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3-fach Sieg für Chevrolet im ersten WTCC Rennen

…im zweiten Rennen bezwingt Gabriele Tarquini in packendem Kampf die überlegenen drei in Zolder (Belgien)

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Robert Huff (GB), Team Chevrolet (GB), in seinem Chevrolet Cruze 1.6T gewinnt das erste Rennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) am Ostersonntag in Zolder (Belgien).  Ungefährdet fährt er von der Pole Position einen Start-Ziel-Sieg ein – Fotos: Dirk Birkenstock und Alex Striege [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht +49(0)171-6888777
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Das zweite Rennen entscheidet Gabriele Tarquini (I) vom Team Lukoil-SUNRED (E) in seinem SEAT León 2.0 TDI in einem packenden Rennen für sich
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Sie haben gut lachen – die Sieger vom Osterwochenende in Zolder (B), links Rob Huff und rechts Gabriele Tarquini

 

Zolder (Belgien): Am Osterwochenende fanden die Läufe 3 und 4 zur World Touring Car Championchip (WTCC) bei schönstem Wetter statt. Nach dem Auftakt am 20. März im brasilianischen Curitiba kam der Tross der Rennboliden nach Europa um hier ihre Rennen 3 bis 18 auszutragen, bevor es für die letzten sechs Rennen im Oktober nach Asien geht (den gesamten Rennkalender findet ihr am Ende des Berichts).

 

Beim Auftakt in Brasilien gab es in Rennen eins einen Dreifachsieg für die Chevrolet Cruze 1.6T mit Robert Huff vor Yvan Muller (F) und dem heimischen Carlos Bueno, der einen Gaststart fuhr. Im zweiten Rennen siegte ebenfalls ein Cruze mit dem dritten Werksfahrer Alain Menu (CH) vor dem Niederländer Tom Coronel auf einem BMW 320 TC und dem amtierenden Weltmeister YvanMuller.

 

Auch im belgischen Zolder meldeten die Titelverteidiger von Chevrolet ihren Sieganspruch schon im Training an. Nach dem finalen Qualifying notierte man die Cruze auf P1 (Robert Huff), P2 (Alain Menu) und P4 (Yvan Muller). Nur der Italiener Gabriele Tarquini konnte sich mit seinem SEAT León 2.0 TDI in die Phalanx der amtierenden Weltmeister fahren und sicherte sich Startplatz 3.

  

 

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Robert “Huffy” Huff geht von der Pole-Position aus ins Rennen. Schon in Brasilien konnte er den ersten Lauf gewinnen, im zweiten Lauf wurde er vierter

 

 

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Startet von Platz 2 im ersten Rennen – der Schweizer Alain Menu im Chevrolet Cruze 1.6T. In Brasilien konnte er den zweiten Lauf für sich entscheiden nach einem sechsten Platz im ersten Rennen

 

 

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Von Startplatz drei ins Rennen geht der Weltmeister von 2009, Gabriele Tarquini #3 im SEAT León 2.0 TDI vom Team Lukoil-SUNRED (E) ins Rennen

 

 

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“Nur” Startplatz 4 für den amtierenden Weltmeister Yvan Muller in seinem Chevrolet Cruze 1.6T. Schon in Brasilien gab es nur einen zweiten Platz hinter Huff und einen dritten Platz hinter Menu und Coronel und reiste “nur” als drittbester Chevrolet-Fahrer in Belgien an

 

 

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5. Startplatz für die #18 – Tiago Monteiro (p) im SEAT Leon 2.0 TDI vom Team SUNRED Engineering (E)

 

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Startplatz 6 für die #11 (Y)*, Kristian Poulsen (DK) vom Liqui Moly Team Engstler (D) auf seinem BMW 320 TC als bester Privatier

 

*) das (Y) in der Beschreibung steht für YOKOHAMA, den Einheitsreifen der in der WTCC gefahren wird. Fahrer mit diesem Zeichen starten in der “Privatfahrer-Wertung” der YOKOHAMA Drivers’ Trophy

 

 

