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Themenabend der FDP Bergneustadt

„Wir werden älter und dementer“ Diese Einsicht bestimmte den Themenabend der FDP Bergneustadt, bei dem Apothekerin Lucia Wandt über Aufgaben und Pflichten der Apotheke referierte. Fotos: Rolf Theo Jansen/FDP 

 

Bergneustadt – Da ein Großteil der “Über-70jährigen” täglich mehr als fünf verschiedene Medikamente einnehmen und ein großer Teil der Krankenhauseinweisungen durch nicht erwünschte Wechselwirkungen von Arzneimitteln verursacht sind, wird die Verantwortung des Apothekers deutlich. Die Rolle des Versandhandels nahm daher auch einen breiten Raum ein. Wenn nachgewiesenermaßen 95% dieser Apotheken verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Vorlage eines Rezeptes verkaufen, dann sind damit die Sicherheit und der Schutz des Patienten in Frage gestellt.

 

FDP Bergneustadt - Themenabend

 

Ebenso fragwürdig ist die Absicht, Apothekenketten zuzulassen. In Norwegen beispielsweise werden alle Apotheken von nur drei Ketten geführt. Das kaufmännische Interesse dürfte in solchen Fällen schnell überhand nehmen zuungunsten der Rat suchenden Kunden. Unmut bei den Patienten und zusätzliche Arbeit in der Apotheke verursachen auch die neuen Rabattverträge. Der Kunde bekommt nicht immer das vom Arzt verschriebene Medikament auszuhändigen, sondern das von Krankenkassen und Pharmaindustrie vorgegebene, vergleichbar wirksame, aber billigere Medikament. Um diese Leistung zu vollbringen, muss der Computer bei jeder Abgabe bis zu 10 Millionen Daten abgleichen.

 

Durch den Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten werden ohnehin nur die Fixkosten der Apotheke gedeckt; die Beratung durch den Apotheker ist in diesem Preis eingeschlossen und wird nicht separat honoriert (im Gegensatz zu der des Arztes). Der Apotheker ist also inzwischen angewiesen auf eine Verbreiterung seines Angebotes. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP Bergneustadt, Christian Hoene, schloss die zum Teil lebhafte Diskussion mit der Forderung an die Politik, Arzneimittel nicht weiterhin mit dem vollen Mehrwertsteuersatz zu belegen, sondern nur mit 7%.

 

Quelle: Rolf Theo Jansen/FDP

 

 


 

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06 1393 · 07 2 · # Samstag, 16. Dezember 2017