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VfL luchst Zebras drei Sekunden vor Schluss Remis ab!

THW Kiel – VfL Gummersbach 26:26 (13:13). Gummersbach gewinnt Punkt in Kiel. Matchwinner Christoph Schindler und Goran Stojanovic…

Mit einem fulminanten Wurf aus dem Unterarm sicherte Christoph Schindler dem VfL Gummersbach drei Sekunden vor Schluss einen hochverdienten Punkt in Kiel. Nachdem sich die Oberbergischen in den Wochen zuvor gegen die Top-Teams der Liga im Endspurt immer geschlagen geben mussten, zeigten sie sich ausgerechnet beim Rekordmeister und Champions-League-Sieger spiel- und nervenstark. Archivfotos: ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de<
Personifiziert von der ersten Minute an durch Goran Stojanovic. Die Nummer 1 im Tor der Gummersbacher parierte alleine in den ersten fünf Minuten fünf Würfe der Kieler. Im Sekundentakt etwa gegen Tobias Reichmann und Dominik Klein.

 

Kiel – Und zwar von Beginn an. Alfred Gislason, jetziger Trainer des THW Kiel und ehemaliger Übungsleiter des VfL Gummersbach war überhaupt nicht zufrieden damit, was seine Schützlinge in den ersten 30. Minuten gegen den VfL Gummersbach boten. Und auch der Hallensprecher des THW hoffte in der Halbzeitpause auf eine bessere zweite Hälfte. Denn schon in Halbzeit Eins zeigte der VfL Gummersbach eine ganz starke Leistung.

 

 


Besser vor dem Tor machten es zu Beginn die Gummersbacher Adrian Wagner aus sieben Metern und Ole Rahmel von Rechtsaußen, die den VfL mit 2:0 in Front brachten. Den Anschlusstreffer markierte der Ex-Gummersbacher Momir Illic (6.). Doch nach einer erneuten Parade von Goran Stojanovic stellte Christoph Schindler, den Trainer Sead Hasanefendic heute als Spielmacher aufgeboten hatte, den 2-Tore-Abstand wieder her. Ebenso wie Jörg Lützelberger, der auf Linksaußen und als zweiter Kreisläufer neben Patrick Wiencek für Unruhe sorgte, nach seinem Treffer zum 5:3 (14.) und Adrian Pfahl zum 8:6 (17.).

 

 


Wie schon gegen den HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen zeigte der VfL Gummersbach, dass er gegen die Titelkandidaten mehr als nur mithalten kann. Die Oberbergischen warfen sich unermüdlich in das Eins-gegen-Eins mit Filip Jicha oder Jerome Fernandez und suchten mit schnelle Anspielen durch die Mitte immer wieder den direkten Weg zum Tor, das THW-Schlussmann Thierry Omeyer Mitte der ersten Hälfte für seinen schwedischen Kollegen Andreas Palicka räumen musste.

 

 

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Der großen individuellen Klasse sei Dank schaffte es der THW Kiel nach dem Ausgleich durch Jerome Fernandez zum 9:9 in der 24. Minute erstmals in Führung zu gehen. Der schwedische Nationalspieler Robert Arrhenius, der genau wie sein französischer Kollege erst im Laufe der Saison zum THW gestoßen ist, verwertete ein Klasse-Anspiel von Jungstar Aron Palmarsson zum 10:9. Doch die meistens zeitgleich aufgebotenen VfL-Kreisläufer, Patrick Wiencek und Jörg Lützelberger stellten erneut eine knappe Führung für die Gäste her, die schließlich Neu-Nationalspieler Christoph-Schindler mit seinem dritten Treffer des Tages zum 13:12 (30.) in die Pause rettete.

 

 


Zurück aus der Kabine knüpfte der VfL Gummersbach an die starke Vorstellung des ersten Durchgangs an. Innerhalb von einer Minute erhöhte der Halbrechte Drago Vukovic zum 15:13. Doch in der Defensive bekamen es der Kroate und Patrick Wiencek, die gemeinsam den Mittelblock bildeten, nun vor allem mit Filip Jicha zu tun. Der Tscheche, der vor der Pause nur einmal getroffen hatte, schraubte sich immer wieder hoch, feuerte aus dem Rückraum auf das Tor von Goran Stojanovic oder nahm reaktionsschnell die Abpraller auf: 17:17 (40.). Der VfL aber schaffte es erneut in Führung zu gehen. Nach dem 22:19 (46.) durch Adrian Pfahl sogar erstmals mit drei Toren.

 

 


Alfred Gislason, der wusste, dass im Fernduell mit dem HSV Hamburg um die deutsche Meisterschaft nur ein Sieg zählte, nahm nun die Auszeit. Auch die übertragende Fernsehanstalt schaltete wegen eines Stromausfalls in Lemgo, wo der HSV spielte, nun nach Kiel. Zu Recht. Denn die Sensation lag in der Luft und Rechtsaußen Ole Rahmel hatte im Tempogegenstoß die Möglichkeit, auf 23:19 zu erhöhen, scheiterte aber an Thierry Omeyer. Und nach drei Treffern in Folge von Filip Jicha hatte der THW Kiel beim Stand von 22:22 (52.) den Rückstand wieder aufgeholt. In Führung allerdings ging erneut mit 23:22 der VfL durch Adrian Pfahl (53.). Den Vorsprung hielt dann Goran Stojanovic sensationell fest. Innerhalb von Sekunden erwies er sich im Eins-gegen-Eins für Jerome Fernandez und Filip Jicha als unüberwindbares Hindernis.

