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Vitali Klitschko wird am 8. September in Moskau gegen Manuel Charr kämpfen. Zur Pressekonferenz im Moskau am 16.07.2012 konnte er wegen Einreiseproblemen leider nicht teilnehmen. Die erste Runde im Kampf um den WBC-Schwergewichtsgürtel von Champion Vitali Klitschko am 8. September in Moskau hat Herausforderer Manuel Charr bereits verloren. Am Wochenende schaffte es der 27-jährige, die aktuelle Nr. 7 der WBC-Weltrangliste nicht, rechtzeitig in die russische Metropole zu gelangen, wo am Montag die 1. offizielle Pressekonferenz angesetzt war. Am Samstag hatte es Charr zwar noch geschafft, unbehelligt nach England zu reisen, um dort als TV-Experte den Kampf zwischen David Haye und Derek Chisora zu kommentieren. Doch seine verzweifelten Bemühungen, den für die Einreise nach Russland nötigen Stempel für das Einreisevisum zu bekommen, scheiterten am Ende. Die Pass war irgendwo zwischen Botschaften und Konsulaten hängengeblieben, eine schriftlich erteilte Sondergenehmigung wollten die Zollbehörden am Londoner Flughafen nicht akzeptieren, obwohl Charr bereits eine Bordkarte für seinen Flug nach Moskau ergattert hatte. „Es tut mir leid, Mister Klitschko, Entschuldigung“, rief er auf der Pressekonferenz live über Mobiltelefon dem Titelverteidiger zu und sorgte anschließend für ein wenig Gelächter, als er den russischen Journalisten zurief: „Ich liebe Russland! Ich bin ein Russe aus Syrien.“ Vitali Klitschko war alles andere als amüsiert über das Fehlen seines Kontrahenten, der nur als Pappfigur auf dem Podium stand: „Ich hoffe, es ist das letzte Mal, dass er so ein Pech hat.“ KMG-Geschäftsführer Bernd Bönte wurde da deutlicher: „Das war absolut dilettantisch und unprofessionell von Manuel Charr und seinem Team, denn wir haben ihnen schon lange vorher gesagt, dass sie sich rechtzeitig um die Visa-Angelegenheiten kümmern müssen.“ Foto: RTL

 

Vitali Klitschko gegen Manuel Charr – das bedeutet jugendlicher Elan gegen boxerische Reife: Vitali Klitschko wird am Kampfabend 41 und damit immerhin 14 Jahre älter als sein Herausforderer sein. „Manuel Charr ist jung und sehr hungrig. Wird er es schaffen, den Box-Opa Vitali Klitschko zu besiegen? Ich glaube es nicht“, sagte der WBC-Titelträger mit einem selbstbewussten Schmunzeln. „Charr glaubt, es sei ein Löwe, der aus dem Käfig befreit ist und ich sei ein totes Stück Fleisch, das er reißen kann. Aber er vergisst dabei, dass ich nicht umsonst Dr. Eisenfaust heiße. Wenn er mich anfällt, wird er sich nur die Zähne an mir ausbeißen und danach ohne Gebiss in seinen Käfig zurückschleichen.“

 

Stellvertretend für seinen Schützling ergriff im Laufe der Pressekonferenz Konditionstrainer Clive Salz das Wort, um Manuel Charr ein wenig vorzustellen. „Er hat nicht die Erfahrung von Vitali Klitschko, der im Moment der stärkste Schwergewichtsboxer der Welt ist. Aber bei mehreren Gelegenheiten hat Manuel in der Vergangenheit angekündigt, er wolle gegen Vitali boxen und werde ihn dann entthronen. Dafür ist er immer ausgelacht worden, zuletzt am Samstag, als er David Haye nach dessen Sieg gegen Chisora sagte, er solle nicht auf einen Kampf gegen Vitali Klitschko warten, da er, Manuel Charr, den vorher ausknocken werde. Nach dem Kampf in Moskau wird keiner mehr Manuel auslachen, sondern ihn ehren.“ Neuer Trainer von Manuel Charr ist laut Salz Vardan Zakajan, der zuletzt beim Universum-Boxstall beschäftigt war und u.a. Schwergewichtler Ruslan Chagaev gecoacht hatte. Sein Trainingscamp wird Charr alias „Koloss von Köln“ alias „Diamond-Boy“ in einem eigens eingerichteten Gym in Köln aufschlagen, wo der gebürtige Syrer, der 1990 nach Deutschland gekommen war, lebt.

 

Austragungsort des WM-Kampfes ist der in seinen Ausmaßen gigantische Sporthallenkomplex Olimpiski, der am Kampfabend ein Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern haben wird. KMG-Geschäftsführer Bernd Bönte betonte, das Klitschko-Team sei sehr erfreut darüber, dass man zum ersten Mal einen Kampf in Russland machen werde, zumal das Land über eine große Boxtradition verfügt. „Es waren Städte wie Kiew, New York, Frankfurt und München im Gespräch, aber Moskau hat in der Summe das beste Angebot gemacht.“ Über 150 Länder weltweit würden den Kampf übertragen, so Bönte weiter. Wieder dabei ist auch wieder der amerikanische Sender HBO, der zuletzt eine Klitschko-Pause eingelegt hatte. In Deutschland wird der Kampf von TV-Partner RTL übertragen. Kampfbeginn ist gegen 23.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

 

Quelle: RTL

 

 

 


 

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06 1634 · 07 2 · # Sonntag, 10. Dezember 2017