Home / Überregional / (ü) Politik / Gummersbach: Bombenalarm!! Besuch des Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler! Spürhunde schlugen an! Steinmüller Gebäude evakuiert. Journalisten wurden verdächtigt und isoliert

 
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Gummersbach: Bombenalarm!!

  • Besuch des Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler
  • Spürhunde schlugen an! Steinmüller Gebäude evakuiert
  • Journalisten wurden verdächtigt und isoliert

Bombenwarung - Polizeiauto
Der Besuch des Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler  auf dem Steinmüllergelände ist doch ein wenig anders verlaufen, wie ursprünglich geplant. Bei der routinemäßigen Durchsuchung nach Sprengstoff wurde bei einer Fototasche eines Journalisten eine sprengstoffähnliche Substanz von zwei Spürhunden unabhängig  voneinander gemeldet. Das Steinmüller Gebäude wurde daraufhin evakuiert. Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Redaktionelle Fotoanfragen gerne telefonisch an 0171-6888777 oder per Email: cs@ntoi.de 

 

Journalisten in ´Sicherheitsverwahrung´ vor dem ´alten Stadtgefängnis!´
Journalisten in ´Sicherheitsverwahrung´ vor dem ´alten Stadtgefängnis!´ Alle akkreditierten Journalisten, die Ihre Taschen zur Untersuchung abgeben mussten, wurden in “Sicherheitsverwahrung” genommen. Ihre Personalausweise wurden konfisziert.  Kurioserweise mussten alle Journalisten,  vor dem “alten Stadtgefängnis” auf dem Steinmüllergelände warten, bis die Angelegenheit geklärt war.

 

Polizei sperrt Steinmüllergelände ab
Gummersbach – Am Dienstag 07.10.2008 besuchte Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler den Oberbergischen Kreis. Ein Programmpunkt zu dem viele Journalisten aus Nah und Fern sich akkreditiert hatten, war die Besichtigung des Steinmüller-Geländes in Gummersbach (Fabrikstraße). Diese war auf 13:45 Uhr terminiert. Im Anschluss sollte sich der Bundespräsident „bürgernah“ zu Fuß durch die Fußgängerzone erst zum alten und dann zum neuen Rathaus der Stadt Gummersbach begeben. Dort sollte er sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Gummersbach eintragen…

 
BKA
Bernd Friedrich (BKA) erklärt den Journalisten die einsatztaktischen Maßnahmen, nachdem die Sprengstoffwarnung publik wurde.  Vor seinem Eintreffen suchten Sprengstoffspürhunde routinemäßig das Gelände ab. Überprüft wurde auch die Ausrüstung der sich vor Ort befindlichen Pressevertreter. Das Equipment befand sich zum Zeitpunkt der Überprüfung in einem Raum des Pförtnergebäudes im Erdgeschoss (Steinmüllergelände). Zwei Sprengstoffspürhunde schlugen unabhängig voneinander an einer Fototasche an.

 

Fisia Babcock
Sofort wurden das Pförtnergebäude und das danebenliegendes Bürohochhaus der FISIA BABCOCK ENVIRONMENT GmbH geräumt und weiträumig abgesperrt

 

Polizeiabsperrung - Bombendrohung - Horst Köhler
Das „Steinmüllergelände“ durfte weder verlassen, noch von extern betreten werden.

 

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Die Pressevertreter mussten sich zur Verfügung halten und es wurden die Personalausweise „kassiert“. Danach wurde der Spieß umgedreht und die Vertreter der Medien von den Ermittlungsbeamten „interviewt“

 

Christian Sasse
´Der Sasse´ nahm es mit Humor. Aber, cool bleiben und „keep Smiling“ in jeder Situation! Das gesamte professionelle Fotoequipment unseres Fotografen ´Christian Sasse´ befand sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im betroffen Raum, in dem der Sprengstoff vermutet wurde. Daher gibt es hier im gesamten Bericht nur iPhone-Handy Fotos, die aber auch nicht schlecht sind… 

 

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Gleichzeitig forderte die Polizei Sprengstoffexperten (USBV-Entschärfer) des LKA an. Das BKA entschied, dass der Programmpunkt (Steinmüllergelände und Fußgängerzone) ausfällt und der Besuch mit dem Empfang im Rathaus fortgesetzt wird. Um 15:30 Uhr trafen die Sprengstoffexperten des LKA auf dem Gelände ein und stellten fest, dass es sich bei der Tasche nicht um Sprengmittel handelte.

 

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Entwarnung – An der Fototasche eines Journalisten einer regionalen Tageszeitung wurde eine Substanz von den Spürhunden wahrgenommen, die Sprengstoff sehr ähnlich ist. Der betroffene Journalist Peter K. (61) gegenüber  NEWS-Oberberg.de: „Seit 35 Jahren bin ich als Journalist tätig und Träger der silbernen Journalistennadel. So etwas ist mir wirklich noch nie passiert!“ Die Ermittler vermuteten, dass die Fototasche/Ausrüstung mit einer Substanz in Verbindung gekommen war, die ähnlich strukturiert aufgebaut ist, wie Sprengstoff. Die empfindlichen Nasen der Spürhunde haben auf diesen Stoff sofort reagiert. Sämtliche Einsatzmaßnahmen wurden unmittelbar nach der Entwarnung gegen 16:00 Uhr aufgehoben und die Vertreter der Presse konnten das Steinmüllergelände wieder verlassen, leider alle ohne ein Foto von Horst Köhler gemacht zu haben, da die Fotoausrüstungen bis zu diesem Zeitpunkt unter Verschluss waren.

 

Quelle/Text: Christian Sasse/ Pressestelle KPB Oberbergischer Kreis

 

 … weitere Bonusbilder: 

Gummersbach Gefängnis
Statt-Gefängnis Fabrikstrasse 6 Gummersbach

 

BKA - Bombenwarnung - Bombendrohung
BKA Einsatzbesprechung

 

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Die Journalisten wurden unterrichtet das sie sich in Sicherheitsverwahrung befinden

 

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Dr. Gero Karthaus, Frank Helmenstein (Bürgermeister der Stadt Gummersbach) und weitere Politiker wurden nach der Bombendrohung nicht isoliert und durften das Steinmüllergelände verlassen.

 

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Alle Journalisten wurden von der Polizei „datenmäßig“ erfasst.

 

Christian Melzer (Wiehl)
Christian Melzer ( wiehl.de / bielstein.de ) 

 

Dirk Adolphs alias ADI (Fotograf)
Zwischendurch wurden einige Journalisten von außerhalb mit Ersatz Fotoequipment beliefert.  

 

Nette Polizistin
Alexander Hoene
Alexander Hoene

 

Heidi Müller - Pressestelle
Heidi Müller von der Pressestelle der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen war auch zwischendurch ein wenig ratlos.

 

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Polizeieinsatzfahrzeug 😉

 

Philipp Ising Fotograf
Philipp Ising,  den man sonst fototechnisch immer stark „bewaffnet“ antrifft, wirkt hier auf unserem Foto nur mit einem Fotohandy in der Hand ziemlich „nackt!“

 

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Die Kreispolizei wurde zur Verstärkung hinzu gezogen

 

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Die Sprengstoffexperten „USBV-Entschärfer“ (Unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen) des LKA rücken auf das Steinmüllergelände an und nehmen das Pförtnergebäude ins Visier.

 

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Ende gut alles gut? Kein Sprengstoff wurde hier gefunden, wo sich das Equipment der Medienvertreter befand

 

 

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06 7059 · 07 3 · # Mittwoch, 29. März 2017