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Jenke – Ich bleibe über Nacht: Im Bett von Internet-Multimillionär Kim Schmitz alias Kim Dotcom (Megaupload). Kim Schmitz alias Kim Dotcom (l.) gewährt Jenke von Wilmsdorff ganz private Einblicke in sein Leben als Ehemann und Familienvater von fünf Kindern. Ohne Scheu präsentiert der Neuseeländer sein gesamtes Anwesen. Im Spielzimmer seiner Kinder vergnügen die beiden sich u.a. mit Karaoke zu dem Song “My Way”. Fotos: RTL

 

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Jenke von Wilmsdorff
(l.) besucht den Internet-Multimillionär Kim Schmitz alias Kim Dotcom auf seinem 30 Millionen Dollar Anwesen in Neuseeland. Jenke von Wilmsdorff kehrt in neuer Mission zurück. In “Jenke – Ich bleibe über Nacht!” besucht der RTL-Reporter Menschen, die ein spannendes Leben führen, in ihrem privaten Umfeld. Dabei bleibt von Wilmsdorff “über Nacht” und verbringt 24 sehr intensive Stunden mit seinem Gastgeber. Das Ergebnis sind Einblicke in das Leben interessanter Persönlichkeiten, die man so noch nie gesehen hat. In der ersten Folge am Sonntag 10.11.13 um 19:05 Uhr besucht Jenke von Wilmsdorff den Internet-Multimillionär Kim Schmitz alias Kim Dotcom auf seinem 30 Millionen Dollar Anwesen in Neuseeland. Der 39-Jährige sorgte vor 20 Jahren als Hacker zum ersten Mal für Schlagzeilen. Es folgte eine Zeit, in der er sich als Star der New Economy inszenierte und mit protzigen Partys feiern ließ. Jahrelang war es still um ihn geworden, bis im Januar 2012 Bilder einer Razzia auf seinem Grundstück um die Welt gingen. Auf seiner Internetplattform Megaupload sollen Raubkopien von Filmen und Musik gespeichert und geteilt worden sein. Den Inhabern der Urheberrechte soll dadurch ein Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar entstanden sein

Mit Jenke von Wilmsdorff spricht der Internetunternehmer Kim Schmitz zum ersten Mal ganz offen über seine schwere Kindheit mit einem Alkoholiker als Vater und warum er mit seiner Mutter ins Frauenhaus flüchten musste. Außerdem verrät der Internetjunkie, wie er mit ein paar Mausklicks Helmut Kohls Kreditwürdigkeit heruntersetzte und warum er 100 Mal das identische Outfit im Kleiderschrank hat. Kim Schmitz gewährt Jenke von Wilmsdorff ganz private Einblicke in sein Leben als Ehemann und Familienvater von fünf Kindern. Ohne Scheu präsentiert der Neuseeländer sein gesamtes Anwesen, inklusive des Panic Rooms, in dem er während der Razzia flüchtete. Das Ergebnis sind außergewöhnliche Bilder und intime Details, die der Öffentlichkeit bislang verborgen blieben. 

 

Jenke von Wilmsdorff im Interview über Kim Dotcom

Da ist noch jede Menge Kind im Kim…

Jenke als Frau, Jenke als Obdachloser und nun Jenke bei Kim Schmitz alias Kim Dotcom. Was war der Anreiz für Ihr neues Format, in dem Sie außergewöhnliche Menschen besuchen und bei Ihnen nächtigen? „Viele der Gespräche, die ich für meine ‚Jenke-Experimente‘ mit den Protagonisten geführt hatte, gingen sehr tief und waren ungemein interessant. Da wir die in den Sendungen selbst bedauerlicherweise nicht mehr unterbringen konnten, kam die Überlegung auf, daraus ein eigenes Format zu entwickeln: ‘Jenke – Ich bleibe über Nacht‘. Ich verbringe 24 Stunden ganz eng mit dem jeweiligen Protagonisten, führe ganz persönliche Gespräche und nehme am Alltag teil.“