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7. Startplatz für die #5 (Y) mit Norbert Michelisz (H) der an diesem Wochenende zum ersten mal einen BMW 320 TC für das Zeng? Dension Team (H) fuhr. Die Umstellung von einem Front- auf einen Hecktriebler bereitete ihm keine Probleme, er kam mit seinem neuen Arbeitsgerät bestens zurecht und überraschte mit seinen Leistungen

 

 

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Startplatz 8 für Franz Engstler (D) #12 (Y) BMW 320 TC, Teamchef im Liqui Moly Team Engstler (D). Der 49-jährige Bayer kam mit zwei neunten Plätzen aus Brasilien und hoffte auf ein erfolgreiches Rennen

 

 

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9. Startplatz für #7 (Y) Fredy Barth (CH) im SEAT Leon 2.0 TDI vom Team SEAT Swiss Racing by SUNRED (E) in seinem zweiten Jahr in der WTCC

 

 

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Startplatz 10 für die #25 (Y) Mehdi Bennani (MA) im BMW 320 TC von Proteam Racing (I). Bennani ist traurig darüber, dass sein Heimrennen in Marokko in diesem Jahr nicht stattfindet, er startet im dritten Jahr in der WTCC

 

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Nur Startplatz 11, damit war Tom Coronel (NL) #15 nach dem Qualifying in seinem BMW 320 TC gar nicht zufrieden. Bei seinem Heimrennen wollte er mehr erreichen, besonders nach dem gelungenen Saisonauftakt in Brasilien mit Platz 4 im ersten und Platz 2 im zweiten Rennen. Er startet für das Team ROAL Motorsport (I)

 

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12. Startlatz für die  #74 (Y) Pepe Oriola (E) im SEAT Leon 2.0 TDI für das Team SUNRED Engineering (E). Der 16-jährige darf im Straßenverkehr noch nicht fahren, gilt aber als großes Talent. Für ihn ist es die erste Saison in der Weltmeisterschaft

 

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13. Startplatz für die #30 Robert Dahlgren (S) Volvo C30 im Team Polestar Racing (S). Nach einigen Gaststarts in der WTCC ist der Meister der Skandinavischen Tourenwagen-Meisterschaft in einer “Evaluation-Season” für einen werksseitigen Einsatz ab 2012

 

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14. Startplatz für die #9 (Y) Darryl O’Young (CHN) erstmal im Chevrolet Cruze 1.6T im Team bamboo-engineering (GB). Bis zum letzten Rennen startete man noch im vorherigen Modell, dem Chevrolet Lacetti. O’Young war Gaststarter in der DTM 2010 beim Rennen in Shanghai, er gilt als bester Motorsportler Chinas

 

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Startplatz 15 #4 (Y) mit Aleksei Dudukalo (RUS) im SEAT León 2.0 TDI im Team Lukoil-SUNRED (E). Er kommt aus dem SEAT León Eurocup und ist auch erstmals in der Weltmeisterschaft am Start

 

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16. Startplatz für die #65 (Y) mit Marchy Lee Ying Kin (HK) im BMW 320 TC vom DeTeam KK Motorsport (D) von Team M#anager Kurt Treml. Auch für ihn ist es die erste Saison

 

 

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Startplatz 17 für die #10 (Y) mit Yukinori Taniguchi (J) im zweiten Chevrolet Cruze 1.6T vom Team bamboo-engineering fährt seine zweite Saison

 

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Startplatz 18 für #35 (Y) Urs Sonderegger (CH) im BMW 320 TC aus dem Team Wiechers-Sport (D). Er kommt aus dem SEAT León Eurocup und erfüllt sich einen Lebenstraum in der Weltmeisterschaft zu starten. Er wird wohl nur in den Rennen in Europa am Start sein

 

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19. Startplatz für die #21 (Y) Fabio Fabiani (I) im BMW 320si vom Proteam Racing (I)

 

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20. Platz für #17 – Michel Nykjær (DK) im SEAT León 2.0 TDI aus dem Team SUNRED Engineering (E), er konnte im Qualifying kein Zeit fahren. Er fiel im letzten Jahr durch einige gute Leistungen auf und man darf gespannt sein wie er sich in der Meisterschaft schlagen wird

 

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Auch der junge Javier Villa García (E) #20 vom Proteam Racing (I) im BMW 320 TC konnte wegen technischer Probleme keine Zeit fahren und stand am Ende des Feldes. Das trotzdem mit ihm zu rechnen war zeigte er im morgendlichen Warm Up, als er die schnellste Zeit fuhr, die für Platz 2 gereicht hätte.

