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BM Ciudad Real – Chehovski Medvedi 37:34 (16:21)



Fotos: Peter Grau [ Fotoagentur NTOi.de ]

Kölnarena – Die Inszenierung des Handballspektakels hätte auch in Teil 2 nicht besser sein können. Dank einer famosen Leistungssteigerung des spanischen Weltklasseensembles in der letzten Viertelstunde wurde das Traumfinale der Vereinseuropameisterschaft Wirklichkeit.

Während der Pokalsieger aus Russland nach dem 30:30 in der 52. Minute sein Tagewerk irgendwie verrichtet hatte und jegliche Aktivitäten einstellte, drehte Ciudad Real auf und verzauberte das Kölner Publikum.



Fotos: Peter Grau [ Fotoagentur NTOi.de ]

Torwart Arpad Sterbik, dessen Klasse ihn schon mal zum Welthandballer werden ließ, vernagelte sein Rechteck und angetrieben auf dem Spielfeld von Trainer Talant Dujshebaev machte die internationale Weltauswahl des spanischen Meisters ernst und zog nach dem 31:31 innerhalb von fünf Minuten auf 36:31 weg.

Den Startschuss zum atemberaubenden Finale hatte der beste Rechtsaußen der Welt gegeben, Mirza Dzomba brillierte mit zwei Kunsttreffern, die auf den Rängen Begeisterungsstürme auslöste.

So gab es am Ende keine Zugabe für extreme Stimmungslagen, nach 55 Minuten war in diesem zweiten Halbfinale alles gelaufen.

Danach hatte es aber vierzig Minuten nicht ausgesehen. Medvedi imponierte nach ausgeglichenem Beginn mit hoher Effektivität im Angriff.

Die aggressive und offensive Abwehr kam ohne Spezialistenwechsel aus und so führte der Außenseiter plötzlich mit 9:14.

Der körperlich starke Mittelblock war nicht zu überwinden, Gegenstöße aus dem Bilderbuch überraschten auch die Spanier. Der wurfgewaltige Alexey Rastvortsev und Spielmacher Vitaly Ivanow ließen die Defensive der Iberer teilweise schlecht aussehen.

Daran änderte sich zunächst auch in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte nichts. Traumhandball bot bis dahin nur Medvedi, über 14:19 und 16:21, 18:24 (35.) nahm das Spiel eine Entwicklung, mit dem keiner gerechnet hatte.

Fotos: Peter Grau [ Fotoagentur NTOi.de ]

Doch beim 19:25 vergab Linksaußen Timur Dibirov eine Riesenmöglichkeit nach einem Gegenstoß. Und da sich mit Sirahei Rutenka einer der besten Rückraumspieler von Ciudad verletzte und ausschied, schien trotzdem alles gelaufen.

Schien wohlgemerkt, denn jetzt dokumentierte der aktuelle Champions-League-Sieger eindrucksvoll, warum die Einschätzung der Fachwelt, die beste Mannschaft der Welt zu sein, kein Zufall ist.

Medvedi baute ab, weil der Nachschub von der Bank das Niveau nicht halten konnte. Ciudad legte dagegen mit der “zweiten” Garnitur den höheren Gang ein und machte Appettit auf das Finale gegen den VfL.



Trainerstimmen:

Vladimir Maximov (Chehovski Medvedi):

Gegen Ciudad ist es sehr schwer zu spielen. Wir haben etwa sechzig bis achtzig Prozent unserer Möglichkeiten gezeigt.

Wir hatten aber am Ende nicht genügend Spieler, um gegen so einen Gegner zu gewinnen. Das Spiel hatte eine hohe Qualität.

Für uns war es eine große Erfahrung…

Die Statistik zum Spiel im PDF-Format

(Link zur Zeit defekt! Datenquelle VfL-Gummersbach)

Raul Gonzales (Ciudad Real):

Wir sind nur sehr schwer ins Spiel gekommen. Die offensive Abwehr des Gegners war gut und machte uns in der ersten Halbzeit Probleme.

Nach der Pause war auch unsere Abwehr aggressiver und wir haben uns im Angriff gesteigert.

Die zweite Garde der Russen war nicht so stark wie unsere. Wir konnten uns am Ende verbessern, der Gegner nicht.

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Linktip: Vereins EM 2006! VfL Gummersbach – TBV Lemgo 34:33 (19:18)

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Text / Statistik: VfL Gummersbach

Fotos: Peter Grau [ Fotoagentur NTOi.de ]

 


 

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06 1754 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017