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Nach dem ersten Team-Timeout, rund 15 Minuten nach Spielbeginn, tat die Umstellung beim VfL Gummersbach dem Offensivspiel gegen den TBV Lemgo sehr gut. Schindler machte das Spiel und Barna Putics (Foto) nahm seine Position auf Halblinks ein. Putics war mit sieben versenkten Bällen erfolgreichster Spieler in Reihen des VfL. Am Ende verspielte Gummersbach wiedermal kopflos und mit vollen Hosen den zwei-Punkte Sieg. 25:24 führte der VfL 16 Sekunden vor Schluss und war sogar im Ballbesitz, bevor ein Fehlpass das Remis-Dilemma besiegelte. Gummersbach hätte für einen Sieg den Ball lediglich halten müssen. Aber wenn man positiv denkt und das berühmte Wasserglas “halb voll”, anstatt halb leer sieht, ist der Endstand von 25:25 ein kleiner Schritt zum Klassenerhalt. Doch auch der eine Punkt nach dem 25:25 gegen den TBV Lemgo könnte am Ende schon zum Klassenerhalt gereicht haben. Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de

 

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“Es gibt Dinge, die kannst du nicht erklären”, schreibt Jörg Lützelberger einige Stunden nach dem Spiel auf seiner Facebook-Seite nach einer wahrlich “psychischen Niederlage”. Zum zweiten Mal verspielte der VfL zu Hause des Sieg in letzter Minute. Dabei waren die Fans so überzeugt. Die lautstarke Eugen-Haas Halle mit 2.105 Zuschauern wusste von Beginn an, welche Chance der VfL Gummersbach am gestrigen Abend hatte. Durch die deutliche Neuhausen-Niederlage gegen Flensburg bestand die Chance, den Vorsprung auf den Abstieg auf vier Punkte vorentscheidend zu vergrößern. VfL-Trainer Emir Kurtagic konnte dabei erstmals wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen.

 

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Der VfL Gummersbach begann mit Christoph Schindler und Nemanja Mladenovic im Mittelblock der Abwehr und Kentin Mahé auf der Position des Spielmachers. Dennis Krause und Barna Putics blieben vorerst auf der Bank. Der VfL stand zu Beginn gut in der Abwehr, hatte nur vor dem Tor von Carsten Lichtlein seine Probleme. Erst in der zehnten Minute kämpfte Vedran Zrnic den Ball zum 3:3 Ausgleich über die Linie. Als Adrian Pfahl bereits zum dritten Mal an Lichtlein scheiterte, ging Lemgo erstmals mit zwei Tore in Führung. 6:4 nach 15 Minuten. Der VfL jetzt verunsichert und merklich nervös, immer wieder scheiterten die Hausherren vor dem TBV-Tor. Plötzlich lag Lemgo mit 7:4 in Front und VfL-Trainer Kurtagic nahm die erste Auszeit. Die Umstellung im Team tat dem Offensivspiel gut, Schindler machte das Spiel und Barna Putics nahm seine Position auf Halblinks ein. Putics zeigte seine ganze Stärke, durch seine drei Tore in Folge konnte der VfL in der 22. Minute wieder ausgleichen. Manager Frank Flatten und Aufsichtsratschef Götz Timmerbeil tanzten, schrien und jubelten am Spielfeldrand. Die Impulse kamen an, gerade Barna Putics wirke unglaublich frisch und beweglich. Es entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem der VfL selbst nicht in Führung gehen konnte und trotz guter Gelegenheiten mit einem 11:12 Rückstand in die Pause ging.

 

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Lemgo erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit. In der 37. Minute gingen die Gäste mit 16:14 in Führung und Gummersbach musste jetzt zwingend dran bleiben. Lemgo schnell, beweglich und mit guter Ausbeute aus dem Rückraum hielt den Vorsprung vorerst konstant. Der VfL tat sich unglaublich schwer im Angriff und die Partie drohte nach 46 Minuten gänzlich zu kippen. Patrick Hermann brachte Lemgo mit 21:18 in Führung und Dennis Krause musste für zwei Minuten auf die Bank. Gegen den für Carsten Lichtlein (Foto) ins Tor gekommene Nils Desrüsse blieb der VfL eine gefühlte Ewigkeit ohne Torerfolg. Erst Barna Putics brach durch zwei Tore den Bann: 20:22 – elf Minuten vor dem Ende.

