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WEC in Silverstone

  • Doppelsieg für Toyota
  • Erfolg für Porsche
  • Desaster für Audi in der LMP1
  • Sieg für das Team G-Drive Racing in der LMP2

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LMP1

Doppelsieg für Toyota vor Porsche und Rebellion, Totalausfall für Audi 

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Audi R18 e-tron quattro – Hybrid #1 vom Audi Sport Team Joest (D) mit Lucas di Grassi (BRA), Loïc Duval (F) und Tom Kristensen (DK). Am Ende der zweiten Runde geht der Toyota #8 von Startplatz 5 kommend bereits am Audi #1 vorbei auf den zweiten Platz – Doppelführung für die Toyota TS 040 – Hybrid. – PORSCHE 919 Hybrid #20 vom Porsche Team (D) mit Timo Bernhard (D), Mark Webber (AUS) und Brendon Hartley (AUS) Erfolg für Porsche mit Platz Nr. 3 bei ihrem ersten Einsatz nach 15-jähriger Abwesenheit in der Sportwagenserie. Fotos: Dirk Birkenstock [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de

Silverstone (GB): Schon die ersten 90 Rennminuten halten dass was man sich an Spannung von der World Endurance Championship 2014 verspricht. Bei bewölktem Himmel wird das Rennen als „Wet-Race“ deklariert und einige Autos wechseln schon vor dem Start auf Intermediate-Reifen.

 

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Um 11:56 fahren die Boliden in die Einführungsrunde um möglichst pünktlich um 12:00 Uhr, mit der Startflagge, geschwungen von der Sportwagen-Legende Derek Bell, die 6-Stunden von Silverstone in Angriff zu nehmen. Direkt nach dem fliegendem Start gehen die Positionskämpfe los, Lucas di Grassi (BRA) im Audi R18 mit der Startnummer 1 versucht schon in der ersten Kurve an Alexander Wurz (A) im Toyota #7 vorbeizugehen.

 

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Toyota TS 040–Hybrid #8 vom Team Toyota Racing (J) mit Anthony Davidson (GB), Nicolas Lapierre (F) und Sébastien Buemi (CH)

 

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Audi R18 e-tron quattro – Hybrid #2 vom Audi Sport Team Joest (D) mit Marcel Fesseler (CH), Andre Lotterer (D) und Benoit Treluyer (F)

Kurz darauf kann als Folge der Audi #2 mit Andre Lotterer am Markenkollegen vorbeigehen auf Platz 3. In Folge wechseln die Plätze zwischen den Audi und den Toyota immer wieder. Ab Runde 21 beginnen die Boxenstopps, die die Platzierungen noch mehr durcheinanderwürfelten. Eine halbe Stunde nach Rennbeginn beginnt es zu regnen. Kurz danach fährt di Grassi den Audi #1 ins Kiesbett, schlägt in die Bande ein und beschädigt den R18 an der Front. Das Fahrzeug wird zurück auf die Strecke gezogen und humpelt von dort zurück an die Box. Ein Schaden am Monocoque wird diagnostiziert, die Box wird geschlossen, das Aus für das Meisterauto aus 2013 mit di Grassi, Duval und dem 9-maligen Le Mans Sieger Tom Kristensen.

 

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PORSCHE 919 Hybrid #14 vom Porsche Team (D) mit Romain Dumas (F), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (D)

Kurz darauf sieht man den Porsche #14 Funken sprühend an die Box humpeln, er hat ein Rad verloren. Nach einer etwa viertelstündigen Reparatur kann er das Rennen wieder aufnehmen um einige Zeit später mit Hydraulikproblemen erneut die Box anzusteuern. Nach nur 30 gefahrenen Runden das Aus für den ersten Porsche.

 

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LOLA B12/60 Coupé – Toyota #13 vom Team Rebellion Racing (CH) mit Dominik Kraihammer (A), Andrea Belicchi (I) und Fabio Leimer (CH)

Fast gleichzeitig erwischt erwischte es den privat eingesetzten Lola #13 vom Team Rebellion Racing mit einem Getriebebruch. Nach 1½ Stunden liegt der Toyota mit der Startnummer 8 vor dem Porsche 919 Hybrid #20 und dem zweiten Toyota TS 040 Hybrid #7.  Der Regen wird stärker, die Ausrutscher nehmen zu, immer wieder trudeln Fahrzeuge durch das Kiesbett oder die Auslaufzonen. Der Porsche #14 wird endgültig vom Rennen zurückgezogen. Nach 1¾ Stunden führt der Toyota #7 vor der #8 und dem Porsche #20. Der Audi #2 kann mit Andre Lotterer in der Folge auf Platz 4 fahren und übergibt kurz darauf das Fahrzeug an Benoit Treloyer. 3 Runden beträgt bereits der Rückstand auf den führenden Toyota.

 

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Auf Platz 5 der Rebellion mit u. a. Nick Heidfeld nur eine Runde hinter dem Audi. Es beginnt wieder zu regnen und der Regen wird auch bald wieder heftiger.

