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Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach 27:29 (13:15)

 

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(Von VfL Gummersbach) – Am zehnten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga bot der VfL in der SAP ARENA in Mannheim die wohl beste Saisonleistung, denn dieser Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen war vor 7.897 Zuschauern am Ende mehr als verdient. Die Gummersbacher waren nämlich die spielbestimmende Mannschaft, führten über weite Strecken mit ein, zwei oder drei Toren und hatten in den letzten Minuten auch die besseren Nerven und die größeren Kraftreserven. Archivfotos: ´Der Sasse´ (Christian Sasse) [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

Nach dem 27:27 der Gastgeber durch Christian Schwarzer bediente Momir Ilic den von Außen einlaufenden Vedran Zrnic und der Rechtsaußen verwandelte vom Kreis eiskalt. Beim nächsten Angriff der Rhein-Neckar Löwen war Drago Vukovic hellwach, als er einen Bodenpass von Karol Bielecki abfing und so der VfL wieder in Ballbesitz kam. Trainer Sead Hasanefendic nahm zwölf Sekunden vor der Sirene noch eine Auszeit und gegen die nun offene Deckung der Löwen tankte sich Momir Ilic bis zum Kreis durch und machte den Coup perfekt. Grundlage des Freudenfestes nach dem Abpfiff war an diesem Tag eine hervorragende Abwehrleistung und ein erneut überragender Nándor Fazekas, der siebzehn Bälle gehalten hatte.

 

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Sead Hasanefendic hatte eine aggressive 6-0-Variante ausgegeben und dieses System wurde zum Schlüssel des Sieges. Der neuformierte Mittelblock mit Momir Ilic und Drago Vukovic harmonierte prächtig, immer wieder wurde der Ball führende Gegenspieler attackiert und so der Spielfluss genommen. Geoffroy Krantz bestätigte einmal mehr seine in dieser Saison entdeckten defensiven Qualitäten, mit großem Einsatz bekämpfte der Franzose auf der Halbposition vor allem den Rückraumriesen Karol Bielecki. Obwohl die Gastgeber mehr Wechselmöglichkeiten hatten und diese auch nutzten, ließen die acht eingesetzten Gummersbacher Feldspieler sechzig Minuten nicht nach, denn Sead Hasanefendic konnte sich auf eine kompakte Einheit verlassen.

 

So blieben Adrian Pfahl, Roman Pungartnik, Jonathan Eisenkrätzer sechzig Minuten auf der Bank. Audray Tuzolana war zudem angeschlagen, der Linksaußen war im Training umgeknickt und nicht einsatzfähig. Nur zweimal hatten die Gastgeber in diesem Duell mit zwei Toren geführt, so zum Beispiel als Jan Filip in der 9. Minute einen Gegenstoß mit dem 5:3 abschloss. Der Tscheche kam wie auf der anderen Seite Gudjon Valur Sigurdsson in der Folge so gut wie gar nicht ins Spiel, auch der Isländer blieb mit zwei Feldtoren unter seiner gewöhnlichen Quote.

 

Die erste Führung des VfL warf Vedran Zrnic nach siebzehn Minuten zum 6:7 mit einem Siebenmeter. Beim 13:11 (25.) nahm der VfL-Coach seine Auszeit, erinnerte an das ausgegebene Konzept im Angriff. Statt individueller Aktionen besann sich die Mannschaft auf ihre kollektiven Stärken, agierte wieder mit mehr Geduld und wartete auf die klaren Chancen. Der Lohn waren vier Tore in Folge und eine knappe Pausenführung. Die sorgte im zweiten Abschnitt für neues Selbstbewusstsein.

 

Robert Gunnarsson gelang das 13:16, doch die Gastgeber kamen wieder zurück. Das Spiel ging hin und her, die Führung wechselte ständig. Nach 45 Minuten warf Drago Vukovic das 21:23, noch einmal konterten die Gastgeber und schafften das 25:24 (52.) durch Gudjon Sigurdsson. In der Schlussphase legte der VfL zu und Alexis Alvanos ebnete mit dem 25:26 den Weg, dazu drehte Momir Ilic auf und war nun nicht mehr zu stoppen.

 

Das Statement von Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach):

„Ich habe vorher gesagt, dass wir uns in einem großen Spiel beweisen müssen. Dieses Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen war für alle eine gute Gelegenheit und die haben wir genutzt. Die anderen Ergebnisse gegen Mannschaften wie Melsungen und Wetzlar waren der Weg, das Ziel war heute eine wirklich hervorragende und disziplinierte Mannschaftsleistung, ein Erfolg der Gruppe. Wir haben eine bewegliche 6-0-Deckung trainiert, die wurde von allen mit einer kämpferisch starken Leistung sehr gut umgesetzt. Ich könnte jeden Spieler heute loben, im Mittelblock auf Halb oder auf Außen. Aber der beste Mann in der Abwehr war heute für mich Geoffroy Krantz. Wir haben nach meiner Ansicht verdient gewonnen, wir haben das Spiel bestimmt. Der Gegner hat natürlich mehr gewechselt, nur Sigurdsson hat ja durchgespielt. Bei uns war es nicht nötig, wir waren sogar konditionell besser. Wir trainieren hart, sieben bis acht Mal in der Woche. Mit dieser Grundlage kann jeder sechzig Minuten durchspielen.“

 

 


 

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06 892 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017