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Celje Pivovarna Lasko – VfL Gummersbach 31:29 (15:16)


Archivfotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ] – Bester Werfer der Gummersbacher in dem hochklassigen Spiel war Vedran Zrnic mit zehn Treffern.

Die berüchtige Dvorana Zlatorag bebte, 6000 fanatische slowenische Fans veranstalteten einen Höllenlärm. Drei Minuten vor dem Ende hatten sie eigentlich alle Hoffnungen begraben, dass es für Celje doch noch zum Gruppensieg in der Champions League reichen könnte. Der VfL führte mit 27:29 und sah wie der sichere Sieger aus. Doch zwei Hinausstellungen des französischen Schiedsrichtergespanns machten dieses entscheidende Duell wieder spannend.

Nach Gudlaugur Arnarsson musste auch Momir Ilic auf die Bank, in Überzahl nutzte Celje den freien Raum und glich nicht nur aus, sondern warf sechs Sekunden vor dem Ende sogar das 31:29. Beim anschließenden Anwurf leistete sich Momir Ilic einen Fehlpass auf Vedran Zrnic, doch der letzte Wurf von der Mittellinie brachte keine Gefahr mehr für das Tor von Goran Stojanovic. Dass ein weiterer Treffer den Slowenen die Tabellenführung gebracht hätte, wäre wohl als Gesamtergebnis nicht gerecht gewesen. Gummersbach hatte fast immer geführt und war die bessere Mannschaft. Das spürte wohl der harte Kern der Celje-Fans. Als nach dem Schlusspfiff auch die erschöpften Gummersbacher sich vor der gelben Wand von 2000 Menschen für die großartige Stimmung bedankten, feierte der Hardcore-Block auch die Verlierer im Chorgesang mit "Gummersbach! Gummersbach!"

Vorausgegangen war eine Neuauflage des Leverkusener Handballspektakels. Großartige Angriffsszenen, verbissene Abwehraktionen und wieder zum teil unglaubliche Reflexe der Torhüter machten dieses Spiel zu einem Spektakel der besonderen Art, das durch die leidenschaftlichen slowenischen Fans für alle Beteiligten wohl ein großes Erlebnis war.


Gummersbachs Rückraum-Star Daniel Narcisse erzielte gegen Celje fünf Treffer!

Der VfL konnte sich schon in den ersten Minuten auf einen bärenstarken Torwart verlassen. Nandor Fazekas war es zu verdanken, dass die Gummersbacher über 4:6 und 5:8 nach einer Viertelstunde auf 5:10 weggezogen waren. Celjes Trainer Kasim Kamenica nahm eine Auszeit, stellte seine Deckung von einem 3-2-1-System auf 5-1 um und sorgte für etwas Verwirrung. Innerhalb von fünf Minuten stand es 11:11, dann erinnerte VfL-Trainer Alfred Gislason seine Spieler eine Minute auf dem Feld an die taktischen Antworten. Die verstanden die Ansprache und erkämpften sich bis zur Pause wieder einen knappen Vorsprung, obwohl sie in dieser Phase viel Wurfwech hatten.

Auch im zweiten Abschnitt ging es hin und her. Celje wechselte die gesamte internationale Garde ständig und kämpfte sich nach dem 19:23 (44.) wieder heran. Nach dem 24:24 (50.) schien es so zu laufen wie immer. Der VfL legte den Turbo ein und setzte sich in den letzten Minuten wieder mit zwei Toren ab, bevor nach dem 27:29 die Zeitstrafen für ungleiche Verhältnisse sorgten.

Nach der Schlusssirene war der Jubel im Gummersbacher Team natürlich grenzenlos, die knappe Niederlage wurde wie ein Sieg gefeiert. Für das Achtelfinale im Dezember hat der VfL nun das Heimrecht für das Rückspiel, das wahrscheinlich am 9. Dezember in der Wilhelm-Dopatka-Halle in Leverkusen stattfindet.

VfL-Trainer Alfred Gislason: "Ich freue mich natürlich riesig über den Gruppensieg. Es war natürlich eng in diesem Hexenkessel, aber es war insgesamt verdient. Die Deckung stand heute sechzig MInuten wirklich super, dazu hatten beide Torhüter wieder einen starken Tag. In der zweiten Hälfte haben wir zwar einige Fehler gemacht, haben aber am Ende nur durch die Zeitstrafen verloren. Nach dem Time-Out von Celje in der 15. Minute haben wir leider im Kopf die taktische Umstellung zunächst nicht realisiert. Da machten wir in dieser Phase Geschenke. Dazu kam dann die Verletzung und der Ausfall von Alexis Alvanos, der hat wahrscheinlich eine Zerrung. Allerdings hat Milan Vucicevic auf dieser Position sehr gut gespielt. Wir waren insgesamt die klar bessere Mannschaft. So eng wie das Ergebnis war es nicht. Es war eine tolle Mannschaftsleistung, aber besonders stark spielten heute wieder die Torleute und Vedran Zrnic und wie immer Daniel Narcisse. Gefreut hat mich auch die gute Leistung von Gudlaugur Arnarssson in der Deckung."

Torschützen:

# Feldspieler Tore Quote 7m Quote
77 Vedran Zrnic 10/10 100% 2/2 100%
11 Daniel Narcisse 5/5 100% 0/0 0%
28 Milan Vucicevic 4/4 100% 0/0 0%
18 Robert Gunnarsson 3/3 100% 0/0 0%
22 Gudjon Valur Sigurdsson 3/3 100% 0/0 0%
21 Alexis Alvanos 2/2 100% 0/0 0%
31 Jörg Lützelberger 1/1 100% 0/0 0%
3 Bennet Wiegert 1/1 100% 0/0 0%
2 Gudlaugur Arnarsson 0/0 0% 0/0 0%

# Torwart Paraden 7m-Paraden
1 Nandor Fazekas 17 0
12 Goran Stojanovic 3 0

Strafzeiten

# Name 2min Gelbe Rote
2 Gudlaugur Arnarsson 4 0 0
22 Gudjon Valur Sigurdsson 2 0 0
11 Daniel Narcisse 0 0 0
1 Nandor Fazekas 0 0 0
77 Vedran Zrnic 0 0 0
18 Robert Gunnarsson 0 0 0
21 Alexis Alvanos 0 0 0
28 Milan Vucicevic 0 0 0
31 Jörg Lützelberger 0 0 0
3 Bennet Wiegert 0 0 0
12 Goran Stojanovic 0 0 0

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Text: VfL Gummersbach / Archivfotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

 


 

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06 1252 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017