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Florence Sitruk gehört zu den wenigen Musikerinnen, die mit internationalem Erfolg für die Harfe als solistisches Instrument eintreten.

Harfenmusik? Das war doch was mit Engel und Feen. Imposante Geschöpfe, in schönenn Gewändern, die die Saiten zwischen ihren Schenkeln zum zittern bringen. Florence Sitruk räumt mit diesem Vorurteil auf. Geboren 1974 als Kind deutsch-französischer Eltern und in Südbaden aufgewachsen, studierte sie Harfe in Paris und an der Indiana University in den USA, parallel dazu Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Freiburg. Prägend für ihre musikalische Sprache war die Begegnung mit György Sebök, dem legendären Pianisten und Pädagogen.


Ihr erstes Konzert gab sie mit acht Jahren, ihr solistisches Debüt 15-jährig mit der Camerata Academica Salzburg unter Sándor Végh. Mittlerweile konzertiert die junge Harfenistin auf vier Kontinenten und wurde von Orchestern wie den Dresdner Philharmonikern, dem Orchester der Oper Kairo, den Freiburger Barocksolisten, den Festival Strings Lucern, dem Stuttgarter Kammerorchester, den Litauischen Philharmonikern und dem Litauischen Kammerorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchester des SWR und dem Festival Orquestra Teatro da Paz in Brasilien wiederholt eingeladen. Sie gab Konzerte in der Berliner Philharmonie, im Rudolfinum Prag, im Metropolitan Museum New York, in der Frankfurter Alten Oper, im Tower 101 Taipei und in anderen renommierten Sälen.

Die in Berlin lebende Künstlerin hat zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen. Sie war die erste nominierte Harfenistin für den Eurovisionswettbewerb für klassische Musik 1992 und gewann 2001 als erste deutsche Harfenistin die Auswahl für das „Debüt im DeutschlandRadio“, das weltweit live aus der Berliner Philharmonie ausgestrahlt wurde. Zuletzt gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Valentino Bucchi“ für die Musik des 20. Jahrhunderts. So arbeitet sie mit György Kurtág, Ami Maayani, Ferenc Farkas oder Bernd Franke zusammen und gab die Uraufführungen maßgeblicher neuer Harfenkonzerte wie das Concerto Symphonique von Ami Maayani 2002 in Heidelberg und das Concertino von Ferenc Farkas 2003 in der Berliner Philharmonie.

Besonders liegt ihr der Harfenvirtuose und Komponist Elias Parish Alvars, Berlioz nannte ihn „Liszt der Harfe“, am Herzen, dem zu Ehren sie ein Festival in seiner Heimatstadt in Devon/Großbritannien ins Leben gerufen hat. Mit nur 26 Jahren wurde sie bereits als eine der jüngsten Gastprofessorinnen Deutschlands an die Musikakademie Vilnius/Litauen berufen, gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, wo sie in ungewöhnlicher Pionierarbeit eine international erfolgreiche Harfenklasse aufbaute. Im Jahr 2004 wurde sie, gerade 30-jährig, als eine der jüngsten Professorinnen ihres Fachs an die Hochschule für Musik in Genf berufen. In der vergangenen Konzertsaison führte sie eine Solorecital-Tournee durch Estland, Lettland und Litauen sowie in die Philharmonie Vilnius mit dem Litauischen Kammerorchester; die aktuelle Saison begann mit Solorecitals und Meisterklassen in Dublin, Singapur, Bangkok, Kuala Lumpur, Hongkong und in der Musikhalle Hamburg. Außerdem gestaltete sie im November 2005 auf Einladung des Goethe-Instituts ein Komponistenportrait für Bernd Franke in Vilnius. Vor kurzem debütierte Florence Sitruk mit großem Erfolg bei Gidon Kremers Basler Festival Les Musiques.

Florence Sitruk – am Sa. 04.11.06 um 20 Uhr in der Sparkasse Wiehl

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden. Eintritt: Erwachsene: 17,60 €, ermäßigt: 11,- €

 


 

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06 4722 · 07 5 · # Dienstag, 12. Dezember 2017