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VfL strebt heute vor heimischem Publikum Sieg an! TuS N-Lübbecke kein leichter Gegner

Der aktuelle Tabellenvierzehnte hat gegen das Hasanefendic Team im letzten Heimspiel in Gummersbach ein Unentschieden erkämpft, anschließend sogar noch zweimal gewonnen (Rückspiel und Final Four in Hamburg)

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Am heutigen Mittwoch 13.10.2010 empfängt der VfL Gummersbach um 20.15 Uhr in der Eugen-Hass-Halle die TuS N-Lübbecke. Mit den Gästen aus Ostwestfalen kommt der aktuelle Tabellenvierzehnte ins Oberbergische. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de
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Gegen die TuS verlangt der VfL-Übungsleiter Sead Hasanefendic aber ein ganz anderes Auftreten als bei der überraschenden 29:30-Pleite in Niedersachsen. “So etwas darf sich nicht wiederholen“, fordert er. “In Hannover haben wir 60 Minuten keine Sicherheit gefunden. Wir waren nicht konzentriert, nicht wach, nicht spritzig genug und haben den Gegner immer wieder aufgebaut. Das müssen wir gegen die TuS besser machen.” Seine Spieler hätten nicht ihre Leistung gebracht und den TSV immer wieder durch leichte Fehler aufgebaut, bemerkt er mit Blick darauf, dass der VfL nach einem zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand binnen 10 Minuten eine 2-Tore-Führung herausgeworfen habe, weitere 15 Minuten später aber schon wieder vier Tore im Hintertreffen war.

 

Gummersbach – Der Geschäftsführer des VfL, Axel Geerken: “Das war unnötig und wirklich sehr ärgerlich. Mit einem Sieg wären wir ganz oben dran geblieben.” Aber “wir stehen wieder auf”, so Geerken, der die Spieler in die Pflicht nimmt. “Die können das am Mittwoch vor eigenem Publikum direkt wieder gut machen.”

 

 

Ganz besonders eindringlich warnt Trainer Sead Hasanefendic deshalb vor dem nächsten Gegner, der wie Hannover auch im unteren Tabellendrittel steht. “Lübbecke ist ein unangenehmes Team, das sich in der letzten Saison hier in Gummersbach ein Unentschieden erkämpfte und uns danach noch zweimal geschlagen hat.” Erst im Rückspiel (26:27) und dann beim Spiel um Platz 3 im Final Four in Hamburg.

 

 

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Erneut in das DHB-Pokal-Turnier einzuziehen, hat man am Wiehengebirge gleichwohl nicht als Saisonziel ausgegeben. “Wir wollen uns im Mittelfeld der Liga etablieren und nichts mit dem Abstieg zu tun haben”, so der schwedische Trainer Patrik Liljestrand. Dahinter steht auch der Wunsch, auf absehbare Zeit nicht mehr in den “Fahrstuhl” zwischen den Ligen steigen zu müssen. 1994 kehrte der Europapokalsieger von 1981 und das Gründungsmitglied der eingleiseigen Handball-Bundesliga nach elf Jahren Abstinenz wieder ins Oberhaus zurück. In den letzten zehn Jahren aber musste man dreimal, zuletzt 2008, jeweils den Gang nach unten antreten. Es gelang zwar immer der direkte Wiederaufstieg, doch Nettelstedt-Lübbecke will keine “Fahrstuhlmannschaft” mehr sein.

 

 


