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SG Flensburg-Handewitt – VfL Gummersbach 40:32 (16:17)  

  

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VfL Gummersbach Trainer Alfred Gislason war sauer in der zweiten Halbzeit auf die Leistung seiner Jungs. Mit 15:24 Toren in der zweiten Hälfe des Spiels war die Bilanz nicht gerade rosig aus Sicht der Gummersbacher Bank. Gislason: „Ich hatte den Eindruck, dass einige Spieler aufgegeben hatten, als Flensburg mit drei Toren vorn lag.“  Archivfotos: ´Der Sasse´ (Christian Sasse) [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

(Flensburg) Von VfL Gummersbach – Die Gummersbacher Fans, die den weiten Weg an die dänische Grenze auf sich nahmen, um den VfL bei den heimstarken Flensburgern zu unterstützen, wussten am Ende nicht so recht, wie sie die Niederlage verarbeiten sollten. Denn es war fast wie immer in den Auswärtsspielen gegen die Top-Klubs. Nach einer überragenden ersten Halbzeit, in der wie in Ciudad Real, Montpellier oder Kiel auch eine höhere Führung verdient und möglich war, kam zu Beginn der zweiten Halbzeit der große Einbruch.

 

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Versöhnlich wirkte aber, dass der SC Magdeburg zeitgleich gegen den TBV Lemgo gewann und sich im Kampf um den begehrten sechsten Tabellenplatz der TOYOTA Handball-Bundesliga nichts veränderte. So blieb nur das Genießen der bekannt großartigen Atmosphäre in der „Hölle Nord“. Vor 6300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle schienen die Gummersbacher zunächst an ihre besten Auswärtsleistungen anzuknüpfen. Nándor Fazekas hatte im Tor begonnen und war mit glänzenden Reflexen der große Rückhalt. Der Ungar konnte sich aber auch auf eine engagierte Abwehr verlassen, die den Flensburgern einige Probleme bereitete. So kam die linke Seite mit Blazenko Lackovic und Lars Christiansen überhaupt nicht zur Geltung. Vorne spielte der VfL einen schnellen Ball, verschob den defensiven Abwehrblock ständig und so stand immer wieder ein Spieler völlig frei.

 

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Nach dem 6:6 (10.) folgte die beste Phase, in der vor allem Robert Gunnarsson am Kreis glänzte. Gummersbach zog auf 6:9 (15.) weg und selbst die norddeutschen Fans auf der Stehtribüne verstummten. Die Gegenstöße wurden wie aus dem Lehrbuch gelaufen, sogar Sverre Jakobsson kam auf diese Weise beim 11:15 zu seinem ersten Saisontor.

Die Auszeit von SG-Trainer Kent-Harry Andersson zeigte allerdings die erhoffte Wirkung, denn in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte kam sein Team wieder heran, weil der VfL sich bei der Chancenverwertung als großzügiger Gast erwies und urplötzlich eine Reihe technischer Fehler leistete. Momir Ilic (19.) und Gudjon Sigurdsson (22.) verwarfen zudem mal wieder je einen Siebenmeter, so schrumpfte schließlich der Abstand zur Pause auf ein Tor.

 

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Immer besser setzte sich nun der Christiansen-Ersatz Anders Eggert in Szene. In der 20. Minute hatte der Däne sein erstes Tor geworfen, am Ende war der Linksaußen mit elf Toren der Star des Abends. Die Gummersbacher Herrlichkeit war allerdings nach rund 37 Minuten endgültig vorbei. Gudjon Sigurdsson konnte noch einmal mit einem Siebenmeter auf 20:19 verkürzen, ehe die Flensburger alle Fehler gnadenlos mit Gegenstößen bestraften.

 

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Über 23:20 und 25:21 begruben die Flensburger schon in der Mitte der zweiten Halbzeit mit dem 28:22 die letzten Hoffnungen der oberbergischen Fankolonie. VfL-Trainer Alfred Gislason gab dann in der Schlussphase der zweiten Garnitur Spielpraxis. So kamen Denis Zakharov, Kevin Jahn und Adrian Wagner auch zu je einem Erfolgserlebnis. Flensburg verwaltete souverän den Abstand, der bis zum Ende auf acht Tore ausgebaut wurde.

 
 


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Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

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„So zu verlieren, ist schon sehr ärgerlich. Das waren zwei extrem unterschiedliche Halbzeiten von uns, wie schon in Kiel und in Ciudad Real. Zur Pause war eigentlich eine höhere Führung Pflicht, nach dem Spielverlauf hätte sich Flensburg auch über einen Abstand von fünf Toren nicht beklagen können. Wir haben das aber auch selbst wegen der vielen technischen Fehler zu verantworten. In der zweiten Halbzeit spielten wir einfach nur schlecht und zu statisch, das war nur noch Standhandball. Flensburg konnte für den schwachen Lackovic Mogesen bringen, der macht acht Tore. Und für Christiansen kommt Eggert und der macht elf Tore. Das verdeutlicht den Unterschied zwischen beiden Mannschaften.“

 

Infos zum Spiel:

  • Schiedsrichter: Jutta Ehrmann, Susanne Künzig
  • Zuschauer: 6.300
  • Siebenmeter: 6/6 – 3/5 Strafminuten: 2 – 6 Minuten

 

VfL-Torschützen

  • Robert Gunnarsson: 7 Tore
  • Alexandros Alvanos: 5 Tore
  • Momir Ilic: 5 Tore
  • Kenneth Klev: 4 Tore
  • Gudjon Valur Sigurdsson: 3 Tore
  • Roman Pungartnik: 2 Tore
  • Denis Zakharov: 2 Tore
  • Adrian Wagner 1 Tor
  • Geoffroy Krantz: 1 Tor
  • Kevin Jahn 1 Tor
  • Sverre Andreas Jakobsson 1 Tor

 

  • Nandor Fazekas: 13 Paraden
  • Goran Stojanovic: 1 Paraden

 

 


 

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06 1184 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017