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VfL Gummersbach – FRAM Reykjavik 38:29 (19:14)





Fotos: Christian SaSSe – [ Das Duell der Torjäger: Gudjon Valur Sigurdsson (l.) vs. Johann Einarsson (r.) ]

Der VfL Gummersbach mischt weiterhin die Champions League auf. Mit einer schneeweißen Weste verließ der VfL auch diesmal die Halle in Leverkusen. Nach der Bundesliga-Pause, in der sich die Nationalspieler des VfL Gummersbach auf Lehrgängen ihrer nationalen Verbände befanden oder am Länderturnier “World Cup” teilnahmen, stand nun die nächste Herausforderung in der Champions League an.

Am gestrigen Donnerstag kam der isländische Vertreter FRAM Reykjavik in die Leverkusener Wilhelm-Dopatka-Halle. Der VfL Gummersbach hatte sein Weiterkommen ins Achtelfinale bereits gesichert, musste aber nach wie vor mit voller Konzentration spielen, um den Tabellenplatz 1 der Gruppe F gegen den Verfolger, Celje Pivovarna Lasko aus Slowenien, zu verteidigen.





Beim VfL überzeugte Gudjon Valur Sigurdsson mit acht Toren gegen seine Landsleute.

Der Gruppensieg garantiert die Zulosung eines Gruppenzweiten im Achtelfinale und das Heimrecht im Rückspiel. Das Hinspiel in Reykjavik gewann der VfL Gummersbach mit 38:26 (14:13), die Mannschaft von VfL-Trainer Alfred Gislason sollte sich also nicht auf ihrer Rolle als Favorit ausruhen.

VfL Trainer Alfred Gislason warnte vor dem Spiel: “Die sehr junge Mannschaft von FRAM spielt einen schnellen Handball und war dicht daran, vor kurzem sogar Celje zu schlagen. Wer Celje bei uns gesehen hat, weiß, welche Qualität man haben muss, um nur knapp mit 30:33 zu verlieren. FRAM hat an diesem Tag eine erstklassige erste Halbzeit gespielt und konnte sogar mit vier bis fünf Toren führen. Die Isländer kämpfen immer, sie geben nie auf.

Aber wenn wir unsere normale Leistung bringen, haben sie keine Chance. Sie wollen uns natürlich am Donnerstag überraschen. Aber wir werden sie nicht unterschätzen. Wir wollen in Leverkusen natürlich auch attraktiven Handball zeigen und Werbung für weitere mögliche Spiele dort machen.“



Sechs Treffer steuerte Vedran Zrnic bei. 

Dennoch verlief die Anfangsphase des Spiels alles andere als gut für Oberbergs Handballer. Das schnelle Spiel der Gäste stellte vor allem die sonst so gewohnt sichere VfL Deckung vor sichtliche Probleme. Immer wieder gelang es den Isländern über die schnellen Außen zu Toren zu kommen. Dazu wurde VfL Star Sigurdsson in den ersten 10 Minuten der Partie geschont. So schauten die 2.017 Zuschauer in der Leverkusener Wilhelm Dopatka Halle nicht schlecht, als Reykjavik nach 12 Minuten einen zu diesem Zeitpunkt verdienten vier Tore Vorsprung (6:10) herausgespielt hatten.



Ebenfall mit sechs Treffern war Daniel Narcisse dabei. In der 10. Minute kommt Sigurdsson für Narcisse nach einem bösen Faul. 

Doch die Freude der Gäste sollte nicht lange dauern. Ab der 15. Minute bekam der VfL das Spiel immer besser in den Griff. Vor allem der Wechsel im Gummersbacher Tor, “Eros” Ramota kam für den bis dahin glücklos aggierenden Nandor Fazekas und gab der VfL Deckung den nötigen Rückhalt. Am Ende der ersten Halbzeit hatte das Team von Alfred Gislason den vier Tore Rückstand in eine 19:14 Führung umgemünzt.




Mit “Eros” (Christian Ramota) im Tor bekam der VfL wieder halt. Mit insgesamt 10 Paraden glänzte er auf dem Platz.



Am Anfang der zweiten Halbzeit konnten die Isländer zwar nochmal verkürzen und waren bis auf drei Tore dran, der VfL hatte die Gäste aber dennoch sicher im Griff und konnte in einer insgesamt glanzlosen Partie an Ende einen ungefährdeten 38:29 (19:14) Sieg einfahren.



Fotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

Gudlaugur Arnarsson (2) trumpfe bei seiner Premiere im blau-weissen Trikot in der Abwehr gegen seine Landsleute in Weiss auf. Als der VfL neulich in Reykjavik spielte, saß er im Publikum. Davon, dass er wenig später selbst ein Gummersbacher sein würde, hatte er aber noch nicht die geringste Ahnung. Nun ist Gudlaugur Arnarsson für den verletzten Sverre Jakobsson in der Abwehr eingesprungen, der VfL hat ihn bis Anfang Januar vom isländischen Erstligisten Fylkir Reykjavik ausgeliehen.

Sie nennen ihn „Gulli“ (ausgesprochen: „Gülli“), und er hat bereits im Training bewiesen, dass er für die Angreifer ein hartnäckiger Gegenspieler ist, wenn er im Mittelblock Momir Ilic entlastet.



Sehr “auffälliger Spieler” der 1,74 m “kleine” Sigfus Pall Sigfusson  (15) bei Reykjavik. Sie nennen ihm liebevoll “Siffi”.



Rund 2.000 Zuschauer kamen in die Wilhelm-Dopatka-Halle nach Leverkusen.



Bester Reykjaviker Werfer war Johann Einarsson (22) mit zehn Toren, davon sechs Siebenmetern. 



Ein Temperamentsbündel (19) Björgvin Pall Gustavsson.



Gummersbachs “Lazeretbank der Langzeitkranken”: Francois-Xavier Houlet, Sverre A. Jakobsson, Denis Zakharov und Goran Stojanovic.

Trainerstimmen aus der Pressekonferenz:



Alfred Gislason (VfL Gummersbach):  “Das Spiel ist gelaufen, wie ich es erwartet habe. FRAM gibt immer kämpferisch alles. Unser Problem in der ersten Hälfte war, dass der Angriff zu langsam den Ball spielte und die 6-0 Deckung von FRAM so alles im Griff hatte. Ilic und Alvanos waren müde nach der harten Woche bei der Nationalmannschaft. Die frischen Spieler haben ihre Chance genutzt, so lief es für uns gut. Wichtig war die gute Leistung von Christian Ramota vor der Pause. Nandor Fazekas hatte schlecht begonnen, aber ihm fehlte auch die Unterstützung, denn anfangs war unsere Abwehr zu passiv. Daniel Narcisse war wieder überragend. Am Ende war der Sieg verdient. Ich habe versucht, alle spielen zu lassen. Ich war froh, dass ich heute die stark belasteten Spieler so etwas schonen konnte.”

Gudmundur Gudmundsson (FRAM Reykjavik):  “Glückwunsch an den VfL, der Sieg war verdient. Wir haben trotz der Niederlage teilweise sehr gut gespielt. Vor allem in der ersten Halbzeit, bis dann der VfL ein sehr hohes Tempo ging und dann konnten wir nicht mehr mithalten. Anschließend hat der VfL seine Stärken gezeigt. Unsere junge Mannschaft hat wichtige Erfahrungen gesammelt.”

Torschützen

# Spieler Tore Quote 7m Quote
22 Gudjon Valur Sigurdsson 8/11 73% 0/0 0%
11 Daniel Narcisse 6/10 60% 0/0 0%
28 Milan Vucicevic 4/8 50% 0/0 0%
31 Jörg Lützelberger 4/4 100% 0/0 0%
3 Bennet Wiegert 3/8 38% 0/0 0%
77 Vedran Zrnic 6/8 75% 3/3 100%
13 Momir Ilic 3/4 75% 1/1 100%
21 Alexis Alvanos 2/4 50% 0/0 0%
18 Robert Gunnarsson 1/1 100% 0/0 0%
19 Michael Spatz 1/1 100% 0/0 0%
2 Gudlaugur Arnarsson 0/0 0% 0/0 0%

 

# Torwart Paraden 7m Paraden
16 Christian Ramota 10 0
1 Nandor Fazekas 5 0

Strafzeiten

# Name 2min Gelbe Rote
2 Gudlaugur Arnarsson 6 0 1
21 Alexis Alvanos 4 0 0
3 Bennet Wiegert 2 0 0
22 Gudjon Valur Sigurdsson 2 0 0
31 Jörg Lützelberger 2 0 0
13 Momir Ilic 0 0 0
11 Daniel Narcisse 0 0 0
77 Vedran Zrnic 0 0 0
28 Milan Vucicevic 0 0 0
18 Robert Gunnarsson 0 0 0
16 Christian Ramota 0 0 0
1 Nandor Fazekas 0 0 0
19 Michael Spatz 0 0 0

 


 

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06 2276 · 07 3 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017