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Versprochene Bauzeit und Kosten wurden eingehalten

Siegen (straßen.nrw). Nordrhein-Westfalens größtes Straßenbauprojekt der vergangenen Jahre hat heute [Grafik: Lageplan](Freitag, 1.12.) sein offizielles Ende gefunden. Nach viereinhalb Jahren Bauzeit gaben Vertreter von Bund und Land 15 neue Kilometer Straße südlich von Olpe frei. Die A4 wurde um sechs Kilometer vom Autobahnkreuz Olpe-Süd nach Osten verlängert, die B54 schließt mit neun weiteren neuen Kilometern an.

Rund 130 Millionen Euro haben die Arbeiten nach Angaben des Landesbetriebes Straßenbau NRW gekostet. Damit habe man den angepeilten Kostenrahmen eingehalten. Eine große Herausforderung für die Ingenieure war die Topografie: Acht Talbrücken mussten gebaut werden, Höhenunterschiede von 200 Metern wurden überwunden.

“Die neuen Straßen lassen die Kreise Olpe und Siegen und damit die Regionen Sauerland und Siegerland enger zusammenrücken”, sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke. “Die Verbindungen über die A4 nach Köln und über die A45 nach Dortmund und Frankfurt sind optimiert worden, das stärkt die Wirtschaft und den Tourismus.” Die umliegenden Orte würden vom Durchgangsverkehr entlastet.

Straßen.NRW-Geschäftsführer Harald Friedrich Austmeyer verwies auf die kurze Bauzeit. “Mit modernem Projektmanagement haben wir an allen Streckenabschnitten parallel gearbeitet. So konnten wir die versprochene Bauzeit einhalten.” Immerhin habe man zwei Millionen Kubikmeter Boden bewegt. Das entspreche dem Rauminhalt der Cheops-Pyramide. “Durch unser ausgeklügeltes Baustraßenkonzept konnten wir zudem die Belästigung der Anwohner während der Arbeiten auf ein Minimum reduzieren.”

Das größte Bauwerk im Bereich der neuen Strecke ist die Talbrücke “Elben”. Sie ist 430 Meter lang und bis zu 57 Meter hoch. Wegen des starken Gefälles von 4,75 Prozent und der vielen Kurven hat die Straßen.NRW-Niederlassung Siegen in die A4 und die B54 zwei Taumittelsprühanlagen eingebaut. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur wurden 130 Hektar Wald neu angelegt. Das entspricht etwa 260 Fußballplätzen. Die neuen Grünflächen entlang der Straßen summieren sich zusätzlich auf 45 Hektar. Angepflanzt wurden ausschließlich einheimische Laubhölzer.

Acht “Regenrückhaltebecken” wurden angelegt, damit das Wasser von der Straße ordnungsgemäß abläuft. Kreuztal erhielt eine 370 Meter lange Lärmschutzwand. Weitere 2.950 Meter Lärmschutzwälle wurden angelegt. Die gesamte Baumaßnahme wurde in 25 Baulose unterteilt, um einheimischen, mittelständischen Firmen die Möglichkeit zu geben, am Vergabeverfahren teilzunehmen.

Das Planfeststellungsverfahren begann 1983. Der Planfeststellungsbeschluss für die Autobahn und die B54 datiert vom 13. August 1997. Bis zur Bestandskraft am 29. Januar 2001 dauerte es weitere dreieinhalb Jahre. Der erste Spatenstich war am 30. Mai 2002.

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Quelle: Bernd A. Löchter (straßen.nrw)

 


 

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06 1219 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017