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Alfred Gislason Trainer THW Kiel
Nach einer Lehrstunde des THW Kiel verliert der VfL Gummersbach das zehnte Spiel in Folge und bleibt weiter auf einem Abstiegsplatz der DKB Handball-Bundesliga. Schon nach 15 Minuten führte der THW mit 10:3 und dem Team von Alfred Gislason (Foto) gelang nach 60 Minuten mit dem 36:19 Kantersieg die Tabellenführung der HBL zurück zu erobern. Als der Mannschaftstross des VfL Gummersbach sich nach Kiel aufmachte, hatte man sich von Beginn an keine große Hoffnungen gemacht, dass man in der jetzigen Verfassung für eine ähnliche Überraschung sorgen könnte wie die MT Melsungen eine Woche zuvor. Trainer Emir Kurtagic wäre schon mit einem guten Spiel seiner Mannschaft zufrieden gewesen. Doch er musste miterleben, wie sein VfL schon in den ersten Minuten die Wucht des Deutschen Meisters seiner Mannschaft keine Luft zum Atmen ließ. Zwar hielt man den Rückstand bis zur 11. Minute mit 3:6 noch in Maßen, aber allein die Ex-Gummersbacher Gudjon Valur Sigurdsson und Momir Ilic sorgten mit der ersten Tempoerhöhung schon nach 17 Minuten mit dem 11:3 für die Vorentscheidung.

Gummersbach hielt in der Folgezeit den Abstand relativ konstant auf zehn Toren, doch zu keiner Zeit bestand für den VfL eine Chance diesen Rückstand entscheidend zu verkürzen. Im Gegenteil: Die Gäste stellten in den letzten zehn Minuten die Arbeit immer mehr ein und der Deutsche Meister zauberte mit einem 6:0 Lauf vor den heimischen Fans. Allein Filip Jicha gelangen fünf Tore in den letzten vier Minuten. Eine Lehrstunde, der der VfL zu wenig entgegensetzten konnte. Kein VfL-Spieler kam in Kiel in seiner persönlichen Statistik über vier Tore hinaus. Während sich die Gastgeber für die überraschende Pleite gegen Melsungen rehabilitierten, gilt es für den VfL die letzten Kräfte zu bündeln, um gegen Minden am Mittwoch endlich wieder etwas Zählbares einzufahren. Doch der Mannschaft ist bewusst, dass dafür eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich ist.

Stimme nach dem Spiel:

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach)
Emir Kurtagic
(Trainer VfL Gummersbach): „Wir haben von Beginn an gute Gelegenheiten ausgelassen, die der THW direkt bestraft hat. Wir hätten diese Torchancen nutzten müssen, um im Spiel zu bleiben. Dann hat uns Kiel einfach überrannt, auch weil wir wie in den letzten Spielen wieder zu viele technische Fehler im Spielaufbau gemacht haben. Der THW war dann immer wieder im Gegenstoß erfolgreich. In der zweiten Halbzeit wollten wir das Ergebnis in Grenzen halten und haben gekämpft. Ich bin auch zufrieden, wie die Abwehr über weite Teile des Spiels stand, die meisten THW Tore sind im Gegenstoß gefallen. Was mich aber sehr ärgert, ist der 0:6-Lauf in die letzten Minuten. Aber am Ende ist es für mich egal, ob wir hier mit einem oder mit 17 verlieren, das spielt gerade keine Rolle. Wir müssen das Spiel und vor allem das Ergebnis jetzt schnell abhaken und uns auf das Schlüsselspiel gegen Minden konzentrieren.“

 

Statistik:

  • Tore THW Kiel: Ilic (7/2), Jicha (7), Vujin (6/3), Ekberg (4), Sprenger (3), Sigurdsson (2), Wiencek (2), Zeitz (2), Toft Hansen (1), Palmarsson (1), Klein (1)
  • Tore VfL Gummersbach: Krause (4), Sprem (4/2), Gaubatz (4), Pfahl (2), Larsson (2), Lützelberger (1), Kopco (1), Putics (1)
  • Zeitstrafen: 0/4
  • Zuschauer: 10285, Sparkassen-Arena Kiel

 

Quelle: Marc-André Schröter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1433 · 07 2 · # Samstag, 9. Dezember 2017