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obama-berlin-1.jpgBerlin – Die ´Obama Rede´ an der Siegessäule vor 200.000 jubelnden und begeisterten Fans war der absolute Höhepunkt! Eines muss man dem Mann mit dem sympathischen Jungengesicht ja lassen: Reden kann er. Was Barack Obama an rhetorischen Fähigkeiten zeigt, wird so manchen deutschen Abgeordneten wohl vor Neid erblassen lassen. Begeistert jubeln ihm 200.000 Fans zu. Allein: Als deutschen Wahlkämpfer könnte man sich diesen Obama dann doch schlecht vorstellen. Dafür sind seine Gesten einfach zu groß, dafür erinnert sein Stil eher an eine Predigt als an Politik. Ein sehnsüchtiger Blick in die scheinbar untergehende Sonne am Horizont würde auch schlecht zu einer Rede über Krankenkassenbeiträge von Frührentnern passen. 

 

obama-berlin-2.jpgDass Obama in Berlin verstärkte Anstrengungen der Staatengemeinschaft im Anti-Terror-Kampf fordert, lässt ahnen, dass auch nach Bush der ewige Weltfriede nicht ausbrechen wird. Amerika bleibt eine Weltmacht, die sich im Zweifelsfall wenig um die Interessen anderer Länder schert. Auch nicht unter einem möglichen Präsidenten Barack Obama, der so schön lächeln und so gut reden kann. Für Berlin und die deutsch-amerikanische Freundschaft fand er bedeutende Worte: „Diese Stadt kennt den Traum von der Freiheit ganz genau.“ Der Rest der Bilanz des vorgezogenen Staatsbesuchs fällt nüchtern aus: Staaten haben in der Außenpolitik meist klar definierte Interessen. Das gilt auch für die USA.

 

Exklusiv Video ´Barack Obama in Berlin´ @Hotel Adlon ´

 

obama-berlin-3.jpgDiese Interessen ändern sich meist nur wenig, egal ob ein Clinton, Bush oder Obama im Weißen Haus residiert. Insofern wird Obama, sollte er die Wahl gewinnen, ein wenig im Stil der transatlantischen Zusammenarbeit ändern können; er wird vielleicht ein wenig mehr mit diesem Land und wenig weniger mit jenem unternehmen: Die Spielräume sind jedoch eng. Fest steht indes die rhetorische Gabe des Politikers. Wer nach der Rede davonging, dürfte ganz beseelt gewesen sein, gemeinsam mit Amerika in aller Welt nur noch Gutes zu tun. Eine schöne neue Welt. Am besten wäre eigentlich, wenn Obama ewig Kandidat bliebe. Wird er Präsident, ist Schluss mit Pathos, es droht die Wirklichkeit.

 

Quellen: (OTS) Westdeutsche Allgemeine Zeitung / Weser-Kurier / Reuters / Welt.tv

 

 


 

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06 1013 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017