Im Bemühen darum mussten die Ostwestfalen in der Vorbereitung auf die aktuelle Saison einen Rückschlag hinnehmen. Der Halblinke, Michael Jurecki, hat Lübbecke, wo er seit 2008 in 72 Ligaspielen 390 Treffer erzielte, in Richtung des polnischen Klubs KS Vive Kielce verlassen. Ausgerechnet dort in der Heimat des abgewanderten Leistungsträgers fand man auch dessen Nachfolger: den 55-fachen holländischen Nationalspieler Bartosz Konitz. Neben dem 1,97 Meter großen Rechtshänder sind die Schweden Mattias Gustafsson und Kristian Erik Svensson von AaB Handbold (Dänemark) sowie Nicky Verjans aus Nordhorn und Stephan Just aus Minden gekommen. In Lübbecke hofft man zudem nach langer Verletzungspause in dieser Saison auch mehr vom Ex-Gummersbacher Alexandros Alvanos zu sehen. Auf der Platte steht damit eine Team, das Experten auf allen Positionen gleichwertig doppelt besetzt sehen und das sein Heil wieder in einer starken Defensive sucht: Mit den zwei schwedischen Neuzugängen, dem polnischen Nationalspieler Artur Siodmiak oder dem deutschen Auswahlspieler Arne Niemeyer will man hinten wenig zulassen. Der norwegische Kreisläufer Frank Löke, der bereits im Februar zur TuS gestoßen ist, betrachtet nicht nur einen einstelligen Tabellenplatz als “absolut machbar”. Passe alles, würde “es mich nicht einmal überraschen, wenn es Rang fünf oder sechs wäre.

 

 

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Gepasst hat es gegen die MT Melsungen zumindest in eigener Halle schon wieder gut. Schlüssel zum 30:26 – Erfolg war die 6:0 Abwehrformation. Deckungschef Artur Siodmiak arbeitete im Innenblock mit Mattias Gustafsson und Henrik Hansen. “Wir funktionieren schon ganz gut,” lobt Siodmiak. Dahinter war Nikola Blazicko zwischen den Pfosten ein sicherer Rückhalt.

 

Auswärts lief es hingegen weniger. Während man in Berlin (22:25) und beim TV Grosswallstadt (28:29) noch knapp unterlegen war, geriet man gegen die Spitzenteams aus Flensburg (25:34) und insbesondere gegen den HSV Hamburg (27:40) unter die Räder. Nach einer ansprechenden Leistung musste man sich am vergangenen Mittwoch auch den Rhein-Neckar-Löwen geschlagen geben (30:34). Nun kommen die Handballer aus dem “stärksten Dorf im Land”, wie man sich in Lübbecke in einer neuen Imagekampagne in Anspielung auf das 3000-Seelen-Örtchen Nettelstedt bezeichnet, ins Oberbergische.

 

“Dort wollen wir versuchen, die positiven Dinge aus unserem Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen zu wiederholen. Vielleicht können wir dann in Gummersbach punkten“, hofft Cheftrainer Patrik Liljestrand auf die ersten Zähler in fremden Hallen. Die Personalsituation beim TuS N.-Lübbecke ist einen Tag vor dem Anpfiff noch ungewiss. Über das Wochenende sind einige Spieler der “Rot-Schwarzen” vom Grippevirus erfasst worden. So mussten unter anderem Mattias Gustafsson, Artur Siodmiak, Tomasz Tluczynski und Alexandros Alvanos für einige Zeit das Bett hüten. Hinter dem Einsatz von Henrik Hansen (Oberschenkelprellung) steht ebenfalls noch ein Fragezeichen. Hoffnung gibt es indes bei Nicky Verjans. Der Niederländer kann aller Voraussicht nach in Gummersbach sein Punktspieldebüt für den TuS N.-Lübbecke geben.

 

Sein erstes Tor vor eigenem Publikum will VfL-Neuzugang Barna Putics erzielen. Wenn sein Trainer an dem Auftritt in Hannover überhaupt etwas Positives fand, dann den Kurzeinsatz des 26-jährigen. “Zwei Tore in der Schlussphase zum 26:28 und 29:29 haben gezeigt, dass er ein Spieler ist, der auch in kurzer Zeit etwas bewirken kann.”

 

 

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Das Spiel VfL Gummersbach – TuS N.-Lübbecke beginnt am morgigen Mittwoch um 20.15 Uhr in der Eugen-Haas-Halle. Schiedsrichter der Partie sind Colin Hartmann (Magdeburg) und Stefan Schneider (Barleben).

 

Quelle: Thomas Hellwege, VfL Gummersbach

 

 

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