Warum Kim Dotcom, millionenschwerer Internet-Unternehmer, gegen den ein Strafverfahren wegen Copyrightverletzung anhängig ist und der vom FBI gejagt wird? „Für mich besteht in dieser neuen Reportagereihe die Herausforderung darin, von Menschen auch ein ganz anderes Bild zu zeigen als das, was man von ihnen zu haben glaubt. Und von Kim Dotcom, diesem so schillernden Typ, hatte ich wie wohl viele andere auch das Bild von einem Kim Protz. Ein Mann, der gerne zeigt, wie erfolgreich er ist, der sehr laut, sehr wild und sehr offensiv gelebt hat, auch vor 10 – 15 Jahren. Aber dieses Bild war mir zu eindimensional. Dass er durch die Ermittlungen wegen Urheberrechtsverletzungen zusätzlich in den Fokus gerückt ist, macht einen Besuch bei diesem Mann natürlich noch spannender.“

Gab es im Vorfeld wegen der laufenden Ermittlungen und der zurückliegenden Vorstrafen irgendwelche Bedenken? „Nein, warum sollte ich Skrupel gehabt haben? Kim Dotcom wurde 2002 wegen Insiderhandels zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, das ist über elf Jahre her. Aber Menschen können sich ändern. Und wir verfolgen ja genau den Ansatz zu schauen, wie sich Menschen weiterentwickelt haben, was aus ihnen geworden ist.“

Ist denn Ihr Bild von Kim Dotcom im Laufe der Begegnung ein anderes geworden? „Mein Bild von Kim Dotcom hat sich definitiv verändert. Er ist ein sehr intelligenter Mensch und ich habe ihn auch als einen sehr warmherzigen Familienvater von fünf Kindern erlebt. Der Mann macht sich sehr viele Gedanken über seine eigene, laute Vergangenheit, die er mittlerweile sehr kritisch betrachtet.“

Es gibt eine Szene, in der Kim Dotcom den Tränen nahe ist, während er über seine Kindheit spricht. Waren das 100 Prozent echte Gefühle? „Ich glaube, Kim Dotcom ist nicht der Medienprofi, für den man ihn hält. Er ist ja mittlerweile auch sehr zurückhaltend den Medien gegenüber. Nein, er ist nicht abgebrüht und hat uns auch nichts vorgespielt. Dieser Moment, als er über sein katastrophales Verhältnis zu seinem Vater gesprochen hat, war sehr authentisch. Ich habe ihm jede einzelne Träne geglaubt.“

In der Reportage scheint Kim Dotcom immer besonders dann in seinem Element zu sein, wenn gespielt wird – ob nun an der Konsole oder am Pokertisch. Wie viel Kind steckt in diesem Manne? „Er ist in den Bereichen Internet, Programmieren, Hacken definitiv so versiert wie kaum ein anderer. Da würde ich ihn schon fast als Genie bezeichnen. Er hat seine komplette Kindheit im Kinderzimmer verbracht, war wohl sehr viel alleine. Hier hat er als Zwölfjähriger die ersten Modems zusammen geschweißt, um hacken zu können. Ich glaube einfach, dieses Kind ist in ihm geblieben. Er kann ja auch heute noch stundenlang und glücklich vor irgendeiner Spielekonsole sitzen. Da ist noch ganz viel Kind im Kim.“

Was hat Sie bei Ihrer Begegnung besonders beeindruckt? „Beeindruckend war die Art und Weise, wie er sich mir gegenüber geöffnet hat und das Vertrauen, welches er mir gegenüber gezeigt hat. Er hat mir schon während der Dreharbeiten gesagt, dass er selbst überrascht darüber ist, wie viel Privatsphäre er preisgegeben hat. Und dass er jemals vor laufender Kamera anfangen würde zu Weinen, damit hätte er im Leben nicht gerechnet.“

Natürlich thematisiert die Reportage auch die laufenden Ermittlungen gegen Kim Dotcom, der dazu Stellung bezieht und sich als Internet-Freiheitskämpfer bezeichnet. Sehen Sie ihn auch als solchen? „Kim Dotcom sagt, er sei unschuldig. Was er mache, sei nichts anderes als das, was Youtube machen würde. Er vermutet da politische Interessen, verquickt mit persönlichen Absichten, ihm zu schaden. Das FBI hingegen sagt, er ist schuldig. Ich selbst habe da keine Meinung und werde mit großer Spannung verfolgen, wie die Sache für ihn ausgehen wird – Knast und Existenzverlust oder Rehabilitierung und hohe Schadensersatzzahlungen.“

 

Quelle: RTL

 


 

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06 2565 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017