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Wladimir Klitschko im Interview!

Ich war vier Tage in der Hölle… Das Interview fand in dem Düsseldorfer Hotel statt, in dem sich der dreifache Champion derzeit aufhält.

Wladimir Klitschko
Einen Tag nach der krankheitsbedingten Absage seines WM-Fights (wir berichten ausführlich) gegen Jean-Marc Mormeck hat Wladimir Klitschko RTL am Dienstag ein Interview gegeben, in dem er sich zu den Qualen der vergangenen Tage und seinen weiteren Plänen äußerte. Das Interview fand in dem Düsseldorfer Hotel statt, in dem sich der dreifache Champion derzeit aufhält. Archivfotos: Foto+TV Agentur NTOi.de – Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de

 

 

Wladimir Klitschko im Interview
Wladimir, wenn ich Sie mir so anschaue, Sie sehen gut aus. Wie fühlen sie sich?

Wladimir Klitschko: „Ich fühle mich gut. Den Kampf zu verschieben war aber genau die richtige Entscheidung. Die Gesundheit geht vor. Ich wäre für diesen Kampf am Samstag nicht hundertprozentig fit gewesen. Es tut mir für die Boxfans sehr leid, die sich auf den 10. Dezember gefreut haben. Der Kampf wurde aber nicht endgültig abgesagt sondern nur verschoben.“

 

Am Sonntag mussten Sie Ihren Auftritt beim RTL-Jahresrückblick mit Günther Jauch in letzter Sekunde absagen. Wie groß waren die Schmerzen?

„Glauben sie mir – ich habe schon einiges erlebt. Ich musste leider kurzfristig bei Günther Jauch absagen. Es war unmöglich bei dem Interview dabei zu sein. Es kam total plötzlich, der Schmerz ist unberechenbar und unkontrollierbar. Der Zustand kann sich jederzeit ändern. Die Gesundheit ist am Wichtigsten. Man kann nur gesund in einen Kampf gehen. Der Rest wird in nächster Zeit geklärt. Im März werde ich voraussichtlich wieder aktiv sein. Darauf freue ich mich schon wieder.“

 

Ihr behandelnder Arzt hat gesagt, dass diese Schmerzen schlimmer als die bei einer Kindesgeburt sind. Wie haben sie die Schmerzen empfunden?

„Meine Mutter hatte auch schon mal einen Nierenstein. Sie meinte, dass die Geburt einfacher war als dieses Problem. Ich kann das nicht wirklich vergleichen. Ich habe vor jeder Frau großen Respekt, die ein Kind zur Welt bringt. Dieser Eingriff ist definitiv nicht zu unterschätzen. Jeder der diese Schmerzen schon mal hatte, weiß wovon ich rede. Die Schmerzen sind schwer zu beschreiben. Ich bin in den letzten vier tagen in der Hölle gewesen. Ich freue mich, dass ich jetzt wieder interviewfähig bin.“

 

Sie sind am Freitag in Innsbruck und am Samstag in Düsseldorf jeweils unter Vollnarkose operiert worden. Haben sie wirklich daran geglaubt, dass sie es bis zum Kampf am 10. Dezember schaffen würden?

„Ich habe bis zur letzten Sekunde daran geglaubt. Leider gab es ein paar Komplikationen. Ich hoffe, dass der Genesungsprozess in den nächsten Stunden und Tagen noch besser wird und ich Weihnachten und Sylvester genießen kann.“

 

Ihr Gegner Jean-Marc Mormeck war natürlich sehr enttäuscht, aber auch verständnisvoll. Wie enttäuscht sind Sie selber, dass der Kampf nicht stattfindet?

„Ich kann auf Deutsch gar nicht ausdrücken, wie enttäuscht ich bin. Man kann es leider nicht ändern, man kann es nur als Lebenserfahrung mitnehmen. Schon vor einem Jahr musste ich leider auch einen Kampf absagen. So ist das im Leben und im Sport manchmal. Wenn man am Ende des Tages als Verlierer aus dem Ring geht, interessiert es niemanden, ob man nicht hundertprozentig fit ist. Wenn ich im Ring stehe, will ich zu hundert Prozent bereit sein.“

 

Wo befindet sich jetzt dieser Nierenstein?

„Der ist für weitere Untersuchungen eingeschickt worden um sicher zu gehen, dass nicht noch etwas Ernsteres ist.“

 

Wie lange werden Sie noch in ärztlicher Behandlung bleiben?

„Das kann ich nicht sagen, das hängt vom Gesundheitszustand ab. Ich bin im Moment noch unter voller ärztlicher Kontrolle und bin in der finalen Phase. Ich bin mit der Uni-Klinik Düsseldorf sehr zufrieden, die haben alles gegeben und machen eine super Arbeit. Für den Kampf hat es leider nicht gereicht. Ich freue mich auf das Leben ohne Schmerzen.“

 

Am Freitag boxt Gennady Golovkin, den die Klitschko Management Group auch unter Vertrag genommen habt, hier in Düsseldorf. Sind Sie bis zu diesem WM-Kampf im Mittelgewicht noch in Düsseldorf?

„Es ist mein Ziel, ihm am Freitag am Ring die Daumen drücken zu können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er gewinnt.“

 

Was können Sie zu Gennady Golovkin sagen?

„Gennady Golovkin kommt aus Kasachstan und ist ein unglaublich talentierter Boxer, der jetzt um den WBA-WM-Titel im Mittelgewicht boxt. Er spricht fließend Deutsch und Englisch und macht einen richtig guten Eindruck. Ich bin mir sicher, dass er im Mittelgewicht Felix Sturm gegenüber ein guter Herausforderer ist und in diesem Kampf den Ring als Sieger verlässt.“

 

Wladimir, wie sehen die Planungen für 2012 aus, nachdem Sie in diesem Jahr nur einmal boxen konnten?

„Ich schaue positiv in die Zukunft. Ich bin auf das nächste Jahr sehr gespannt, weil wir viele sportliche Events haben. Zum einen unsere Boxkämpfe, zum anderen die Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine und Polen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich möchte im nächsten Jahr nicht so lange pausieren wie in diesem Jahr. Ich hoffe wirklich, dass ich im März wieder im Ring stehen kann.“

 

Wie sieht die Planung für Weihnachten und Sylvester aus?

„Ich habe ganz ehrlich derzeit keine Ahnung. So weit bin ich noch nicht. Ich denke, ich werde die Tage mit der Familie verbringen. Es ist noch ein bisschen Zeit zur Planung.

 

 

Quelle: RTL

 

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06 2276 · 07 2 · # Sonntag, 10. Dezember 2017