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„Ist die Wehrpflicht noch zeitgemäß?” Diese Frage diskutieren die Gummersbacher Jusos im Bruno-Goller-Haus. Heiko Jandel (Jusos Gummersbach), Johannes Engbruch (Jusos Gummersbach), Hendrik Vial (Vorstand Jusos NRW). Foto: Privat

 

Gummersbach –  Als Gastreferent war Hendrik Vial, Mitglied des Juso-Landesvorstandes eingeladen worden.? ?Johannes Engbruch, Vorsitzender der Jusos Gummersbach, ging zu Beginn der Veranstaltung auf die Bedeutung des Themas ein. So sei die Diskussion über die Wehrpflicht zwar in letzter Zeit in den Hintergrund gerückt, allerdings würde es für jeden jungen Mann spätestens dann aktuell, wenn die Wehrpflicht der Berufsplanung im Weg stehe.

 

Auch die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Michaela Engelmeier-Heite sprach sich in einem Grußwort gegen die Wehrpflicht aus. Hendrik Vial erinnert zu Beginn seines Vortrages daran, dass die Wehrpflicht schon seit ihrer Einführung 1949 diskutiert wird. Mittlerweile sieht Vial die Wehrpflicht als ungerecht und überflüssig an. So würden nur noch 25% der Wehrpflichtigen überhaupt eingezogen und auch einem Verteidigungsfall sieht er in weiter Ferne.

 

Deutschland habe nur befreundete Länder um sich und die Zeit der Aufrüstung sei auch vorbei. Weiter kritisierte der 29.- jährige, dass ein Wehrpflichtiger einen sehr niedrigen Sold bekommen, was sich negativ auf die Volkswirtschaft auswirke. Als Alternative zur jetzigen Wehrpflicht sieht Vial die auf den Hamburger SPD-Parteitag, beschlossene „Freiwillige Wehrpflicht”, die für ihn allerdings nur ein erster Schritt in Richtung Abschaffung ist. Auch eine EU-Armee könnte er sich gut vorstellen.

 

In der anschließenden Diskussionsrunde stellte sich vor allem die Frage was in den Krankenhäuser, Altersheimen und andern Einrichtungen passiert, die auf Zivildienstleistenden angewiesen sind. Weiter wurde die Bundeswehr und deren Administration (grade im Kreiswehrersatzamt Siegen) scharf kritisiert. Andere Diskussionsteilnehmer hielten eine Abschaffung für unrealistisch und Utopie. Juso-Vize Heiko Jandel zeigte sich am Ende der Veranstaltung zufrieden, kritisierte aber erneut die Schulen, welche Einladungen zu dieser wichtigen Diskussion wieder nicht an die Schüler weiter gegeben hatten, obwohl dieses Thema grade in dieser Altersklasse von hoher Bedeutung sei.

 

Quelle: Daniel Wörster / Jusos Oberberg

 

 


 

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06 1418 · 07 2 · # Montag, 27. November 2017