Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

 

VfL Gummersbach im Ungewissen!

HSG Ahlen-Hamm kommt als ´große Unbekannte´ HEUTE (Sa. 18.09.2010) um 15 Uhr nach Gummersbach in die Eugen Haas Sporthalle

 

Mit der HSG Ahlen-Hamm hat das Handball-Oberhaus einen “echten” Neuling dazu gewonnen. In diesem Jahr ist die Spielgemeinschaft für das Projekt TOYOTA-Handball-Bundesliga gegründet worden. Aus den 13 Kilometern voneinander entfernten Städten Ahlen und Hamm am östlichen Rande des Ruhrgebiets soll eine Handball-Einheit werden. Gewinnen konnte die HSG Ahlen-Hamm in der Bundesliga bislang noch nicht. Einem 29:32 zum Saisonauftakt gegen den TV Grosswallstadt folgten Niederlagen in Hamburg und zu Hause gegen die Rhein-Neckar-Löwen.

 

Entstanden ist die HSG durch die Fusion der beiden Vereine ASV Hamm und der Ahlener SG. In den vergangenen fünf Jahren der Zweitliga-Zugehörigkeit hat sich der ASV immer in der Spitzengruppe der Liga getummelt. Die Ahlener SG ist zuletzt unter ihrem Trainer Jens Pfänder, der jetzt auch die HSG übernimmt, siebter geworden. Für den Gang in die stärkste Handball-Liga der Welt waren sich die Verantwortlichen am Ende einig: Wir müssen die Kräfte bündeln.

 

Ein zunächst nicht ganz einfaches Vorhaben. Denn, wie bei Nachbarvereinen durchaus üblich, haben die beiden Clubs bzw. deren Fans eine ausgeprägte Rivalität gelebt. So gab es von Anfang an nicht nur Fürsprecher für die HSG. Die Verantwortlichen mussten einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Die Heimspiele der HSG werden in Hamm stattfinden. 2008 wurde die dortige Maxipark-Arena fertiggestellt. 2.500 Zuschauer fasst die moderne Multifunktionsarena. (Zur Eröffnung spielte die Deutsche Nationalmannschaft im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking vor ausverkauftem Haus gegen Ägypten.)

 

In der 2. Liga schaffte der ASV Hamm einen Zuschauerschnitt von über 2.000. Zu den Heimspielen in die Nachbarstadt Hamm pilgern zu müssen, war einer der Hauptkritikpunkte, die von den Ahlener Fans angeführt wurden. Trainer Jens Pfänder, zuletzt eben bei der Ahlener SG Trainer, gibt zu: “In den ersten Reaktionen schlugen die emotionalen Wellen schon ziemlich hoch.” Mittlerweile meldet die HSG, dass mehr als 50 Prozent der Ahlener Dauerkarteninhaber auch ein Saisonticket für die Maxipark-Arena in Hamm haben. Auch sollen den einstigen Hammer Fan-Clubs zahlreiche Anfragen aus Ahlen vorliegen. So hoffen die Macher auf eine Bündelung der Kräfte nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf der Zuschauer-Seite.

 

Sportlich hat Chefcoach Jens Pfänder, ein erfahrener und anerkannter Mann in der Handball-Szene, eine außerordentlich schwere Aufgabe übernommen. Abgesehen von den äußeren Umständen, die eine Neugründung mit sich bringt. Und nicht nur, dass es ein Aufsteiger in der Regel sowieso sehr schwer hat. Bei der Mannschaft der HSG Ahlen-Hamm kann man nicht die sonst so oft benutze Vokabel vom Umbruch verwenden, nein, auch das ist ein absoluter Neuanfang. Aus acht Hammer Spielern sieben Ahlener Akteuren und fünf Neuzugängen darf Pfänder eine komplett neue Mannschaft formen. “Das geht nicht in ein paar Tagen”, weiß Pfänder. “Zudem ist die Größe unseres Kaders wohl einmalig in der Liga.”

 

Stimmt nicht ganz, auch der TSV Hannover Burgdorf weist 20 Spieler in seinem Kader auf. Doch da sind lediglich vier Neuzugänge ins alte Team einzubauen…Mit einem Etat von 1,8 Millionen Euro geht der Aufsteiger die Spielzeit in Liga eins an. Damit steht die HSG in der Etat-Tabelle auf einem „Nicht-Abstiegsplatz“: noch vor Hannover, Friesenheim und Dormagen. Möglich waren in diesem Rahmen fünf durchaus namhafte Neuzugänge. Von der HSG Nordhorn kam mit Maik Machulla ein gestandener Erstliga-Profi. Mit Magdeburg war der 33jährige Deutscher Meister und zweimal Europacup-Sieger, letzteres auch nochmal mit Nordhorn. Dort war er zuletzt in Liga zwei mit 245 Treffern Torschützenkönig. Der Spielmacher soll der Kopf der HSG werden. Vom TBV Lemgo wechselte mit Mark Schmetz ein weiterer gestandener Erstligaspieler nach Hamm. Den holländischen Rechtsaußen, ebenfalls 33 Jahre alt, hat Pfänder während der Vorbereitung zum Kapitän bestimmt. “Beide müssen Verantwortung übernehmen”, fordert der Trainer, “aber sie haben auch schon gezeigt, dass sie das wollen.” Schmetz hat mit Lemgo und Essen schon den EHF-Cup gewonnen.

 

Als Kreisläufer und Abwehrexperten hat die HSG Rico Göde von den Füchsen Berlin verpflichtet. Der 2,07 Meter-Riese und 112 Kilo-Brocken hat ebenso Erstliga-Erfahrung wie der Isländer Einar Holmgeirsson. Der Linkshänder, der vom TV Großwallstadt kommt, hat allerdings eine lange Leidenszeit hinter sich, er laborierte über ein Jahr an einer Knieverletzung. Pfänder: “Der junge steht praktisch vor einem Neubeginn.” Komplettiert werden die “Neuen” durch den tschechischen Keeper Tomas Mrkva. In seiner Heimat spricht man bei dem 21jährigen sogar von einem “Jahrhunderttalent”. Abzuwarten bleibt auch, wie sich Marcus Hock in der ersten Liga präsentieren wird. Beim ASV Hamm war der 28jährige der Top-Torjäger. Zweimal war er bester Schütze der 2. Liga Nord.

 

 

Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH

 

 

Verfolge “NoT” (NEWS-on-Tour.de) auf Twitter: http://twitter.com/newsontour

…oder werde ein “NoT-Fan” auf Facebook: http://www.facebook.com/NEWSonTour

 

 

 

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 1484 · 07 2 · # Dienstag, 5. Dezember 2017