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EHF Triumph perfekt! VfL Gummersbach holt trotz Niederlage den Europapokal der Pokalsieger!

Fraikin BM Granollers – VfL Gummersbach 37:33 (18:16)

Im zweiten Jahr hintereinander hat der VfL Gummersbach einen europäischen Titel geholt: Nachdem das Team von Trainer Sead Hasanefendic das Hinspiel deutlich mit 34:25 gewonnen hatte, änderte auch die 33:37-Rückspiel-Niederlage nichts am erneuten Triumph. Der VfL vergrößert seine Titelsammlung und gewinnt nach einer souveränen Leistung den Europacup der Pokalsieger. Bester VfL-Werfer war Viktor Szilagyi mit zehn Treffern. Archivfotos: ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

Der VfL hatte den Anwurf, doch der erste Angriff blieb erfolglos: Ein Dreher von Vedran Zrnic verfehlte sein Ziel. Auch die nächste Chance bot sich dem Kroaten, doch er bekam einen langen Pass von Goran Stojanovic nicht zu fassen und verlor den Ball. Folglich ging das erste Tor an die Spanier: Cutura traf zum 1:0. Der VfL begann ein wenig nervös, auch der nächste Angriff blieb torlos, weil ein Abspiel von Adrian Pfahl an Freund und Feind vorbei ins Toraus trudelte. Nach fünf Minuten hatte der VfL noch immer kein Tor erzielt, Jörg Lützelberger scheiterte mit einem Tempogegenstoß, Geoffroy Krantz mit einem Wurf aus dem Rückraum.

 

Nachdem Goran Stojanovic den ersten Siebenmeter gehalten hatte, musste er sich beim zweiten Strafwurf geschlagen geben: Cutura erzielte auch das 2:0. VfL-Coach Sead Hasanefendic brachte Teamkapitän Robert Gunnarsson und Spielmacher Viktor Szilagyi und sogleich bekam das VfL-Spiel mehr Sicherheit. Linksaußen Adrian Wagner traf aus fast totem Winkel, Viktor Szilagyi mit einem verdeckten Schlagwurf: 2:2/7. Minute.

 

 

Beim Stande von 4:3 musste der erste Spanier vom Feld: Svitlica brachte mit einem an Freistilringen erinnernden Schulterwurf Adrian Wagner zu Fall und musste zum Abkühlen vom Feld. Der VfL nutzte den nummerischen Vorteil eiskalt und ging durch Tore von Adrian Wagner und Drago Vukovic mit 5:4 in Führung.

 

Die Spanier versuchten nun das Tempo anzuziehen und suchte den schnellen Abschluss – mit Erfolg, nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeber wieder zwei Toren in Front: 8:6. Die Defensive des VfL stand nicht ganz so felsenfest wie im Hinspiel, dem Ex-Göppinger Salvador Puig wurden zwei leichte Tore über halbrechts gestattet. Doch weil Robert Gunnarsson und erneut Viktor Szilagyi trafen, blieb der spanische Vorsprung bei zwei Toren: 10:8/18. Minute. Daran hatte sich auch nach zwanzig Minuten nichts geändert, die Spanier führten mit 12:10. Als Grundsten das 13:10 markierte, stellte Sead Hasanefendic die Abwehr auf eine 5:1-Formation um, Vedran Zrnic störte nun die Kreise von Cutura.

 

Der taktische Kniff zog, der VfL verkürzte in der nicht ausverkauften Granollers-Halle auf 13:12. Als Geoffroy Krantz und kurz danach auch Adrian Wagner für zwei Minuten auf die Bank mussten, hatte Granollers wieder die Chance, die Führung auszubauen. Vier Minuten vor der Halbzeitsirene trafen die Gastgeber zum 16:13, Adrian Pfahl verkürzte, doch erneut Cutura zeigte seine Treffsicherheit und traf per Siebenmeter zum 17:14. Dazu wurde Geoffroy Krantz erneut mit einer Zweiminuten-Strafe bedacht, der VfL war wieder in Unterzahl. Eine Minute vor der Halbzeitpause bot sich Granollers die Chance auf vier Tore davonzuziehen, doch Viktor Szilagyi fing einen Pass ab und verwandelte den Tempogegenstoß zum wichtigen 18:16. Auch die Auszeit von BM-Coach Lorenzo Rueda nutze dem Gastgeber nichts mehr, der VfL ließ nichts mehr zu und ging mit einem überschaubaren Rückstand von nur zwei Toren in die Kabine. Der VfL brillierte nicht, zeigte aber in den wichtigen Phasen des Spiels seine Souveränität und war immer dann zur Stelle, wenn die Spanier versuchten, ihre Führung auszubauen.

