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Köln – Der Markt der so genannten Kraftroller über 125 cm³ explodiert geradezu. Ein Kostenvergleich mit einem Kleinwagen verdeutlicht, dass der Roller eine neue Rolle hat: Als ernstzunehmende Alternative für den Zweitwagen. Auf der INTERMOT Köln, Internationale Motorrad- und Rollermesse, vom 8. bis 12. Oktober sind die Modelle aller relevanten Hersteller zu sehen. Für den Vergleich wurden ein Kleinwagen mit 75 PS und ein Kraftroller von 250cm³, 22 PS, hinsichtlich zweier Hauptkostenpunkte – Durchschnittsverbrauch sowie Versicherungskosten – ausgewertet.

 

Die Betrachtung erfolgt für einen Zeitraum von einer Woche sowie einer Fahrtstrecke von 100 Kilometer. Der durchschnittliche Verbrauch des Kleinwagens liegt bei ungefähr 5,8 l auf 100 km. Ausgehend von einem gegenwärtigen Benzinpreis von 1,51 Euro, belaufen sich die Spritkosten für 100 km auf 8,76 Euro. Die Versicherungskosten einer Teilkaskoversicherung für einen Kleinwagen liegen bei ungefähr 680,00 Euro im Jahr. Auf den Zeitraum von einer Woche umgerechnet, ergibt dies 13,08 Euro. Somit belaufen sich die ungefähren wöchentlichen Gesamtkosten eines Kleinwagens auf 21,84 Euro. Im Vergleich dazu der Kraftroller: Hier liegt der durchschnittliche Verbrauch bei 2,56 l auf 100 km. Angesichts des oben genannten Literpreises ergeben sich hieraus Spritkosten von 3,87 Euro. Fahren und Sparen Eine Teilkaskoversicherung beläuft sich in dieser Klasse auf rund 135,00 Euro pro Jahr, das heißt 2,60 Euro pro Woche.

 

In einer wöchentlichen Gesamtsumme kommt der Kraftroller somit auf gerade einmal 6,47 Euro. Das Ergebnis ist mehr als deutlich: Die laufenden Kosten eines Kraftrollers betragen weniger als ein Drittel der Kosten für einen Kleinwagen. Auch die Anschaffungskosten sprechen eindeutig für den Kraftroller. Ein neuer Kleinwagen schlägt mit ca. 10.000,00 Euro zu Buche wohingegen ein neuer 250cm³-Roller um die 4.500,00 Euro kostet. Großstadtmobilität Und es gibt noch einen, nicht zu vernachlässigenden Aspekt: Die Mobilität. Sucht man zu Stoßzeiten mitten in der Stadt einen Parkplatz, können neben langer Sprit und Nerven zehrender Suche mit einem Kleinwagen, auch noch enorme Parkgebühren anfallen.

 

Wie viel unkomplizierter und günstiger ist es im Gegensatz dazu mit einem Roller – findet man für ihn doch immer und beinahe überall eine passende Lücke. Zulassungsboom Dass der Trend zum Kraftroller inzwischen ein Boom ist, zeigt sich auch im Vergleich der Zulassungen von 2007 und 2008. Im ersten Halbjahr 2008 gab es bei den Neuzulassungen im Bereich zwischen 125cm³ und 400cm³ ein eindeutiges Plus von 62,61 % gegenüber der ersten Jahreshälfte 2007. Angesichts des voraussichtlich weiter steigenden Ölpreises kann davon ausgegangen werden, dass die Zahlen sich auch weiterhin positiv entwickeln. Der Trend zum Roller ist keine vorübergehende Modeerscheinung – der Motorroller ist zur Alternative zum Auto geworden, zum „Zweitwagen auf zwei Rädern“.

 

Quelle: Industrie-Verband Motorrad Deutschland e.V. – IVM, Essen

 

 


 

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06 2088 · 07 3 · # Samstag, 9. Dezember 2017