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ntoi_01_zouzou.jpg  Wieder auf den Beinen “Zou Zou” Houlet springt nach langer Pause für den verletzten Daniel Narcisse in die Bresche. [ Archivfoto: Christian Sasse / Fotoagentur NTOi.de ]

Düsseldorf – Eine uneinnehmbare Festung war das Burg-Wächter Castello in der laufenden Saison zwar nicht für die Gegner, die in der schmucken Heimspielstätte der HSG Düsseldorf Bundesligapunkte entführen wollten. Dass es aber bislang so eine Art Trutzburg der Handballer aus der rheinischen Landeshauptstadt war, macht die Statistik deutlich. Vor dem letzten Spieltag der Hinrunde und dem Duell gegen den VfL Gummersbach (Mittwoch, 19.30 Uhr) hat die HSG acht Punkte auf ihrem Konto, die allesamt und ausschließlich im Burg-Wächter Castello erkämpft wurden.

Trotzdem hält sich der Run der Fans auf die Tickets in Grenzen, mit einem Schnitt von 1.450 Zuschauern liegt Düsseldorf im Ranking der Publikumsgunst im unteren Bereich der Eliteliga. Gegen die HBW Balingen-Weilstetten wurde mit 1.950 Besuchern der Saisonrekord registriert, mit dieser Resonanz wäre der Klub auch am Mittwoch gegen den VfL zufrieden. “Es gibt in jedem Fall noch ausreichend Karten, wir haben ein Fassungsvermögen von 3.500 Plätzen”, sagte Vereinsprecher Markus Hausdorf vor den Festtagen, kurzfristig entschlossene Gummersbacher Anhänger müssten sich deshalb keine Sorgen um den Einlass machen.

Vier Heimspiele konnte der Tabellendreizehnte wie erwähnt in dieser Umgebung für sich entscheiden. HBW Balingen-Weilstetten, Eintracht Hildesheim, der TV Großwallstadt und MT Melsungen ließen in Düsseldorf Federn, aber auch gegen die Top-Klubs schlug sich die HSG achtbar. Gegen den THW Kiel führte man nach 35 Minuten mit 19:18 und geriet erst durch eine Serie von Zeitstrafen vorentscheidend in Rückstand, und auch der TBV Lemgo stand beim knappen 34:32 Erfolg am Rand einer Niederlage. Zuletzt kassierte das Team von Trainer Nils Lehmann beim TuS N-Lübbecke eine 21:27-Niederlage und zog sich dabei vierzig Minuten bis zum 15:14 achtbar aus der Affäre. Ein Magen-Darm-Virus hatte den Kader geschwächt, Maik Makowka und Fabian Schneider konnten erst gar nicht spielen, Max Ramota quälte sich.

Siebzehn Spieler stehen derzeit im Aufgebot, darunter vierzehn zum Teil sehr junge deutsche Handballer. “Das ist unser Konzept, wir wollen ganz bewusst deutsche Nachwuchstalente langfristig an uns binden”, erklärt Markus Hausdorf. So konzentriert sich die geballte internationale Erfahrung auf die drei Ausländer: Aus Griechenland stammen Kreisläufer Nikos Kokolodimitrakis (80 Länderspiele) und Rückraumspieler Alexandros Vasilakis (110 Länderspiele), der im Übrigen für die nächste Saison schon einen Vertrag beim SC Magdeburg unterschrieben hat. Der dritte Leistungsträger heißt Almantas Savonis, steht zwischen den Pfosten und kommt aus Litauen (116 Länderspiele). Gefahr droht neben dem Haupttorschützen Vasilakis vor allem von Rechtsaußen Frank Berblinger und Jens Sieberger, der auf der Mitte und als Linksaußen Verwendung findet.

ntoi_02_narcisse.jpg  Zeh gebrochen! Der VfL Gummersbach muß auf seinen Rückraumstar Daniel Narcisse verzichten. [ Archivfoto: Christian Sasse / Fotoagentur NTOi.de ]

Alfred Gislason (VfL Gummersbach):  “Wir müssen in Düsseldorf im Rückraum sicher mehr bringen als beim letzten Sieg gegen Minden, dazu ist eine Steigerung der Abwehr nötig. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir nach unseren zwei freien Tagen über Weihnachten neue Motivation finden und die kämpferische Einstellung besser wird. Gegen Minden hatten wir irgendwie immer im Hinterkopf, dass wir dieses Spiel nicht verlieren werden. So fehlte zeitweise die Bewegung und der letzte Biss im Zweikampf.

Düsseldorf stützt sich auf eine sehr gute 6-0-Abwehr. Deshalb bin ich froh, dass wir mit Zouzou Houlet, der mit seinem schnellen Spiel für Lücken sorgen kann, inzwischen eine weitere Alternative haben. Zouzou ist routiniert und verliert nicht die Bälle. Momir Ilic und Bennet Wiegert waren ja zuletzt nicht so überzeugend. Erleichert bin ich über die starke Leistung von Alexis Alvanos gegen Minden, zehn Tore mit zwölf Versuchen sind super.

Ich denke, dass Düsseldorf mit Almantas Savonis einen der besten Torhüter der Bundesliga hat, der vor allem bei Siebenmetern sehr stark ist. Die Abwehr spielt immer sehr körperbetont und kommt schnell an die Regelgrenzen, darauf müssen wir uns auch am Mittwoch einstellen. Im Angriff sollten wir uns vor allem in der zweiten Reihe um Alexandros Vasilakis kümmern, aber auch die Außen Frank Berblinger und Robert Runge sind beim Gegenstoß gefährlich. ”

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Quelle: VfL Gummersbach

 


 

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06 2269 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017