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VfL Gummersbach – SC Magdeburg

 

Am letzten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga wird es in der Kölnarena einen neuen Zuschauerrekord für die laufende Saison geben, obwohl schon vor dem Anpfiff für den VfL Gummersbach und den SC Magdeburg alles gelaufen ist und es sich am Samstag (15 Uhr) um ein Spiel des Sechsten gegen den Achten der Tabelle handelt.

 

Für das Handballfest der Traditionsklubs wurde bekanntlich im Vorfeld intensiv geworben, aber die neuen und zusätzlichen Marketingaktionen sind für die neue Bestmarke nicht allein verantwortlich. Das glaubt jedenfalls Magdeburgs Pressesprecher. “Wir haben uns in der Vergangenheit vor allem zu DDR-Zeiten immer heiße Duelle geliefert, das haben die Fans wohl noch in ihren Köpfen”, wundert sich Siegfried Wagener nicht über die große Resonanz, außerdem belegten die internen Statistiken, dass der SCM auswärts immer für volle Hallen sorgt.

 

Im konkreten Fall sei aber auch von Bedeutung, dass viele Magdeburger wegen der großen Erfolge mit Alfred Gislason noch immer große Sympathien für den VfL-Trainer hegen und sich deshalb ungewöhnlich viele Anhänger auf dem Weg nach Köln machen. Das zeige auch die große Zahl der gecharterten Busse. Sportlich geht es nach den wirtschaftlichen Turbulenzen des vergangenen Jahres in den letzten Wochen mit den Magdeburgern wieder aufwärts. Das Theater um den vorzeitigen Wechsel des Polenduos Tkaczyk/Bielecki, die Entlassung von Trainer Bogdan Wenta und das Europacup-Aus gegen die Rhein-Neckar Löwen ist ebenfalls Schnee von gestern.

 

Am 1. Februar übernahm Michael Biegler das Kommando auf der Bank und führte die Mannschaft zu einigen spektakulären Erfolgen. Der größte war wohl der Heimsieg mit fünf Toren Differenz gegen die SG Flensburg-Handewitt, der die Deutsche Meisterschaft zugunsten des THW Kiel entschied. “Der achte Platz hätte ja normalerweise für den Europacup gereicht, mit den EC-Finalniederlagen der deutschen Teams war leider nicht zu rechnen”, sagt Siegfried Wagener, der mit dem SCM aber jetzt noch auf eine Wild Card für den EHF-Cup hoffen kann.

 

Die personellen Veränderungen für die nächste Saison werden im Übrigen keine spektakulären Transfers sein, die Abgänge hatten nur geringe Spielanteile. Der norwegische Nationaltorwart Ole Erevik wechselt nach Kopenhagen, dazu geht Rechtsaußen Marc Hohenberg in die zweite Liga. Neu im Kader sind nur zwei Talente aus der zweiten Mannschaft: Dennis Krause und Hannes Lindt. Verzichten muss der SCM in der Kölnarena aber auf einen wichtigen Rückraumspieler. Der Grieche Alexandros Vasilakis hat einen Bruch in der Wurfhand.

 

 

Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

“So ganz genau kann ich mir das große Faninteresse in unserem letzten Spiel nicht erklären. Nach meinen Informationen sollen ja allein 2000 Magdeburger nach Köln kommen. Ich freue mich natürlich riesig, dass wir noch einmal vor vielleicht 15 000 Zuschauern spielen werden. Wir haben auf alle Fälle den Ehrgeiz, die Saison mit einer guten Leistung zu beenden und bei unseren Fans Bonuspunkte für die nächste Saison zu sammeln. Es wird aber keine einfache Aufgabe.

 

Der neue Trainer Michael Biegler und die Magdeburger Mannschaft sind zusammengewachsen, die haben in den letzten Wochen wirklich gute Leistungen abgeliefert. Für uns wird das Duell gegen Magdeburg auch ein kleines Jubiläum, denn es ist das 50. Pflichtspiel für uns in der laufenden Saison. Ich bin schon jetzt sehr stolz auf die Mannschaft, die hat sich nach dem Abgang von Daniel Narcisse gut verkauft, vor allem in der Champions League. In der Bundesliga waren wir eine der besten Auswärtsmannschaften, und wir haben uns wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. So können wir am Samstag nach dem Abpfiff mit der Saison sehr zufrieden sein.”

 

 


 

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06 1183 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017