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Overath (straßen.nrw). Für die winterlichen Verkehrsverhältnisse, die sich langsam aber sicher auch auf die tieferen Lagen in Nordrhein-Westfalen ausbreiten, ist der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen gut gerüstet. Die Winterdienstzentralen in den Standorten Krefeld und Hamm sind dienstbereit. “Der Winter kann kommen, wir sind vorbereitet”, sagte Straßen.NRW-Geschäftsführer Ralf Pagenkopf am Dienstag (4.11.) in Overath: “680 Fahrzeuge, ausgerüstet mit Schneepflügen und Streuautomaten, können für den erforderlichen Winterdienst genutzt werden. In 210 Vorratshallen lagern 120.000 Tonnen Streusalz.

 

Unsere 2.100 Straßenwärter in den 29 Autobahn- und 55 Straßenmeistereien werden bei Bedarf in Rufbereitschaft gesetzt und sind handlungsfähig.” 200 Glättemeldeanlagen Die bei Straßen.NRW im Autobahnnetz verteilten ca. 200 Glättemeldeanlagen-Messstellen liefern online Daten über die aktuelle Witterung und den Straßenzustand. In Verbindung mit speziellen Straßenwetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes sind die Winterdienstzentralen in der Lage, Wetter- und Straßenzustandsentwicklungen zu beurteilen und den erforderlichen Winterdiensteinsatz der Autobahnmeistereien auszulösen.

 

Die Straßenmeistereien, zuständig für die Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen, nutzen ebenfalls die speziellen Prognosen des Wetterdienstes. Deren Winterdiensteinsätze werden auf der Basis von Kontrollfahrten oder durch online oder per SMS übermittelte Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes ausgelöst. Kooperation beim Salzkauf Für den Winterdienst auf den rund 20.000 Kilometern überregionalen Straßen in Nordrhein-Westfalen hat Straßen.NRW in der vergangenen Wintersaison einschließlich der Kosten für Salz, Personal und Materialverschleiß 20,1 Millionen Euro (Vorjahr: neun Millionen) ausgegeben. Auch volkswirtschaftlich rechnet sich der Aufwand, sagt Pagenkopf, “denn der Nutzen durch vermie­dene Unfälle und Staus ist ungleich größer.”

 

Beim Salzeinkauf haben sich inzwischen 20 Kreise, 59 Städte und 12 Gemeinden Straßen.NRW angeschlossen, um in den Genuss günstigerer Großkundenkonditionen zu kommen. Streufahrzeuge nicht behindern Auch der beste Winterdienst gibt keine Garantie für schnee- und eisfreie Straßen. Die Räumfahrzeuge können nicht überall gleichzeitig sein. Mit Glätte muss also immer gerechnet werden. Beim Räumeinsatz bleibt Restschnee auf den Fahr­bahnen liegen oder erneut einsetzender Schneefall sorgt für weitere Glätte. Ein großes Problem sind liegengebliebene Fahrzeuge, sehr oft LKW, die aufgrund mangelnder Winterausrüstung besonders an Steigungen liegen bleiben und auch die Räumfahrzeuge blockieren.

 

Deshalb appelliert Straßen.NRW-Geschäftsführer Pagenkopf an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer: “Verkehrs­taugliche Fahrzeuge einschließlich Winterreifen und angepasstes Fahrverhalten sind bei Schnee und Eis lebenswichtig. Streu- und Räumfahrzeuge sollen im Einsatz nicht überholt und behindert werden. Wenn bei Schnee und Eis nichts mehr geht, müssen Autofahrer eine Gasse freihal­ten, damit Räumfahrzeuge ungehindert durchkommen.” 12-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm für Soleanlagen

 

Ein zwölf Millionen Euro umfassendes Sanierungsprogramm der Soleanlagen an den 170 Standorten von Straßen.NRW kündigte Pagenkopf an. “Teilweise sind unsere Anlagen 25 Jahre alt und müssen nach- oder umgerüstet werden oder auch komplett erneuert werden”, sagte der Geschäftsführer. Bis 2011 soll die Umrüstung abgeschlossen werden. Sole und Salz gehören zur “Wassergefährdungsklasse 1”, insofern sind besonders die Anforderungen an die Lagerung und den Prozess beim Betanken der Streufahrzeuge gestiegen. (www.strassen.nrw.de)

 

Quelle: Bernd A. Löchter / Bernhard Meier

 

 


 

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06 1283 · 07 2 · # Sonntag, 10. Dezember 2017