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vfl_01.jpg  Fotos: VfL Gummersbach

Hildesheim (VfL) – Geschafft! Im 31. Pflichtspiel dieser Saison mobilisierte der VfL vor der sechswöchigen Weltmeisterschaftspause noch einmal die letzten Kraftreserven und gewann vor 5476 Zuschauern in der TUI-Arena mit seinem Rumpfaufgebot sicherer und lockerer als es die gut einhundert Hardcore-Fans in der niedersächsischen Landeshauptstadt vor dem Anpfiff zu träumen wagten. Ohne die beiden verletzten Rechtshänder Daniel Narcisse und Momir Ilic traten die Gummersbacher in Hannover an und auch im Fall Robert Gunnarsson, der in den letzten Tagen durch einen Infekt geschwächt worden war, erfüllten sich die Hoffnungen auf einen Einsatz nicht.

Einen Versuch brach Trainer Alfred Gislason in der ersten Halbzeit schon nach zwei Minuten ab, sein Landsmann war einfach noch zu schlap auf den Beinen. Im Rückraum begann der VfL mit Zouzou Houlet als Spielmacher und Bennet Wiegert sowie Alexis Alvanos auf den Halbpositionen. Hildesheim wähnte mit diesem Trio wohl keine Gefahr für das eigene Tor und entschied sich für eine defensive 6-0-Abwehr. Otto Fetser warf das 1:0 und ließ den Tabellenletzten träumen.

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Zwar konnten die Gummersbacher sich mehrfach mit zwei Toren zum 4:6, 6:8 und 7:9 absetzen, doch nach zwei Treffern von Pierre Lindberg und Sven-Sören Christophersen durften die norddeutschen Fans bis zur 19. Minute und dem 9:9 auf eine Überraschung hoffen. Der Traum zerplatzte wie eine Seifenblase, als der bis dato glücklose Gudjon Sigurdsson mit drei Toren in Folge das Spiel kippte. Doch an diesem Abend war nicht der Isländer der Star, denn zwei Teamkollegen, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen und nur geringere Spielzeiten haben, hatten fast sensationelle Auftritte. So gelang Milan Vucicevic gegen die defensive Deckung fast alles, er hämmerte den Ball auch aus zehn Metern über und neben den Block ins Tor, so dass der VfL auch eine Phase mit vier Feldspielern gegen sechs Hildesheimer ohne Schaden überstand.

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Übertroffen wurde der Linkshänder aber noch von Jörg Lützelberger, der Kreisläufer machte nicht nur das beste Spiel im Gummersbacher Trikot, sondern vielleicht sogar das Spiel seines Lebens. Der ehemalige Juniorennationalspieler harmonierte mit dem neuen Rückraum prächtig, setzte sich am Kreis immer wieder ab, fing nicht nur jeden Ball, sondern versenkte ihn auch im Netz. Zehn Versuche und zehn Tore dokumentierte die Statistik am Ende für den alles überragenden Kreisläufer, der natürlich nach dem Schlusspfiff zu Recht gefeiert wurde, denn eine derartige Hundert-Prozent-Quote hat in der Bundesliga auf dieser Position Seltenheitswert.

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So geriet der VfL nach der relativ klaren Führung auch in der zweiten Hälfte nicht mehr in Gefahr. Zouzou Houlet hielt durch, nachdem der Kapitän auch mal von Alexis Alvanos auf der Mitte entlastet wurde. Über 15:22 (34.), 21:29 (44.) und 27:34 (53.) verteidigte der VfL seinen Vorsprung und es war wohl ein sichtbares Zeichen für den unbändigen Kampfgeist und Siegeswillen an diesem Abend, dass ausgerechnet Zouzou Houlet nach den wenigen Trainingseinheiten das 38. und letzte Gummersbacher Tor in der 59. Minute erzielte.

Alfred Gislason (VfL Gummersbach):

Ich freue mich riesig. Dieses Spiel ist besser gelaufen, als man hoffen konnte. Milan Vucicevic und Jörg Lützelberger haben heute ein Riesenspiel gemacht. Hildesheim hatte wohl im Kopf , dass wir mit unserem neuen Rückraum nichts bringen. Es war aber auch eine sehr starke Leistung der gesamten Mannschaft, jeder hat seinen Teil zu diesem wichtigen Sieg beigetragen. Die Torhüter haben super gehalten und mit dem Abwehr-Innenblock perfekt harmoniert. Deshalb muss ich auch meine beiden Isländer Arnarsson und Jakobsson für ihren Einsatz loben. Klasse war, wie wir bei der Unterzahl von vier gegen sechs wichtige Bälle geklaut haben. In der zweiten Halbzeit waren wir ja schnell mit sieben und acht Toren weg, so war ein höherer Sieg am Ende möglich.

Ich bin erleichtert nach dieser kämpferisch und spielerisch sehr guten Leistung. Es hat sich ausgezahlt, dass wir im Trainung immer klare Vorgaben und eine klare Arbeitslinie haben, die jeder kennt und immer wieder übt. So konnte auch unser neuer Rückraum heute diese taktischen Elemente so schnell umsetzen und Jörg Lützelberger sich am Kreis immer wieder frei machen.

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Infos zum Spiel

Schiedsrichter: Hagen Becker, Axel Hack

Zuschauer: 5.476

Siebenmeter: 3/5 – 4/4

Strafminuten: 8 – 6 Minuten

Torschützen VfL

Jörg Lützelberger 10 Tore

Verdan Zrnic 7 Tore

Gudjon Valur Sigurdsson 7 Tore

Milan Vucicevic 6 Tore

Bennet Wiegert 4 Tore

Francois-Xavier Houlet 2 Tore

Alexandros Alvanos 1 Tor

Michael Spatz 1 Tor

Torhüter – gehaltene Bälle

Nandor Fazekas 12 Paraden

Goran Stojanovic 7 Paraden

Christian Ramota 1 Parade

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Text und Fotos: VfL Gummersbach

 


 

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06 3082 · 07 2 · # Samstag, 16. Dezember 2017