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(Von Boris Zaffarana) – Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB hat ergeben, dass sich der Anteil der (schwervermittelbaren) Hartz-IV-Empfänger an allen Arbeitslosen im nächsten Jahr auf über 70 Prozent erhöhen könnte. 2005 waren es noch 57 Prozent. In diesem Zusammenhang weist die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch auf den erhöhten Bedarf an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für diesen Personenkreis hin. „Langzeitarbeitslose müssen intensiv gefördert werden, wenn sie wieder in Lohn und Brot vermittelt werden sollen.

 

Es reicht dabei sicherlich nicht, lediglich die Standardinstrumente der Arbeitsförderung von Kurz- auf Langzeitarbeitslose zu übertragen. Für diese besonders benachteiligte Zielgruppe müssen durchdachte, passgenaue Konzepte her, deren Finanzierung und Durchführung dauerhaft gesichert sein müssen“, betonte Dr. Martin Klein, Hauptgeschäftsführer des Land-kreistags Nordrhein-Westfalen (LKT NRW), heute in Düsseldorf. Als Beispiel nannte Klein Coaching- und Qualifizierungsprojekte für Frauen im Frauenhaus, Beratungsangebote für Schwangere und Teenager-Mütter sowie Teil-zeitausbildungen für Alleinerziehende, aber auch die berufliche Aktivierung von Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen, Sprachkurse für Migranten sowie Berufsorientierung für junge Eltern.

 

All das sei mit den herkömmlichen Fördermaßnahmen für Kurzzeitarbeitslose nicht abgedeckt. „Auf ungleiche Lebensbedingungen und Voraussetzungen muss mit vari-ablen Instrumenten reagiert werden, die auch regionale Gestaltungs- und Entschei-dungsspielräume eröffnen und sich an dem orientieren, was vor Ort im Einzelfall notwendig ist“, bekräftigte der Verbandschef und verwies auf ein entsprechendes Positionspapier des LKT NRW, das in diesen Tagen den politischen Entscheidungs-trägern im Land zugeht. Es versteht sich als Alternativkonzept zu Überlegungen der Bundespolitik und wurde von kommunalen Praktikern aus den Arbeitsgemeinschaf-ten (ARGEn) und Optionskommunen in NRW erarbeitet – mit dem Ziel, eine bedarfsgerechte Arbeitsförderung für Langzeitarbeitslose zu realisieren.

 

Quelle: Pressereferent Boris Zaffarana, lkt-nrw

 

 


 

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06 1052 · 07 2 · # Sonntag, 10. Dezember 2017