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VfL Gummersbach – MT Melsungen

Wenn der VfL Gummersbach  am heutigem Samstagabend (04.10.2008) um 19:00 Uhr in der Kölner LANXESS arena auf den MT Melsungen trifft, spielt er gegen einen unangenehmen Gegner, der schon während der Vorbereitung beim Turnier in Wernigerode nur mit einem Tor besiegt wurde. Archivfotos: ´Der Sasse´ Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

Köln (Von VfL Gummersbach) – Die Hessen, die 2005 den Aufstieg in die TOYOTA Handball-Bundesliga schafften und seitdem zwei Mal mit dem zwölften und zuletzt mit dem zehnten Rang die Saison beendeten, konnten nach dem Umzug in die Rothenbach-Halle in Kassel den Etat auf offiziell 3,5 Millionen Euro steigern und dadurch bei der Qualität des spielenden Personals nachlegen.

 

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Acht Abgänge wurden in den vergangenen Monaten durch acht Zugänge mehr als kompensiert.

 

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Nachdem Trainer Robert Hedin in der Saison 2007/2008 mit 1175 Gegentoren eine der schlechtesten Abwehrbilanzen dokumentiert wurde, legte Melsungen bei den Neuverpflichtungen vor allem Wert auf Spieler, die nicht nur Tore werfen sondern auch verhindern können. So wie der französische Nationalspieler Franck Junillon (70 Länderspiele) aus der zweiten Reihe von Champions League Teilnehmer Montpellier oder Kreisläufer Pawel Orzlowski (72 Länderspiele) vom polnischen Spitzenklub MKS Lubin, die im Rückraum auch von Nenad Vuckovic unterstützt werden, der es für Serbien auch schon auf 60 Länderspiele brachte.

 

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Torwart Mario Kelentric (84 Einsätze für Kroatien) , der Slowake Daniel Valo (110 Länderspiele) und der Grieche Savas Karipidis (140 Länderspiele), der als Rechtsaußen um die Torjägerkrone mitmischt, sind mit dem Serben Vladica Stojanovic (60 Länderspiele), dem Griechen Grigorios Sanikis (80 Länderspiele) und dem Linksaußen Ivan Brouko (61 Einsätze für Weißrussland) sowie dem dänischen Kreisläufer Thomas Klitgaard ( 1 Länderspiel) weitere Stützen, mit denen sich der Klub in der deutschen Eliteliga etablierte. „Nach einer guten Vorbereitung haben uns zum Meisterschaftsstart Verletzungen zurück geworfen“, sagt MT-Sprecher Bernd Kaiser.

 

So gab es zum Beispiel beim Sparkassen-Cup einen Sieg über die SG Flensburg-Handewitt, doch danach stand der Kader nie komplett zur Verfügung. Es folgten Punktspiele gegen vier Gegner aus den fünf ersten Tabellenplätzen. Die Niederlagen gegen Nordhorn, Flensburg und Göppingen waren einkalkuliert, die in Balingen-Weilstetten (28:33) allerdings nicht. So war der Druck beim letzten Auftritt groß und der Jubel umso größer, als gegen GWD Minden mit 30:25 der erste Saisonsieg feststand. Savas Karipidis steuerte 12 Tore bei und hat jetzt schon 54 Saisontreffer erzielt, dahinter erschienen in der Statistik die ebenfalls bekannten Protagonisten Daniel Vlado (5) und Thomas Klitgaard (4) als beste Schützen.

 

Überragend hielt einmal mehr Torwart Mario Kelentric, der 19 Bälle hielt. „Wir haben auch mit den vier jungen Spielern jetzt alle Lücken geschlossen und uns solide verstärkt“, glaubt Bernd Kaiser, „deshalb streben wir trotz eines nicht unerheblichen personellen Umbruchs wieder einen sicheren Mittelfeldplatz an.“ Gegen den VfL sei man krasser Außenseiter, doch eine Chance gebe es sicher. „Der VfL steht am Samstag mehr unter Druck“, ist Bernd Kaiser überzeugt.

 

Das Statement von Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): „Wir haben bei den Niederlagen gegen die Spitzenklubs Flensburg und Kiel gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn wir haben jeweils 45 Minuten mehr als mitgehalten. Man darf nicht vergessen, dass die neuen Spieler noch integriert werden müssen und das geht nicht in so kurzer Zeit. Dafür gebe ich nur drei Beispiele: Audray Tuzolana ist ein in jeder Beziehung völlig anderer Typ als Sigurdsson. Oder Viktor Szilagyi, der war Joker und Shooter und ist jetzt unser Spielmacher.

 

Und in der zentralen Abwehr müssen wir ohne Sverre Jakobsson eine neue Lösung finden. Jetzt kommt aber eine ganz wichtige Phase in der Meisterschaft. Die nächsten drei Gegner müssen wir besiegen, die klare Zielsetzung sind sechs Punkte. Dann kommt der Europacup und wir haben eine andere Situation. Das ist natürlich leicht gesagt. Schon der nächste Gegner hat es in sich. Ich kenne alle ausländischen Leistungsträger von Melsungen auch durch ihre Leistungen in den Nationalmannschaften. Ob Kelentric, Valo, Junillon oder Karipidis oder die anderen. In dieser Mannschaft stehen elf Nationalspieler, das wird keine einfache Aufgabe für uns.

 

Ich glaube nicht, dass die Abwehr von Melsungen das größere Problem am Samstag ist. Wir müssen vor allem auf die Gegenstöße achten, die der sehr gute Torwart Mario Kelentric mit seinen genauen Pässen einleitet. Ich bin aber zuversichtlich, denn wir haben in dieser Woche mit vierzehn Spielern intensiv und hart gearbeitet. Die Meldung, dass Goran Stojanovic wieder dabei ist, ist allerdings eine Ente. Er wird frühestens in zwei bis drei Wochen am Mannschaftstraining teilnehmen und braucht dann noch einmal diesen Zeitraum, um sein erstes Spiel bestreiten zu können.“

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1223 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017