 

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Zehn Minuten vor dem Ende war Gummersbach dann wieder dran, nur noch 21:22. Der Krimi im vorletzten Spiel der altehrwürdigen alten Handballhalle in Gummersbach begann: Kentin Mahé traf zum 23:23 per Siebenmeter, die Halle kochte. Erneut sorgte Mahé drei Minuten vor dem Ende für das 24:24. Ristovski hielt und erneut traf Mahé per Siebenmeter und der VfL lag plötzlich vorn. Lemgo verwarf kurz vor Schluss, doch der VfL gab den Ball 16 Sekunden vor dem Ende nochmal ab und Lemgo glich fünf Sekunden vor dem Ende durch Florian Kehrmann wieder aus. Dabei blieb es dann auch. Statt des großen Schritts in Richtung Klassenerhalt hat der VfL heute zumindest einen kleinen gemacht. Jetzt sind es drei Spieltage vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf den TV Neuhausen.

 

Stimmen nach dem Spiel: 

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Dirk Beuchler (Trainer TBV Lemgo): „Der Punkt für den VfL Gummersbach ist verdient. Auch wenn ich das Spiel natürlich noch von einer zweiten Seite sehen muss. Wir haben über das gesamte Spiel eigentlich immer geführt und müssen am Ende froh sein, dass wir noch einen Punkt hier geholt haben. Mit meinem Angriff kann ich an diesem Tag nicht zufrieden sein. Martin Strobel und Patrick Hermann hatten heute nicht den besten Tag erwischt. Zufrieden bin ich allerdings mit unserer defensiv Leistung. Außer in der Phase als Barna Putics drei Tore am Stück machen konnte, ihn haben wir einfach nicht in den Griff bekommen. Am Ende können wir froh sein über einen Punkt, aber ich denke, dass es der VfL damit geschafft haben dürfte.“

 

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Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Wir hatten von Beginn an ein sehr schweres Spiel vor der Brust und ich muss sagen, dass der TBV heute über lange Zeit Herr im Haus war. Wir sind zwar dran geblieben, aber konnten selber nie in Führung gehen und nicht das Momentum erwischen, um das Spiel selbst in die Hand zu nehmen. Wenn wir wieder die letzte Minute ausklammern, bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Was da wieder passiert ist, kann ich einfach nicht erklären. Ich will auch nicht vom Pech sprechen. Wir haben jetzt drei Punkte Vorsprung, das klingt komfortabel. aber wir haben es heute in der Fußball-Bundesliga an Düsseldorf gesehen, wie schnell das Blatt sich auch wieder wenden kann. Wir müssen konzentriert weiter machen, noch sind wir nicht durch!“

 

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Nach dem Spiel: Nationalspieler Florin Kehrmann (TBV Lemgo) und Emir Kurtagic (Coach, VfL Gummersbach)

 

Statistik: 

  • Tore VfL Gummersbach: Putics (7), Mahé (6/2), Zrnic (4), Schindler (3), Pfahl (2), Kopco (2), Santos (1) Tore TBV Lemgo: Bechtloff (8/4), Hermann (5), Pekeler (3), Dietrich (3), Schneider (3), Strobel (1), Kehrmann (1)
  • Strafzeiten: 8/8 Minuten
  • Zuschauer: 2105, Eugen-Haas Sporthalle

 

Quelle: “Textpassagen” VfL Gummersbach

 

Bonusbilder aus der Eugen Haas Halle:  

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Ein echter Krimi ereignete sich in der Eugen Haas Sporthalle. Die Fans des VfL Gummersbach toben…

 

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Barna Putics in der Abwehr Zange des TBV Lemgo

 

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In den letzen Minuten standen die Fans des VfL Gummersbach alle auf um die Mannschaft zu unterstützen.

 

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Immer wieder Fehlpässe auf Seiten des VfL.

 

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Kurz vor Ende der ersten Halbzeit: Durch einen Direktwurf konnte der VfL Gummersbach den Ausgleich nicht erzielt. Mit 11:12 ging es in die Kabinen.  

 

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Team-Timeout VfL Gummersbach 

 

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Team-Timeout TBV Lemgo 

 

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Aljosa Rezar macht den “Flattermann” im Tor 

 

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Tim Schneider im Zweikampf mit Nemanja Mladenovic

 

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Barna Putics überzeugte gegen Lemgo

  

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Kentin Mahe netzte ins Tor von Nils Dresrüsse

 

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Nervenkitzel bei den VfL Gummersbach Fans 

 

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Raul Santos – Mehr Schatten als Licht… 

 

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Vedran Zrnic traf nur vier Mal. Aber er machte wichtige Anschlusstore und hielt den VfL im Spiel. 

 

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Kentin Mahe verläßt zum Saisonende des VfL Gummersbach 

 

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Christoph Schindler “am Ball” 

 

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Kentin Mahe wird von Martin Stobel umgehauen 

 

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Adrian Pfahl wechselt zur Saison 2013/14 zum HSV Hamburg

 

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06 2385 · 07 2 · # Sonntag, 17. Dezember 2017