 

Granollers hatte den Anwurf, doch das erste Tor in Halbzeit zwei ging an die Oberbergischen: Drago Vukovic traf kraftvoll aus dem Rückraum zum 18:17. Nach zwei schnellen Toren von David Resina war der Gastgeber wieder mit drei Toren in Front, die Möglichkeit die Führung sogar auf vier Tore auszubauen, vergab Granollers jedoch, als Svitlica einen Heber an die Latte setzte. Der VfL blieb eiskalt: Hinten parierte Goran Stojanovic, vorne trafen Drago Vukovic und zweimal Viktor Szilagyi – nach fünf gespielten Minuten in Halbzeit zwei war den Oberbergischen der Ausgleich geglückt: 20:20. Nun rollte die VfL-Angriffsmaschine: Adrian Pfahl mit einem Rückraumhammer und Jörg Lützelberger per Tempogegenstoß sorgten für die erste Zwei-Tore-Führung des VfL in diesem Spiel: 20:22/39. Minute.

 

Der Zwischenspurt der Gummersbacher schien die Spanier zu lähmen, erst als Geoffroy Krantz mit seiner dritten Zweiminutenstrafe auf die Tribüne geschickt wurde und der VfL sogar noch eine weitere Zeitstrafe wegen einem Wechselfehler kassierte, glichen die Spanier aus: 23:23/42. Minute. Der starke Garcia Robledo brachte seine Farben wieder in Front, doch größer war die Schrecksekunde bei den VfL-Fans, als Viktor Szilagyi unglücklich in die Bande knallte. Kurze Zeit später stand der österreichische Nationalspieler aber wieder auf dem Parkett und konnte weiterspielen. Nach einer 4:0-Serie gingen die Spanier wieder mit zwei Toren in Führung, doch Drago Vukovic und Jörg Lützelberger glichen wieder aus: 25:25/46. Minute.

 

Der VfL ließ sich auch nicht durch eine erneute Unterzahl und zwei Granollers-Toren aus dem Rhythmus bringen: Erst Robert Gunnarsson, dann Drago Vukovic trafen für die Oberbergischen, für die nun auch phasenweise die Youngsters Steffen Fäth und Jonathan Eisenkrätzer auf der Platte standen – auch acht Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung der Spanier nur zwei Tore: 31:29, dem VfL war der Europapokalsieg nicht mehr zu nehmen. Granollers gewann zwar das Spiel mit 37:33, doch am Ende tanzten die VfL-Spieler über die Platte: Der VfL Gummersbach gewinnt nach einer abgeklärten Leistung den Europapokal der Pokalsieger und holt sich nach dem EHF-Pokal im vergangenen Jahr auch in dieser Saison wieder hoch verdient einen europäischen Titel.

 

 

Stimmen zum Pokalsieg: 


Robert Gunnarsson
(VfL-Kapitän): „Ich freue mich riesig, dass wir den Titel geholt haben, wir haben eine tolle Mannschaft. Ich ziehe aber auch meinen Hut vor Granollers. Sie haben ihr Bestes gegeben und toll gekämpft. Die Spanier haben uns einen harten Fight abverlangt, es war eine großartige Atmosphäre in der Halle.“

 

 

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Sead Hasanefendic
(VfL-Trainer): „Das war ein großer Triumph, wir haben wieder gezeigt, dass wir eine tolle Mannschaft haben und dass der EHF Pokalsieg in der vergangenen Saison kein Zufall war. In der Vergangenheit haben wir trotz finanzieller Probleme und Spielerabgänge immer an uns geglaubt und haben alle für diesen Erfolg gegeben. Wir spielen mit Herz und Leidenschaft und wollen unsere Fans begeistern. Wir haben die Chance auf einen Titel wieder genutzt – das ist ein großartiges Gefühl. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Sie lebt für den Sport und wirft alles in die Waagschale, was sie hat – mit dieser Einstellung kann man große Ziele erreichen.“

 

 

 


Axel Geerken (VfL-Geschäftsführer): „Ich freue mich unheimlich für die Mannschaft über den Pokalsieg. Was die Mannschaft in dieser Saison unter den schweren Bedingungen bewirkt hat, ist sensationell. Das zeigt den tollen Charakter der Jungs und ist sehr hoch anzurechnen. Die Einstellung ist hervorragend, trotz finanzieller Probleme haben die Jungs immer weitergemacht und nie den Kopf hängen lassen. Sie sind ein Team, das seinesgleichen sucht. Die Leistung, die die Jungs gebracht haben, ist sensationell. Die Mannschaft hat den Pokalsieg absolut verdient. Heute Abend feiern wir den Sieg in Granollers, aber ich freue mich auch schon sehr auf den Samstag, wenn wir in Gummersbach mit unseren Fans auf dem Bismarckplatz feiern.

 

 

  • Tore: Szilagyi (10), Vukovic (6), Pfahl (5), Zrnic (4/1), Gunnarsson (4), Lützelberger (2), Wagner (2) für Gummersbach.
  • Paraden Goran Stojanovic 19 (davon einen Siebenmeter)
  • Zuschauer: 5.000

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

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06 2172 · 07 2 · # Sonntag, 17. Dezember 2017