 

 

Viele belgische, niederländische und deutsche Motorsportfans waren an die 4 km lange Rennstrecke in Zolder gekommen und sie wurden mir zwei spannenden und sehr engen Rennen unter dem Motto “Real Cars, Real Racing” belohnt.

 

Rennen 1:

Der Start zum ersten Rennen am Sonntag ist wie in der WTCC gewohnt ein fliegender Start. Zum Ende der Einführungsrunde fahren die Fahrzeuge in Formation der Positionen der Startaufstellung. Sobald die Startampel auf grün springt geht die Jagd auf die erste Kurve hin los. Abgesehen von ein paar Remplern kommen auch alle mehr oder weniger gut durch die erst Kurve.

 

 

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Tom Coronel – am Heck seines Fahrzeuges steht: “Eat my Dust”

 

Die ersten fünf habe ihre Plätze verteidigt und fahren in der Reihenfolge der Startaufstellung hinter einander her. Dahinter bereits Michelisz auf sechs und Coronel auf sieben von Startplatz elf, dahinter Fredy Barth. Anfangs der zweiten Runde gehehen Poulsen und dann auch Fredy Barth an Tom Coronel vorbei.

 

 

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Die Titelverteidiger von Chevrolet liegen in Führung

 

 

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In der dritten Runde berühren sich Dudukalo und Taniguchi in der Sterrewachtbocht (T2), der Japaner wird langsam, versucht das Auto wieder in Fahrtrichtung zu bringen als der von hinten kommende Marchy Lee ihm in das fast stehende Auto seitlich hineninfährt.

 

 

Direkt dahinter geraten Bennani und Fredy Barth in der Kanaalbocht (T3) aneinander, der Schweizer dreht sich. Der nachfolgende Tom Coronel muß ausweichen, kommt dadurch am Ende der Bianchibocht (T4) von der Strecke, verliert das Auto, dreht sich auf die Strecke zurück. Franz Engstler versucht auszuweichen, trifft dabei aber in voller Vorbeifahrt den kreiselnden BMW des Niederländers und fährt ihm das rechte Vorderrad ab. Der BMW von Bennani steht schwer beschädigt im Kiesbett.

 

Jetzt muss das Safety-Car auf die Strecke, die ersten zwei Runden dieser Phase werden zur Renndistanz von 13 Runden dazu addiert, so dass jetzt insgesamt 15 Runden zu fahren sind. Nutznießer des Chaos in der Anfangsphase ist der Däne Michael Nykjær, der von ganz hinten losfuhr und jetzt bereits auf Platz 8 liegt.

 

 

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Für Fredy Barth ist das Wochenende nach der Kollision in Rennen 1 vorbei, das Auto wird wohl kein Rennen mehr bestreiten

Jetzt fehlen gleich vier BMW (Coronel, Engstler, Marchy Lee und Bennani) und der SEAT von Fredy Barth, und es wird wohl keiner für Rennen zwei reparabel sein. Nur der Chevrolet von Taniguchi kann mit stark beschädigte Beifahrerseite weiter fahren. Direkt in Runde neun, nach dem Restart geht Muller an Tarquini vorbei und somit liegen die drei Cruze in Führung in der Reihenfolge Huff, Menu und Muller. Dahinter zwei SEAT vor zwei BMW. In der Reihenfolge kommen sie dann nach 15 Runden ins Ziel:

Huff, Menu, Muller, Tarquini, Monteiro, Poulsen, Michelisz, Nykjær.

 

 

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Auf Platz 9 kommt der junge ehemaliger Formel 1-Testfahrer Javier Villa García ins Ziel, auf den letzten Metern konnte er O’Young noch überholen.

