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VfL verpasst knapp die Überraschung

VfL Gummersbach vs. Rhein-Neckar Löwen 28:30 (12:12)

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Der VfL Gummersbach war gewarnt, wie schnell die Rhein-Neckar Löwen gerade in der Anfangsphase ihre Gegner überrollen. Dank eines überragenden Starts haben die Löwen schon am Mittwoch einen eindrucksvollen 30:23 Auswärtssieg beim HSV Hamburg eingefahren. Mit 20:0 Punkten stehen sie ungeschlagen vor dem THW Kiel an der Tabellenspitze. Der VfL ging als krasser Außenseiter in die Partie. Gerade auch weil vor dem Spiel Christoph Schindler wegen einer Ellenbogenverletzung ausgefallen ist. Der VfL startete mit Kentin Mahé auf der Mitte und Goran Sprem auf Linksaußen und Gummersbach zeigte sich von Beginn an wenig beeindruckt von den ungeschlagenen Gästen. VfL-Trainer Emir Kurtagic hat vor dem Spiel an seine Mannschaft appelliert, von Beginn an hellwach zu sein und sein Team hat das perfekt umgesetzt. Lag der VfL im Pokal vor zwei Wochen nach vier Minuten schon mit 0:4 hinten, zeigte sich die Mannschaft an diesem Abend stark verbessert. Die Löwen konnten nicht ihr gefürchtetes Angriffsspiel entwickeln, denn die Blau-Weißen standen sehr konzentriert und aggressiv in der Abwehr. Der VfL spielte sich gut ein und führte gegen den Favoriten nach 15 Minuten sogar mit 6:5. Doch dann die Schrecksekunde: Spielmacher Kentin Mahé knickte in einer Abwehraktion unglücklich um und wurde außerhalb der Platte behandelt. Gummersbach musste dann ab der 16 Minute ohne etatmäßigen Spielmacher auskommen. Der erst 18-Jährige Nemanja Mladenovic lenkte von diesem Zeitpunkt an die Geschicke des VfL und setzte gute Akzente im Angriff. Die Gastgeber bauten in der 20 Minute den Vorsprung sogar auf zwei Tore aus. 9:7 und Löwen-Trainer Gudmundur Gudmansson war gezwungen seine Mannschaft in der ersten Auszeit neu einzustellen. Den Löwen gelangen dann auch nach 24 Minuten etwas glücklich der 10:10-Ausgleich, doch wirklich überzeugend spielte nur der VfL. Vor allem Torhüter Borko Ristovski machte nicht nur in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel. Auch dank seiner Paraden hielt der VfL ein 12:12 zur Halbzeit. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de

 


Mit nur fünf Spielern begann der Außenseiter die zweite Halbzeit, da neben Jörg Lützelberger auch Dennis Krause zwei Minuten auf der Bank sitzen musste. Doch auch in doppelter Unterzahl ließ sich der VfL in dieser Phase nicht abschütteln. Im Gegenteil: Zwei Tore von Kreisläufer Michal Kopco und der VfL war plötzlich wieder mit 14:13 in Führung. Emir Kurtagic stellte zudem im Angriff um, Dennis Krause und Barna Putic spielten abwechselnd auf der Mitte und die Mannschaft hielt auch in der Folgezeit das Spiel offen. Die mit 1825 Zuschauern gefüllte Eugen-Haas Halle hoffte auf die Sensation, gerade weil Borko Ristovskis (Foto) in dieser Phase vom 7 Meter-Punkt unüberwindbar schien. Plötzlich war auch das Selbstbewusstsein zurück: Barna Putic knallt den Ball spektakulär zum 22:20 in der 45. Minute unter die Latte. Doch die Löwen wären nicht der ungeschlagene Tabellenführer, wenn sie auch darauf keine Antwort hätten: Der Ausgleich 22:22 keine Minute später.

 

 

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In der 49. Minute gingen die Löwen schließlich wieder in Führung, Uwe Gensheimer (Foto) trifft von Außen zum 24:23. Aber Gummersbach blieb weiter dran bis zur 54. Spielminute. Löwen-Schwede Kim Ekdahl Du Rietz setzte sich gegen die gesamte VfL-Abwehr durch und traf zum vorentscheidenden 26:24. Die kämpfenden Hausherren hielten zwar weiter mit, aber um den Zwei-Torvorsprung aufholen zu können, fehlten am Ende die Kräfte. Die Rhein-Neckar Löwen bleiben mit dem 30:28 weiterhin ohne Niederlage Tabellenführer der DKB Handball-Bundesliga, hatten es aber selten so schwer wie hier in Gummersbach. Für die Blau-Weißen bleibt die Erkenntnis, ein großartiges Spiel gemacht zu haben, aber ohne Punktgewinn weiter im Keller der HBL stecken zu bleiben. Die Halle feierte die Mannschaft trotz der knappen Niederlage, denn heute hatte der VfL den Tabellenführer am Rande der ersten Niederlage.

 

 

Stimmen nach dem Spiel:


Emir Kurtagic
, Trainer VfL Gummersbach: „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir hatten uns vorgenommen alles von uns zu geben und das hat das Team auch perfekt umgesetzt. Meiner Meinung nach waren wir auch über 60 Minuten gesehen die bessere Mannschaft und hätten auch mindestens einen Punkt verdient gehabt. Aber mit unserem dünnen Kader ging uns am Ende die Kraft aus und wir haben zu viele freie Möglichkeiten vergeben.“

 

 


Vedran Zrnic, Kapitän VfL Gummersbach: „Und hat in den letzten 10 Minuten die Kraft gefehlt. 50 Minuten waren wir auf Augenhöhe doch dann haben auch viele strittige Schiedsrichterentscheidungen dazu geführt das wir über 60 Minuten das Spiel mit zwei Toren verloren haben.“

 

 


Frank Flatten, Geschäftsführer VfL Gummersbach: „Die Mannschaft hat super gekämpft und wir hätte heute verdient gehabt etwas mitzunehmen. Doch leider ist uns in den letzten Minuten die Luft ausgegangen.“

 

Statistik:

  • Tore VfL Gummersbach: Mladenovic (1), Kopco (5), Krause (4), Putics (5), Lützelberger, Mahé, Pfahl (9/4), Sprem (2), Zrnic (2/1)
  • Zuschauer: 1825 Zuschauer
  • Zeitstrafen: 12/4

 

Quelle: Marc-André Schröter, VfL Handball Gummersbach GmbH

 

 

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06 2259 · 07 2 · # Montag, 18. Dezember 2017