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Handball / Champions League

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Archivfoto: [ Fotoagentur NTOi.de ]

Wir spielen auf Sieg, alles andere geht schief”, versprach Torwart Christian Ramota, der vor allem auf die internationale Erfahrung der Gummersbacher baut, die die Gefahren einer Ergebnis orientierten Spielweise kennen würden.

Gummersbach – Am Samstag spielt der VfL in dieser Saison schon zum vierten Mal in der Wilhelm-Dopatka-Halle in Leverkusen.

Ab 19.30 Uhr geht es um die Qualifikation für das Viertelfinale der Champions League. Nach dem 37:31-Sieg in Hinspiel bei Chehovski Medvedi verfügt der VfL über eine glänzende Ausgangsposition, um in der Gesamtwertung beider Duelle die Nase vorn zu haben.

Wie der russische Meister zu packen ist, habe die Mannschaft eindrucksvoll in Tschechow bewiesen. “Eine stabile Abwehr, in der jeder dem anderen hilft und die Gegenstöße, das war im ersten Spiel unser Rezept, das wir perfekt umgesetzt haben und das uns auch am Samstag antreiben sollte”, erklärte Christian Ramota, der als einen Schlüssel zum überraschend klaren Erfolg auch die akribische Vorbereitung von Trainer Alfred Gislason einbezieht.

“Wir haben uns sehr viele Gedanken gemacht, und alle waren an diesem Tag mental optimal vorbereitet”, so Ramota, der auch davon überzeugt ist, dass Chehovski Medvedi sich noch lange nicht aufgegeben hat. Diese Mannschaft verfüge über großes Potenzial, und wenn sie einen Lauf habe und der VfL am Samstag nicht, sei noch alles möglich. “Wir haben natürlich damit kalkuliert, dass Medvedi in allen Spielen zuletzt in der Schlussphase eingebrochen war”, verriet Christian Ramota, “so ist unser Rezept aufgegangen, weil wir sechzig Minuten ohne jede Pause Gas gegeben und damit die Russen auf Distanz gehalten haben.”

Sollte der VfL die nächste Runde erreichen, warten fast nur noch hochkarätige Gegner in der Königsklasse des Handballs. So sind zum Beispiel der ungarische Spitzenklub MKB Veszprem KC mit dem ehemaligen Gummersbacher Ivan Lapcevic, die spanischen Topvereine Portland San Antonio und BM Ciudad Real sowie der THW Kiel schon mit einem Bein im Viertelfinale, das wohl auch Celje Pivovarna Lasko und der FC Barcelona erreichen werden.

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Alfred Gislason (VfL Gummersbach):

Dass wir in Tschechow gegen Medvedi so klar gewinnen konnten, hatte für mich einen einfachen Grund. Wir haben sie kalt erwischt und mit unseren Gegenstößen überrascht. Wir waren besser als bei der Vereinseuropameisterschaft in der Kölnarena, mit dieser Steigerung hat Medvedi sicher nicht gerechnet.

Wichtig war im Spielverlauf, dass wir den Kreisläufer Chipurin und den Rückraumspieler Rastvortsev im Griff hatten. Wir hatten kalkuliert, dass uns die anderen nicht kaputt machen können und haben damit richtig gelegen. Das wird am Samstag aber wieder ein ganz anderes Spiel. Ich glaube zum Beispiel, dass der Linkshänder Igropulo besser drauf sein wird und nicht noch einmal so viele Chancen leichtfertig vergibt. Und wenn Yuri Egorov, der eine Adduktorenzerrung hatte, spielt, wäre das natürlich ein Riesengewinn für diese Mannschaft, denn die anderen konnten sich gegen unsere Abwehr nicht durchsetzen. Egorov hat große Qualitäten. Im Duell mit Magdeburg habe ich elf Tore von ihm gesehen.

Die Russen hatten in Hinspiel natürlich ein Problem mit Goran Stojanovic, denn der hat mit seinen Paraden in der ersten Halbzeit bei etlichen freien Würfen und Gegenstößen für unseren Vorsprung gesorgt.  Nicht unterschätzen sollten wir auch die Regelauslegung der internationalen Schiedsrichtergespanne. Die haben vom Verband die klare Vorgabe, die Heimmannschaft nicht zu bevorteilen. Die konsequenten Linie der beiden Kroaten hat uns im Hinspiel geholfen, am Samstag wird sich auch das slowenische Duo vom Heimpublikum nicht irritieren lassen und im Zweifel für die Gastmannschaft entscheiden. Deshalb darf keiner bei uns auf die Idee kommen, dass wir schon in der nächsten Runde sind. 

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Text: VfL Gummersbach

Archivfotos: Christian Sasse [ Fotoagentur NTOi.de ]

 


 

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06 1239 · 07 2 · # Samstag, 16. Dezember 2017