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Der ehemalige VfL Torjäger Yoon ist nach einigen Anpassungsproblemen inzwischen der erfolgreichste Torschütze des HSV (Archivfoto: Christian Sasse)

Köln – Das Weihnachtsspiel in der Kölnarena findet in diesem Jahr schon vor den Festtagen statt. Am Mittwoch 20.12. ist ab 20 Uhr aber wie immer zum Jahreswechsel ein besonderes Spektakel garantiert, denn der Gegner des VfL hat aus mehreren Gründen seinen ganz besonderen Reiz, so dass der Handballtempel in der Domstadt wieder einmal fast bis auf den letzten Platz gefüllt sein könnte. Der HSV Hamburg hat sich als einer der finanzstärksten Top-Vereine mit der Color-Line-Arena im Rücken auch sportlich unter den besten Mannschaften hierzulande etabliert und mit Kyung-Shin Yoon spielt der ehemalige Gummersbacher Weltklassespieler inzwischen auch bei den Norddeutschen eine herausragende Rolle.

Der Gewinn des Deutschen Pokals in der letzten Saison war für das international hochkarätig besetzte Starensemble von der Elbe ein logischer Schritt, aktuell liegt das Team von Trainer Martin Schwalb auf dem vierten Tabellenplatz. Punktverluste gab es in der laufenden Bundesligarunde nur gegen die Spitzenmannschaften THW Kiel, SG Flensburg und SC Magdeburg. Dass die Qualifikation für die Champions League als sportliches Ziel nicht zu hoch gegriffen ist, bewiesen die Hamburger am vergangenen Wochenende, als die SG Kronau/Östringen mit einer Galavorstellung 36:23 besiegt wurde.

Eine starke Abwehr und ein überragender Torwart Per Sandström legten den Grundstein für den in dieser Höhe nicht erwarteten Kantersieg, bei dem im Übrigen Kyung-Shin Yoon seine Bedeutung für die Mannschaft mit elf Toren und nur zwei Fehlversuchen unterstrich. Der Koreaner ist nach einigen Anpassungsproblemen inzwischen der erfolgreichste Torschütze des HSV.

Allerdings sollte auch erwähnt werden, dass bei Kronau/Östringen der überragende Akteur schon in der ersten Halbzeit verletzt ausschied. Oleg Velyky, der ab der Saison 2008/2009 in Hamburg auf Torejagd gehen will und dort schon einen Vertrag unterschrieb, war umgeknickt. So wurde der elfte Saisonsieg eine einseitige Angelegenheit, obwohl die Hanseaten noch lange nicht ihre opulenten personellen Möglichkeiten ausschöpften. Mit Nationalspieler Torsten Jansen saß ein Leistungsträger mit einem Muskelfaserriss hinter der Bank und wurde wie Neuzugang Bruno Souza (kam von Frisch Auf Göppingen) sowie Spielmacher Igor Lawrow geschont. Dafür verdiente sich der Pole Krzysztof Lijewski auf der Mittelposition die Bestnote und ein Schulterklopfen von Trainer Martin Schwalb, der auch den lange verletzten Pascal Hens wieder einsetzen konnte.

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Alfred Gislason (VfL Gummersbach):

Das Ergebnis von Hamburg gegen Kronau/Östringen ist mir ein Rätsel. Aber das muss uns nicht interessieren, denn es hat nichts mit unserem Spiel am Mittwoch zu tun. Ich hatte schon vorher genügend Anschauungsmaterial von diesem Gegner und wusste vorher, dass Hamburg eine ganz starke Mannschaft hat und wir wirklich gut spielen müssen, wenn wir gewinnen wollen.

Der HSV hat einen Riesenkader und ist auf allen Positionen mehrfach torgefährlich besetzt. Außerdem ist es eine erfahrene Mannschaft. Yoon ist natürlich inzwischen ein ganz wichtiger Spieler. Er hat sich der Mannschaft angepasst und die Mannschaft sich seiner Spielweise. Aber wir spielen nicht nur gegen Yoon. Einzelne Spieler zu nennen, ist müßig. Ob Bertrand Gilles am Kreis, Igor Lawrow als Spielmacher, oder Bruno Souza auf halblinks, denn es gibt aber noch mehr überdurchschnittliche Handballer beim HSV. Sie haben aber das Pech, das wie beim Gegner nur sieben gleichzeitig spielen dürfen.

Es gibt natürlich auch Schwächen, die werden wir analysieren und uns darauf einstellen. Das wird am Mittwoch ein Spiel von zwei gleichwertigen Mannschaften. Wir werden jedenfalls alles geben und setzen auch auf eine volle Kölnarena, die Begeisterung unserer Fans wird uns Rückenwind geben. Es wird ein ganz enges Vierpunktespiel, da brauchen wir natürlich die Unterstützung von den Rängen. Klar ist, dass Daniel Narcisse auf alle Fälle spielt. Auch Alexis Alvanos, auch wenn die Aduktoren noch immer schmerzen. Wir fiebern alle diesem Kölnarenahit entgegen.

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Text: VfL Gummersbach / Fotos: Christian Sasse [Fotoagentur NTOi.de]

 


 

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06 1288 · 07 2 · # Dienstag, 5. Dezember 2017