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Waldbröl/Köln: Acht Raubüberfälle auf Spielhallen in Köln, Burscheid, Wermelskirchen und Datteln sowie vier Raubversuche – so der Tatvorwurf gegen fünf junge Männer (17, 17, 17, 18, 21) aus Burscheid und Langenfeld. Am späten Mittwochabend (25. Juni) nahmen Polizisten drei der Tatverdächtigen nach dem Versuch, eine Spielhalle in Burscheid zu überfallen, fest. Nach der Festnahme eines weiteren Tatbeteiligten (18) aus Burscheid vom 02. Juli haben Ermittler heute (07. Juli) mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos der Polizei Köln eine Wohnung in Leverkusen-Lützenkirchen nach einer Tatwaffe durchsucht.

 

Die Serie / Ermittlungen im Einzelnen:

Samstag (07. Juni), 20.49 Uhr – drei maskierte Bewaffnete betreten die “Spielstube” auf der Hilfringhauser Straße in Wermelskirchen und fordern von der Spielhallenaufsicht Bargeld. Als die Frau sich weigert, die Forderungen der Täter zu erfüllen, schießt ihr einer der Räuber mit einer Gaspistole ins Gesicht. Danach flüchtet das Trio ohne Geld. Eine erste Spur deutet auf die Tatbeteiligung eines 18 Jahre alten Mannes aus Burscheid hin.

Zwei Tage später (Montag, 09. Juni, 04.41 Uhr) wird der “Spielpalast 24” auf der Industriestraße in Burscheid von zwei Räubern heimgesucht. Unter Vorhalt von Schusswaffen erbeuten die Maskierten Bargeld und flüchten dann zu Fuß.

Dienstag (10. Juni), 04.36 Uhr – drei maskierte und bewaffnete junge Männer betreten die Spielhalle “RIO” auf der Frankfurter Straße in Köln-Buchheim. Die Angestellte und die noch anwesenden Gäste müssen sich auf den Boden legen. Mit dem Wechselgeld aus dem betriebseigenen Tresor und den Wertsachen der Spielhallenbesucher treten die Räuber die Flucht an.

Die Beschreibung der Waffen sowie Masken lässt den Schluss zu, dass es sich um die gleichen Täter handelt, die bereits seit Anfang Juni in Burscheid und nun auch in Köln ihr “Unwesen” treiben. Beim zuständigen Kriminalkommissariat 14 des Polizeipräsidiums Köln wird eine Ermittlungsgruppe “Casino” eingerichtet.

Es vergehen neun Tage, bis das Trio erneut zuschlägt. Am Montag (19. Juni) sehen sich Aufsicht und Gäste der “Spiel-Oase” auf der Olpener Straße in Köln-Brück drei Maskierten mit Schusswaffen gegenüber. Als das Räubertrio mit dem Kasseninhalt und den Wertsachen der Gäste flüchtet, beobachtet ein Zeuge das Trio beim Einsteigen in einen schwarzen Kombi.

Das nächste Ziel der Tätergruppe liegt in Leverkusen. Zwei Maskierte betreten nur knapp vier Stunden nach dem Überfall in Köln-Brück die Spielhalle “Rio” auf der Hardenbergstraße. Der Tatablauf ist nahezu identisch – diesmal treten nur zwei der Männer in Aktion, dafür aber mit zunehmender Brutalität. Um der Forderung nach Wertsachen Nachdruck zu verleihen, tritt einer der Gäste einem am Boden liegenden Spielhallen-Gast gegen den Kopf.

Ziel der Täter am nächsten Tag (20. Juni) ist die “Spiel-Kiste” auf der Olpener Straße in Köln-Merheim. Drei schreiende und bewaffnete Täter, die einem der Gäste mit der Waffe gegen die Schläfe schlagen und einen am Boden liegenden Mann treten, lassen keine Zweifel daran aufkommen, dass auch dieser Fall zu der Raubserie gehört.

Am 25. Juni ist die Polizei den Räubern dann den entscheidenden Schritt voraus. Die Fahnder wissen aus verdeckt geführten Ermittlungen, dass die Männer den bereits am 09. Juni überfallenen “Spielpalast 24” in Burscheid erneut ausrauben wollen.

Nach einer Information an die Spielhallenaufsicht stehen die Täter um 22.40 Uhr mit der Waffe in der Hand vor verschlossener Tür. Zurück im bereit stehenden Fluchtauto, greifen die Polizisten zu.

Während der 21-Jährige schweigt, packen seine jüngeren Mittäter aus und benennen zwei weitere Bekannte, die an einigen der Taten beteiligt waren.

Durch Vernehmungen können die Ermittler zwei weitere vollendete Überfälle auf Spielhallen in Datteln (04. und 13. Juni) sowie zwei Raubversuche auf Spielhallen in Datteln (18. Juni) und Waldbröl (20. Juni) klären.

Aufgrund des Ermittlungsergebnisses erlässt ein Richter gegen den mittlerweile bekannten Mittäter des festgenommenen Trios – es handelt sich um einen 18 Jahre alten Mann aus Burscheid – einen Haftbefehl, den die EG Casino am 02.07. vollstreckt. Mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen konfrontiert, legt der 18-Jährige ein Geständnis ab. Der fünfte ermittelte Räuber, ein 17-Jähriger aus Burscheid, macht hingegen keine Aussage. Mangels Haftgründen darf er wieder nach Hause gehen.

Ebenfalls keine Aussage macht der 26 Jahre alte Bruder eines der festgenommenen Jugendlichen, bei dem die Polizisten heute vergeblich nach der Tatwaffe gesucht haben.

Quelle: Pressestelle KPB Oberbergischer Kreis

 

 


 

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06 2232 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017