftlich und laut anzufeuern. Aber warum es dabei immer wieder zu so exzessiven Gewalttätigkeiten kommt, kann ich einfach nicht nachvollziehen.”



  • Frauen sind da weniger anfällig – warum?

“Ich glaube, es ist hinlänglich erwiesen, dass Frauen ein wesentlich geringeres Gewaltpotenzial mitbringen. Und dann identifizieren sich Frauen wohl noch nicht so stark mit einer Mannschaft, dass es für sie dabei im überzogenen Sinne gleich um Sein oder Nichtsein geht.”



  • Aber der Fußball ist spätestens mit der WM 2006 bei den Frauen angekommen…

Ja, Fußball ist vom Männer- zum Massenphänomen geworden. Und ich glaube sogar, dass dadurch viele Ehen gerettet werden. Die Männer müssen zum Fußballgucken eben nicht mehr alleine in die Kneipe gehen, sondern Mann und Frau organisieren mittlerweile gemeinsame Grill- und TV-Abende.



  • Schlägt Ihr Herz für eine Mannschaft besonders stark?

“Nein, ich habe zwar keinen Lieblingsverein, aber ich schaue mir verdächtig oft die Spiele der Bayern an.”



  • Und gibt es einen Lieblingsspieler?

“Eigentlich nicht, aber wenn ich denn einen nennen sollte, dann Mesut Özil. Ich habe ihn kürzlich zum Interview getroffen und war sehr beeindruckt davon, wie ein junger Mensch einerseits schon so im Focus der Öffentlichkeit steht und andererseits so bodenständig und nett geblieben ist. Ich bin sicher, dass er einen großen Karriereweg gehen wird, und ich bin genauso sicher, dass er dabei immer so bleiben wird, wie er ist: ein sehr feiner Mensch.”



  • Werden wir hierzulande wieder eine ähnliche Faneuphorie erleben wie zuletzt bei der WM 2006 und der EM 2008?

“Ich bin ganz sicher, dass die Euphorie pünktlich zum 11. Juni da sein wird. Nach der Wirtschaftskrise und den derzeitigen Turbulenzen um den Euro kommt die WM genau zum richtigen Zeitpunkt. Das Turnier gibt uns allen die Gelegenheit, mal wieder durchzuatmen, ausgelassen und freudig angespannt zu sein.”



  • Was werden Sie selbst eigentlich machen, wenn Sie denn während Ihres Südafrika-Aufenthalts ein paar freie Stunden haben?

“Viel Freizeit werde ich vermutlich nicht haben, da wir ein ordentliches Drehpensum erledigen wollen und dabei auch innerhalb des Landes hin- und herreisen werden. Aber wenn ich mal durchschnaufen kann, dann bei einem Buch. Ich lese leidenschaftlich gerne und habe auf Reisen immer mehrere Bücher dabei, am liebsten historische Romane und Biografien außergewöhnlicher Persönlichkeiten.”


Quelle: RTL

 

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06 7341 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017