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Vereins EM 2006!

VfL Gummersbach – TBV Lemgo 34:33 (19:18)


 Fotos: Peter Grau [ Fotoagentur NTOi.de ]

 

Kölnarena – Perfekte Handballunterhaltung wurde im ersten Halbfinale der Vereinseuropameisterschaft geboten. Die Bundesligarivalen lieferten sich einen Krimi der besonderen Art, denn dramatischer und spannender kann dieser Sport nicht präsentiert werden.

Und da nach dem Showdown der VfL auch noch als strahlender Sieger gefeiert werden konnte, waren 10.879 Fans in der Kölnarena natürlich restlos begeistert.

 

Als Lemgos Nationalspieler Christian Schwarzer nach 55:44 Minuten eine Zweiminutenstrafe erhielt und Alexis Alvanos die Überzahl mit einem schnellen Tor zur 33:31 Führung nutzte, schien der VfL in der Schlussphase auf der Siegerstraße zu sein. Doch Lemgo glich noch einmal mit dem starken Tamas Mocsai und Markus Baur (Foto links) aus.

Es waren exakt 58:12 Minuten gespielt, als bei den Gästen jetzt Asgeir Halgrimsson eine Zeitstrafe erhielt. Aber anschließend vergab VfL-Rechtsaußen Vedran Zrnic an diesem Abend seinen zweiten Siebenmeter, jetzt waren die Ostwestfalen im Ballbesitz und im Vorteil.

Die Uhr zeigte 58:48 Minuten, da hatte VfL-Keeper Goran Stojanovic (Archivfoto rechts) seinen großen Auftritt.

Markus Baur, mit 11 Toren bester Schütze der Gäste an diesem Tag, scheiterte ebenfalls zum zweiten Mal. in diesem Duell mit einem Siebenmeter.

Die Halle tobte und in Überzahl behielt Momir Ilic die Nerven, 37 Sekunden vor der Sirene sorgte der Gummersbacher Rückraumspieler für die Entscheidung. Der letzte Angriffsversuch Lemgos blieb in der Abwehr hängen. Der Rest war nur noch Jubel.

Schon in der torreichen ersten Halbzeit konnte sich kein Team absetzen. Der VfL begann mit Alexis Alvanos, der offenkundig ohne Beschwerden in der gewohnten Art den Ball schnell machte.

Lemgo ersetzte den verletzten Florian Kehrmann auf der Rechtsaußenposition durch den Isländer Asgeir Halgrimsson, der allerdings zu keiner Zeit die Torgefährlichkeit des deutschen Nationalspielers ausstrahlte. 5:3 führte der VfL nach fünf Minuten, doch einer einer Viertelstunde hatten die Gäste wieder zum 11:11 ausgeglichen.

Nach dem 17:19 nahm VfL-Trainer Alfred Gislason eine Auszeit, zu sorglos und ohne den letzten Einsatz hatte die Gummersbacher Abwehr immer wieder Lücken offenbart.

Nach dem 13:15 gab es dann den erhofften Zwischenspurt, mit vier Toren in Folge drehte der VfL den Spieß zum 17:15 um.

Da aber mit Nandor Fazekas und Goran Stojanovic beide Torhüter zunächst nicht ihren besten Tag hatten, schaffte Lemgo bis zur Pause wieder den Anschluss.

Hin und her ging es auch in der zweiten Hälfte. Jetzt hielt auch Christian Ramota einige wichtige Bälle, so dass das Spiel lange auf der Kippe stand.

Über 22:22, 25:25 und 29:29 blieb es spannend, bis der VfL nach dem 31:29 mehrere Male die Chance zum Dreitoreabstand nicht nutzen konnte.

Das Ende ist bekannt. Der VfL hatte erfolgreich Revanche genommen für die Niederlage in der Bundesliga.

Trainerstimmen:

Volker Mudrow ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.


Volker Mudrow (TBV Lemgo):

Es war ein hart umkämpftes und gutes Spiel. In der zweiten Halbzeit ließen bei uns die Kräfte nach.

Da machte sich das Spiel in Kronau noch bemerkbar. Ich bin aber nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.

Die Statistik zum Spiel im PDF-Format

Alfred Gislason (VfL Gummersbach):

Ich freue mich sehr, dass wir dieses Halbfinale gewonnen haben. Das Finale wird jetzt ein großes Erlebnis. Es war ein hart umkämpftes Spiel mit vielen Fehlern. Beide Mannschaften wollten ins Finale, das hat man gesehen. Ich hoffe jetzt auf eine noch vollere Kölnarena.

Ich habe schon im Vorfeld gesagt, dass Ciudad ins Finale kommt. Wir werden am Sonntag alles geben, wir müssen aber auch besser spielen. Ciudad ist natürlich Favorit. Medvedi war für mich vierzig Minuten die klar bessere Mannschaft, sie haben verpasst, den Vorsprung auszubauen. Gegen Sterbik haben sie am Ende die Nerven verloren. Moskau ist nach meiner Ansicht noch besser, denn sie haben ihren besten Rückraumspieler zuhause gelassen.

… weiter Emotions aus der Kölnarena von unserem Fotografen Peter Grau:

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Linktip: Vereins EM 2006! BM Ciudad Real – Chehovski Medvedi 37:34 (16:21)

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Text / Statistik: VfL Gummersbach

Fotos: Peter Grau [ Fotoagentur NTOi.de ]

 


 

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06 2518 · 07 2 · # Sonntag, 17. Dezember 2017