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Gummersbach/Köln – Erfreuliche Neuigkeiten gibt es in Sachen Bahnverkehr im Bergischen Land und im Märkischen Kreis: Anlässlich der gestrigen Sitzung (18. November 2008) des sogenannten Lenkungskreises zur Reaktivierung der Bahnstrecke MarienheideMeinerzhagen in Gummersbach berichteten die Vertreter des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) und des Zweckverbandes SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) von wesentlichen Fortschritten auf ihrem Weg, das Verkehrsangebot auf der Schiene in der Region zu verbessern.

 

Kernpunkte waren der Planungsstand zum geplanten Bahnverkehr der Oberbergischen Bahn zwischen Köln und Gummersbach sowie der Weiterführung der Züge über Marienheide hinaus bis Meinerzhagen. So ist vorgesehen, den heutigen 30-Minuten-Takt zwischen Köln und Overath bis Engelskirchen zu verlängern und darüber hinaus bis nach Gummersbach noch zu verstärken.

 

Dies bedeutet, dass die Anbindung der oberbergischen Region an Köln nachhaltig und dem Bedarf entsprechend verbessert wird. Zeitgleich wird der Streckenabschnitt zwischen dem heutigen Endpunkt der RB 25 in Marienheide und Meinerzhagen im Märkischen Kreis reaktiviert. Meinerzhagen ist dann als stündliche Direktverbindung in rund 90 Minuten Fahrzeit wieder direkt mit der Domstadt Köln verbunden, von Meinerzhagen bis Gummersbach sind es nur noch etwa 20 Minuten. Umgesetzt wird all dies bis Ende des Jahre 2013 – also zu dem Zeitpunkt, da der bis dahin geltende Dieselnetzvertrag in einem europaweiten Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben und vergeben sein wird.

 

Hintergrund und die Maßnahmen im Einzelnen Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit seinem ÖPNV-Infrastrukturfinanzierungsplan, der Mitte diesen Jahres (2008) vom Verkehrsausschuss des Landtages beschlossen wurde, die Ausbaumaßnahmen an der Oberbergischen Bahn als „im besonderen Landesinteresse” klassifiziert und somit die formalen Voraussetzungen zur Förderung des Infrastrukturausbaus geschaffen. Im Zuge der Reaktivierung des Streckenabschnitts Marienheide – Meinerzhagen und des zweigleisigen Ausbaus im Raum Dieringhausen/Gummersbach wird der Bahnhof Meinerzhagen reaktiviert und der Bahnhof Engelskirchen modernisiert. Neun Bahnübergänge zwischen Marienheide und Meinerzhagen erhalten neue technische Sicherungen (Schranken, Blinklichter etc.).

 

Der Bahnhof Gummersbach wird angesichts des verstärkten Verkehrs auf der Strecke ausgebaut und entsprechend modernisiert. Dazu gehört auch ein behindertengerechter Zugang zwischen dem Mittelbahnsteig und dem neuen, unmittelbar benachbarten Busbahnhof, der das Umsteigen zwischen Bus und Bahn erheblich erleichtert und beschleunigt.

 

Die Verantwortlichen der beiden Aufgabenträger Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) und Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe (ZRL), der Oberbergische und der Märkische Kreis sowie die betroffenen Kommunen Gummersbach, Marienheide und Meinerzhagen und die IHK Köln, Zweigstelle Oberberg, bewerten den bisherigen Planungsfortschritt und die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten als sehr positiv. Gleichzeitig gehen alle Beteiligten davon aus, dass die notwendigen Planungs- und Genehmigungsprozesse durch die Deutsche Bahn rasch angegangen werden sowie die Finanzmittel von Bund und Land rechtzeitig bereit stehen.

 

Quelle: NVR

 

 


 

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06 2072 · 07 2 · # Samstag, 2. Dezember 2017