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Abenteuer Zukunft: Jugendliche entdecken ihre Stärken – „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“: Projekt zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Schülerinnen und Schüler mit einem innovativen Erlebnisparcours im Oberbergischen Kreis. Eine landesweite Initiative der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Fotos: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Du kannst mehr, als du bislang weißt. Probier aus, was dir Spaß macht, zuhause, in der Schule und im nächsten Praktikum.“ So lautet eine zentrale Botschaft des Projekts „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“, das heute in Lindlar für den Oberbergischen Kreis beginnt. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Hagen Jobi entdecken 700 Jugendliche der 7. und 8. Klassen von Gesamt-, Haupt- und Förderschulen bis zum 14. Dezember in einem 500 Quadratmeter großen Erlebnisparcours ihre Stärken. Mit Tempo geht es durch sechs Stationen: vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins Labyrinth und von der sturmfreien Bude über die Bühne in die Auswertung. Je nach Wahl von Aufgabe und Lösungsweg vergibt die Moderation verschiedene Stärken an die Schülerinnen und Schüler. An so genannten „Stärkeschränken“ mit spannenden Materialcollagen erfahren die Jugendlichen am Schluss, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen. Auf diese Weise werden Jugendliche mit schlechteren Startchancen frühzeitig und handlungsorientiert unterstützt, verschiedene Wahlmöglichkeiten für die geschlechtersensible Gestaltung ihrer beruflichen und ihrer persönlichen Zukunft zu erkennen.
 

Lindlar – Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen, dass eingeschränkte Berufsperspektiven vor allem bildungsbenachteiligte Jugendliche in ihrer persönlichen Lebensgestaltung negativ beeinflussen. In der Tendenz riskieren sie häufiger ungeplante Schwangerschaften und haben eher Schwierigkeiten, gleichberechtigte Beziehungen aufzubauen. Die Entwicklung realisierbarer Zukunftsperspektiven ist neben Verhütungsinformation der wirkungsvollste Beitrag zur Prävention unerwünschter Schwangerschaften. Dazu gehören die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins und das Vertrauen in die eigenen Stärken. Diese zu kennen, hilft weiter: im Alltag, in Beziehungen und natürlich vor allem, wenn die Berufswahl ansteht.

 

Bei mehr als 350 dualen Ausbildungswegen sowie zahlreichen schulischen Ausbildungen und Studienmöglichkeiten ist es für Jugendliche nicht einfach, sich zu orientieren. Die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit engagiert sich daher auf vielfältige Weise für eine frühzeitige berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler. Unter dem Motto „Prävention statt Reparatur“ unterstützen darüber hinaus Berufsberaterinnen und Berufsberater aus den landesweit 33 Agenturen für Arbeit „tatkräftig“ das Projekt „komm auf Tour“.

 

Über den Erlebnisparcours hinausgehend fördert „komm auf Tour“ eine Zusammenarbeit von Schulen, Eltern sowie außerschulischen Partnerinnen und Partnern der Berufsorientierung und Lebensplanung. Die Mütter und Väter der teilnehmenden Jugendlichen erfahren bei einem Informationsabend im Erlebnisparcours, wie sie ihre Tochter oder ihren Sohn bei dem Prozess der Berufswahl und Lebensplanung bis zum Schulabgang konkret unterstützen können. Die Lehrkräfte erhalten Anregungen, um die Themen in der Schule nachhaltig zu vertiefen.

 

Nach der erfolgreichen Realisierung in 2010, 2011 und im Frühjahr dieses Jahres findet „komm auf Tour“ im Oberbergischen Kreis bereits zum vierten Mal statt. Auch diesmal arbeiten bei „komm auf Tour“ im Oberbergischen Kreis zahlreiche regionale Akteurinnen und Akteure der Berufsorientierung und der Lebensplanung zusammen:

  • Bildungsbüro Oberberg
  • Schulamt für den Oberbergischen Kreis
  • Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach
  • Gemeinde Lindlar
  • Ausbildungsinitiative Oberberg
  • Oberbergische Koordinierungsstelle
  • Ausbildung Amt für Weiterbildung und Studium für den Oberbergischen Kreis (KVHS und AGewiS)
  • Beratungsstelle für Familienplanung und Schwangerschaftskonflikte für den Oberbergischen Kreis
  • Caritasverband für den Oberbergischen Kreis e. V. – Fachbereich III Suchtprävention
  • Caritasverband für den Oberbergischen Kreis e. V. – Fachbereich V Familie, Kinder und Migranten mit den Angeboten und Hilfen
  • Caritasverband für den Oberbergischen Kreis e. V. – Streetwork
  • Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises Lennep
  • Suchthilfe OBK Nord donum vitae Oberberg e. V.
  • Fachstelle für Suchtvorbeugung des Oberbergischen Kreises
  • Gleichstellungsstelle für den Oberbergischen Kreis
  • Jobcenter für den Oberbergischen Kreis
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Regionalverband Rhein- / Oberberg
  • Jugendamt des Oberbergischen Kreises / Streetwork
  • Jugendmigrationsdienst des IB – Soziale Dienste gGmbH
  • „Junge Akademie“ Katholische Jugendwerke Rhein-Berg e. V.
  • Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
  • Lernen Fördern gGmbH für Qualifi zierung und Weiterbildung
  • Sozialpaten Lindlar

 

komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ ist Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Das Projekt wurde in der Kategorie „Bildung“ ausgezeichnet, weil es zukunftsorientiert, innovativ, kreativ und vielfältig ist. Es leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

 

Veranstaltungshinweis: Informationsabend für Eltern: Donnerstag, 13. Dezember 2012 von 18.30 bis 20.00 Uhr im Kulturzentrum Lindlar, Wilhelm-Breidenbach-Weg 6

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

 


 

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06 1733 · 07 2 · # Samstag, 9. Dezember 2017