 

 


Die letzten fünf Minuten: Kiels Aron Palmersson hindert Ole Rahmel am Wurf, kassiert eine 2-Minuten-Strafe und eröffnet Adrian Wagner die Chance, sein zweites Tor aus sieben Metern zu erzielen. Doch Wagner versucht es mit einem Aufsetzer, der über das Gehäuse der Kieler fliegt. Besser macht es auf der anderen Seite Momir Illic. Der Serbe verwandelt mit dem 23:23 (56.) seinen fünften von fünf Strafwürfen. Der ehemalige Gummersbacher gleicht auch die erneute Führung durch Drago Vukovic aus.

 

 


Nach einem Fehlwurf von Adrian Pfahl erzielt Christian Zeitz mit seinem ersten Treffer des Tages die erste Führung für den THW im zweiten Durchgang zum 25:24 (59.). Für den VfL Gummersbach scheint es nun wieder so zu laufen wie in den Wochen zuvor, als man sich im Endspurt dann doch immer geschlagen geben musste. Adrian Pfahl kann noch ausgleichen, doch sieben Sekunden vor dem Schluss bringt die Leihgabe Robert Arrhenius den Favoriten erneut in Front: 26:25.

 

 


Goran Stojanovic fischt den Ball aus dem Netz und wirft ihn nach vorne. Dort nimmt Christoph Schindler den Ball auf und wird von Filip Jicha unsanft zu Boden gestreckt. Drei Sekunden vor dem Ende, Auszeit für den VfL: Trainer Sead Hasanefendic schickt für die letzten Sekunden Patrick Wiencek, Igor Anic und Torhüter Vjenceslav Somic an den Kreis der Kieler.

 

59:57 Minuten zeigt die Uhr beim Wiederanpfiff. Schindler passt von Rückraum Mitte aus kurz zu Adrian Pfahl, der wieder zurück zum ehemaligen Kieler und der wirft am heranstürzenden THW’ler Daniel Kubes vorbei den Ball durch die Lücke am Kreis und überrascht Thierry Omeyer mit dem Treffer zum 26:26.

 

 

 


Adrian Pfahl
, VfL Gummersbach: Wir müssen in solchen Spielen über eine geschlossene Mannschaftsleistung kommen. Und heute haben wir das wieder geschafft. Diesmal auch mit einem ganz starken Torhüter Goran Stojanovic. Zuletzt haben wir viele knappe Spiele doch noch verloren und das wollten wir heute unbedingt vermeiden. Am Ende hatten wir heute aber auch das Quäntchen Glück. Und das Christoph so einen auspackt, ist sensationell. Die nächsten drei Aufgaben in der Bundesliga wollen wir positiv bewältigen und dann können wir zufrieden in die WM-Pause gehen.

 

Statistik: 

  • THW Kiel: Omeyer (1.-14., 31.-60., 5 Paraden), Palicka (14.-30., 4 Paraden); Arrhenius (4), Lundström, Dragicevic, Sprenger, Kubes, Reichmann (1), Zeitz (1), Palmarsson (1), Ilic (7/5), Klein (1), Jicha (7), Fernandez (4)
  • VfL Gummersbach: Somic (bei einem Siebenmeter, keine Parade), Stojanovic (1.-60., 22 Paraden); Krantz, Wagner (1/1), Schindler (5), Vukovic (7), Anic, Putics, Wiencek (1), Lützelberger (4), Valcic (n.e.), Pfahl (7), Rahmel (1), Zrnic
  • Zeitstrafen: Sprenger, Palmarsson, Jicha (THW) – Rahmel (VfL)
  • Siebenmeter: 5/5 (THW) – 2/1 (VfL)
  • Spielfilm: 1. Hz.: 0:2, 1:2 (6.), 1:3, 2:3, 2:4, 3:4, 3:5 (12.), 5:5, 5:6, 6:6, 6:8 (17.), 8:8, 8:9, 10:9 (23.), 10:10, 10:11, 11:11, 11:12, 12:12, 12:13; 2. Hz.: 12:15, 13:15, 13:16, 14:16 (35.), 14:17, 17:17 (40.), 17:18, 18:18, 18:20, 19:20, 19:22 (46.), 22:22 (52.), 22:23, 22:23, 23:24, 25:24 (59.), 25:25, 26:25, 26:26.

 

Das nächste Spiel des VfL Gummersbach in der TOYOTA Handball-Bundesliga findet am kommenden Mittwoch in der Eugen-Haas-Halle statt. Dort ist um 20.15 Uhr der Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim zu Gast.

 

 

Quelle: Thomas Hellwege, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit VfL Gummersbach

 

 

 

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06 1783 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017