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Formel 1: Großer Preis von Australien! Neue Regeln. Neue Hackordnung? Der Formel 1 schlägt in diesem Jahr die Stunde Null. Noch nie in der jüngeren Geschichte stand die Königsklasse vor einem so radikalen Umbruch. Die Regelrevolution macht die Team-Hierarchie der zurückliegenden Jahre erst einmal hinfällig – das Auftaktrennen im australischen Melbourne wird zur Wundertüte, die auch faustdicke Überraschungen parat halten kann. RTL wird in seinem mittlerweile 24. Formel 1-Jahr mit bewährtem Personal die 19 Rennen wieder live, spektakulär und aufwendig übertragen. Foto: (c) RTL / Lukas Gorys

 

Die Liste der Neuerungen ist lang, deshalb seien hier nur die wichtigsten erwähnt: Anstelle der 2,4 Liter V8-Motoren werden 1,6 Liter V6-Motoren mit Turbo-Aufladung gefahren. Der Sound der Formel 1 wird damit ein anderer, ein leiserer sein. Umweltfreundliches Denken hält Einzug in den PS-Zirkus: Die ausgeweitete Hybrid-Technologie erlaubt pro Runde einen Anschub bis zu 33,3 Sekunden durch die an der Hinterachse rückgewonnene Brems- und Wärmeenergie (KERS) – zuletzt waren gerade einmal 6,67 Sekunden pro Runde zulässig. Damit soll der Benzinverbrauch deutlich gesenkt werden. Weil die Boliden pro Rennen nur noch 100 Kilogramm Kraftstoff (ca. 135 Liter) aufnehmen dürfen, müssen die Triebwerke rund 30 Prozent effizienter werden. Die neuen Motoren und neue aerodynamische Bestimmungen führen auch zu einer veränderten Optik: das Heck ist voluminöser, die Frontflügel verlieren 15 cm an breite, die Frontnasen liegen aus Sicherheitsgründen zudem tiefer – Ähnlichkeiten mit Rüsseltieren oder auch Staubsaugern nicht ausgeschlossen. Ganz neu ist auch die Sünderkartei á la Flensburg: Bei Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung der Formel 1 drohen bis zu drei Punkte. Kommt ein Fahrer in den jeweils zurückliegenden zwölf Monaten auf mehr als zwölf Punkte, darf er beim nächsten Rennen nicht starten. Und weil das dem Automobilweltverband FIA noch nicht genug der Neuerungen war, beschloss man in der Winterpause auch noch eine Verdoppelung der Punkte beim Grand-Prix-Finale. Um die Spannung zu erhöhen und den WM-Kampf möglichst bis zum Finale offen zu halten, bekommt der Sieger beim Großen Preis von Abu Dhabi (23.11.) 50 statt der üblichen 25 Punkte.

 

Die Fülle und die Komplexität der Änderungen haben im Vorfeld der Saison kontroverse Diskussionen ausgelöst, derweil den Renningenieuren, Technikern und Mechanikern der Teams bei all der Tüftelei die Köpfe nur so rauchen. Tatsächlich haben schon die ersten Testfahrten bestätigt, was Kenner schon längst geahnt hatten: die Entwicklungsvorsprünge der bis dato führenden Rennställe haben keinen Wert mehr. RTL-Experte Christian Danner: „Die Team-Hierarchie der vergangenen Jahre ist erst einmal durcheinandergewirbelt.“ Der Effekt dieses radikalen Umbruchs: Die Stunde Null eröffnet ganz neue Chance, Perspektiven und jede Menge Spannung in der Formel 1. Danner weiter: „Man darf die Entwicklungsgeschwindigkeiten der Teams nicht unterschätzen, aber zumindest in der 1. Saisonhälfte ist das Rennen um die Podiumsplätze für mich komplett offen.“

 

RTL-Sportchef Manfred Loppe: „2014 wird uns alle überraschen, weil die Karten durch die Technikrevolution völlig neu gemischt werden. Technisch, taktisch und fahrerisch wird es auf den Rennstrecken zu Herausforderungen kommen, die jetzt noch keiner absehen kann. Nie war die Formel 1 unberechenbarer und entsprechend spannungsgeladener. Darauf freuen wir uns!“

 

Die Saison 2014 umfasst wie im Vorjahr 19 Rennen. Erstmals nach elf Jahren wird im österreichischen Spielberg wieder ein Grand Prix gefahren (22. Juni), in der Olympiastadt Sotschi feiert am 12. Oktober der Russland-Grand-Prix Premiere. Der Große Preis von Deutschland wird am 20. Juli in Hockenheim ausgetragen – Heimspiel für die vier deutschen Piloten Sebastian Vettel (Red Bull), Nico Rosberg (Mercedes), Adrian Sutil (Sauber) und Nico Hülkenberg (Force India) die 2014 auf Punktejagd gehen. 

 

Formel 1-Sender RTL setzt in dieser Saison vor allem in der Vorberichterstattung auf längere Hintergrundreportagen. Beim Blick hinter die Kulissen sollen auch ungewöhnliche Jobs im Rennzirkus vorgestellt werden. Besonders bei den ersten Rennen wird die Motorsportredaktion ein Hauptaugenmerk auf die Regeländerungen richten. Selbsterklärende graphische Animationen und Erklärstücke der Reporter sollen den Zuschauern helfen, schnell den Durch- und Überblick in der neuen Formel 1 zu bekommen. Nach den guten Erfahrungen aus dem Vorjahr sind auch 2014 längere Interviews abseits des Sports besonders mit den deutschen Fahrern geplant. Das RTL-Personaltableau bleibt unverändert – mit Moderator Florian König, Experte Niki Lauda, den beiden Kommentatoren Heiko Waßer und Christian Danner sowie Boxenreporter Kai Ebel ist das seit vielen Jahren gewohnte Quintett für die Zuschauer am Start.

 

Quelle: RTL

 


 

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06 1564 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017