 

 

 

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Fuhr ein gutes Rennen – Pepe Oriola

 

 

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Marchy Lee hat seinen BMW nicht heil ins Ziel gebracht

 

 

Rennen 2:

Nach der Siegerehrung, einer Pressekonferenz und einer kurzen Reparaturpause geht es direkt wieder in die Startaufstellung zu Rennen zwei. Am BMW von Franz Engstler wird noch fieberhaft gearbeitet, die Hinterachse liegt noch neben dem Fahrzeug. Somit ist klar, dass die beiden Fahrzeuge aus Startreihe 1, Franz Engstler und Fredy Barth nicht von dort starten können. Die Pole-Position geht somit an den dritten, Gabriele Tarquini vor Huff, Menu und Muller. Mit 15-minütiger Verspätung sollte das Rennen beginnen.

 

 

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Franz Engstler kann doch noch aus der Boxengasse nachstarten

 

 

Noch in der ersten Runde kommt es zu einer Berührung zwischen dem SEAT von Moteiro und dem BMW von Poulsen. Poulsen fliegt dabei ab schlägt in die Mauer ein und verliert dabei ein Rad, wieder ein BMW weniger.

 

Auch wenn Tarquini den Start gewinnen konnte, gefolgt von den drei Cruze, so ging man davon aus, dass spätestens ab Runde drei der SEAT die Chevrolet nicht mehr hinter sich halten kann. Doch der ehemalige Weltmeister überrascht Runde für Runde durch seine Kampflinie mit der er seine Angreifer noch hinter sich halten kann. Immer wieder setzt Huff einen Angriff, muss aber immer wieder zurückziehen. Dahinter folgen Monteiro, O’Young, Oriola, Dahlgren, Nykjær und Tanaguchi. Auch dass die Chevrolet untereinander kämpfen verschafft Tarquini hin und wieder Luft. Doch der Druck wird stärker, aber Tarquini hält Stand.

 

 

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Zu Beginn von Runde sieben fällt Yvan Muller im dritten Cruze plötzlich mit technischem Defekt zurück, er muß an die Box.

  

Jetzt sind es nur noch zwei Verfolger. In Runde 8 setzt Huff einen Angriff, die Fahrzeuge berühren sich, Huff schießt voll durch die Villeneuve-Schikane und geht in Führung. Doch er hat sich wohl sein Fahrzeug beschädigt und muss in der folgenden Kurve Tarquini wieder ziehen lassen. Huff fällt zurück, kann aber weiterfahren. Der dritte Cruze mit Menu hält sich ab da ein wenig zurück, mit den Punkten für Platz 2 kann er wohl die Führung in der Meisterschaft übernehmen. Tarquini schafft es die Führung ins Ziel zu retten. 

 

Zieleinlauf: Start-Ziel-Sieg für Tarquini vor Menu, Monteiro, O’Young, Nykjær, Huff, Dahlgren, Michelisz, Dudukalo und Villa. Franz Engstler wird noch zwölfter und erhält Punkte in der Privatfahrerwertung.

 

 

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Urs Sonderegger, Team Wiechers-Sport auf BMW 320 TC

 

 

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Alain Menu kommt als zweiter ins Ziel und liegt nur einen Punkt in der Gesamtwertung hinter Rob Huff. Dritter ist Tarquini vor Muller, Monteiro und Coronel

 

 

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Norbert Michelisz überzeugte mit seiner Leistung in seinem ersten Rennen in einem BMW

 

 

Die nächsten Termine sind:

  • Rennen 5 & 6 – 14/15 Mai Monza (I)
  • Rennen 7 & 8 – 03/05 Juni Budapest (H)
  • Rennen 9 & 10 – 18/19 Juni Brno (CZ)
  • Rennen 11 & 12 – 01/03 Juli Porto (P)
  • Rennen 13 & 14 – 15/17 Juli Donington (GB)
  • Rennen 15 & 16 – 30/31 Juli Oschersleben (D)
  • Rennen 17 & 18 – 03/04 September Valencia (E)
  • Rennen 19 & 20 – 21/23 October Suzuka (J)
  • Rennen 21 & 22 – 04/06 November Guangdong (CHN)
  • Rennen 23 & 24 – 17/20 November Guia (MAC)

 

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06 4057 · 07 2 · # Samstag, 9. Dezember 2017