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HSG Wetzlar – VfL Gummersbach 25:26 (15:15)

 

Wetzlar – (Von VfL Gummersbach) Erst mit der letzten Aktion des Spiels stand der knappe Sieg des VfL fest, der damit den sechsten Platz in der TOYOTA Handball-Bundesliga halten konnte und zwei Spieltage vor Saisonende auf dem besten Weg ist, sich für den EHF-Europacup zu qualifizieren. Der Wetzlarer Timo Salzer traf mit einem direkten Freiwurf nach dem Ende der regulären Spielzeit nur das Außennetz. 4.000 Zuschauer in der RITTAL Arena verstummten nur für einen kurzen Moment, dann prasselte Beifall auf die junge Mannschaft nieder, die allen Ausfällen zum Trotz dem großen Favoriten über weite Strecken Paroli und in der Schlussphase eine tolle Aufholjagd geboten hatte.

 

Als Matchwinner der Gummersbacher profilierte sich wie schon beim letzten Sieg gegen Göppingen Rückraumspieler Momir Ilic, der mit 13 Toren wieder der überragende Feldspieler war und dabei mit sieben sicher verwandelten Siebenmetern das Gummersbacher Trauma der letzten Wochen vergessen ließ. VfL-Trainer Alfred Gislason musste allerdings an diesem Tag neben Vedran Zrnic und Oleg Kuleshov wie befürchtet auch auf Kreisläufer Robert Gunnarsson verzichten. So bekam Kevin Jahn seine Chance. Dieser konnte sich jedoch gegen die robuste Wetzlarer Abwehr selten durchsetzen. Dass die Gastgeber zunächst immer ein Tor vorlegen konnten, verdankten sie ihrem Vater-Sohn-Gespann.

 



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Im Tor bot der 41 Jahre alte Zoran Djordijc eine famose Leistung, am Ende hatte der Routinier bei zweiundzwanzig Paraden seine noch immer hervorragend funktionierenden Reflexe bewiesen. Der 17 alte Sohn Petar Djordijc nutzte die mangelnde Abstimmung auf der rechten Gummersbacher Abwehrseite, die sich durch das Fehlen von Robert Gunnarsson und die Umstellungen ergab. Vier Tore gingen auf das Konto des unbekümmerten Talentes, das nach dem 8:7 in der 17. Minute sein Pulver allerdings verschossen hatte. Momir Ilic konnte kurz vorher zum 7:7 zum ersten Mal für den VfL ausgleichen, der 7:4 Vorsprung von Wetzlar war dahin. Volker Mudrow, der Trainer der Hessen, griff in der Personalnot in die taktische Trickkiste.

 

Timo Salzer und Michael Allendorf ließ er in der ersten Hälfte auf der Bank, Alois Mraz musste nach einem Kurzeinsatz passen und auch Abwehrchef Giorgios Chalkidis blieb wegen seiner Zerrung nur Zuschauer. Immer wenn die Gummersbacher das Spiel schnell machten, bekam die HSG Probleme. Momir Ilic warf so die erste Führung zum 8:9 (18.), jetzt legte der VfL bis zur Pause dank eines wieder gut aufgelegten Alexis Alvanos ständig ein Tor vor. 11:12, 12:13, 13:14 und 14:15 lauteten die Zwischenstände, ehe Wetzlar vor dem Gang in die Kabine wieder den Gleichstand schaffte. Im zweiten Abschnitt kam das Team von Alfred Gislason mit einer neuen Marschroute. Die Abwehr deckte nun offensiver in einem 5-1-System, außerdem kam Defensivspezialist Sverre Jakobsson.

 

Zunächst erkämpfte sich aber die HSG wieder Vorteile, dann kam nach vierzig Minuten die Wende. Natürlich war es Momir Ilic, der zum 19:19 ausglich. Kevin Jahn verwandelte einen Abpraller und Ilic war nicht mehr zu halten. Vier Tore des Serben und ein Gegenstoß von Gudjon Sigurdsson sorgten nach fünfzig Minuten für eine vermeintliche Vorentscheidung, da auch Goran Stojanovic beim 20:24 noch einen Siebenmeter halten konnte. Momir Ilic erzielte noch das 22:25 (55.), doch Wetzlar gab auch nach dem 23:26 durch Alexis Alvanos nicht auf (56.). Nach dem Anschlusstreffer von Timo Salzer zeigte die Hallenuhr 59:17 Minuten an. Alfred Gisalson nahm beim Gegenangriff seine Auszeit, aber Roman Pungartnik verlor den Ball am Kreis, das Foul wurde nicht gepfiffen und die Spannung auf die Spitze getrieben.

 

 

Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

“Das war ein schweres Spiel. Ich bin erleichtert, dass wird es gewonnen haben. Alle haben nach dem 20:24 wohl gedacht, dass es gelaufen ist. Aber Zoran Djordijc hatte heute mit 22 Paraden einen Supertag und hat seine Mannschaft immer wieder zurück ins Spiel gebracht. Am Ende war es sehr wichtig, dass wir unsere Siebenmeter alle verwandelt haben. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann das zum letzten Mal gelungen ist. In der ersten Halbzeit war die Abwehr nicht aggressiv genug, da hatten wir erst auf der rechten und dann auf der linken Seite Probleme, unter denen die Torhüter litten. Mit den Änderungen in der Abwehr lief es in der zweiten Hälfte besser, dann hat auch Nándor Fazekas in den letzten zwanzig Minuten gut gehalten.”

 

 

Infos zum Spiel:

  • Schiedsrichter: Matthias Brauer, Kay Holm
  • Zuschauer: 3.400
  • Siebenmeter: 5/7 – 6/6
  • Strafminuten: 4 – 12 Minuten

 

VfL-Torschützen:

  • Momir Ilic: 10 Tore
  • Alexandros Alvanos: 7 Tore
  • Gudjon Valur Sigurdsson: 6 Tore
  • Roman Pungartnik: 1 Tor
  • Geoffroy Krantz: 1 Tor
  • Kevin Jahn: 1 Tor

 

  • Nándor Fazekas: 7 Paraden
  • Goran Stojanovic: 3 Paraden

 

 


 

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06 1091 · 07 2 · # Sonntag, 10. Dezember 2017