 

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LOLA B12/60 Coupé – Toyota #12 vom Team Rebellion Racing (CH) mit Nicolas Prost (F), Nick Heidfeld (D) und Mathias Beche (CH)

Nach 3 Stunden übernimmt Stéphane Sarrazin (F) den Toyota #7. Benoit Treluyer schlägt mit dem Audi #2 in die Bande ein, er versucht verzweifelt das beschädigte Fahrzeug aus dem Kiesbett zu manövrieren um die Fahrt fortzusetzen, aber das mißglückt, der Audi ist zu schwer beschädigt und kommt nur auf dem Abschleppwagen wieder in die Box. Um das Fahrzeug bergen zu können schickt der FIA-Renndirektor Eduardo Freitas das Safetycar auf die Strecke. Die anderen nutzen diese Phase zu ihren Boxenstops, Anthony Davidson übernimmt den Toyota #8, Stéphane Sarrazin den Toyota #8 und Marc Webber den Porsche 919 #20. Der Rebellion Lola #12 liegt jetzt auf Platz 4, am Lenkrad jetzt Nicolas Prost mit 7 Runden Rückstand auf den Führenden und 5 Runden Vorsprung auf den führenden LMP2.  Etwa 40 Minuten vor Ablauf der 6 Stunden geht das Safetycar auf die Rennstrecke weil es zu stark regnet und kurz darauf beendet die Rote Flagge das Rennen vorzeitig weil zuviel Wasser auf der Rennstrecke steht. Toyota Racing ist ein verdienter Sieger der 6 Stunden von Silverstone an diesem Nachmittag. Nicolas Lapierre, Sebastien Buemi und Anthony Davidson gewinnen das Rennen im TS040 Hybrid #8.

 

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Zweite werden Alexander Wurz (A), Stéphane Sarrazin (F) und Kazuki Nakajima (J) im Toyota TS 040 – Hybrid #7, Team Toyota Racing (J)

Toyota feierte seinen Doppelsieg vor einer riesigen Zuschauermenge, 43.000 Zuschauer waren an diesem Osterwochenende nach Silverstone gekommen. Ungewöhnlich war der Total-Ausfall von Audi, der erste seit dem Petit Le Mans 2011.

 

LMP2

G-Drive Racing #26 mit Olivier Pla, Roman Rusinov und Julien Canal im Morgan Nissan siegen vor den Oreca Nissan

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Morgan-Nissan #26 vom Team G-DRIVE RACING (RUS) mit Roman Rusinov (RUS), Olivier Pla (F) und Julien Canal (F) 

Die schnellsten aus dem Qualifying sollten auch bei Rennende erste sein – Von 7 LMP2, die in die Meisterschaft eingeschriebenen, waren nur 4 Prototypen am Start. Der Start in dieser Klasse war ein bisschen weniger hektisch als in der LMP1, aber immer noch spannend. Olivier Pla kann aber die #47, den KCMG Oreca von Tsugio Matsuda und die #37, den SMP Racing Oreca von Kirill Ladygin hinter sich halten. Die #27, der SMP Racing Oreca von Nicolas Minassian wurde in einen Unfall verwickelt, so dass der Franzose sich von Woodcote aus mit einem platten Reifen zurück an die Box schleppen musste, um den Michelin-Slick-Gummi zu ersetzen.

 

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ORECA 03-Nissan #47 vom Team KCMG (HK) mit Matthew Howson (GB), Richard Bradley (GB) und Tsugio Matsuda (J)

Nach 47 Minuten übernimmt der Oreca-Nissan #47 die Führung in der LMP2 vor der #26 bis dieser in die Box muss, dann führt wieder die #26. Dann bekommt der G-Drive Morgan #26 Probleme mit einem Scheinwerfer. Da es Vorschrift ist diesen Fehler umgehend zu beheben muss dieser wieder an die Box. So wechselte die Führung immer wieder, bis KCMG Oreca #47 eine 10 Sekunden Stop&Go Strafe bekommt weil er zu schnell in der Boxengasse unterwegs war. Nach ¾ der Renndistanz führt die #26 mit 1 Runde Vorsprung auf Richard Bradley in der #47.

 

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ORECA 03-Nissan #37 vom Team SMP RACING (RUS) mit Kirill Ladygin (RUS), Viktor Shaitar (RUS), Anton Ladygin (RUS)

Nach dreieinhalb Stunden und 65 gefahrenen Runden kommt das Aus für den Oreca-Nissan #37, Probleme mit der Kraftstoffpumpe. Hinter dem Sieger kommt der Oreca-Nissan #47 als zweiter ins Ziel mit zwei Runden Rückstand.

 

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Der ORECA 03-Nissan #27 vom Team SMP RACING (RUS) mit Sergey Zlobin (RUS), Nicolas Minassian (F) und Maurizio Mediani (I) kommt als dritter ins Ziel mit 9 Runden Rückstand auf den Führenden in ihrer Klasse.

Die nächste Runde der FIA World Endurance Championship 2014 wird auf der Rennstrecke in Spa Francorchamps in Belgien am 2. und 3. Mai zur traditionellen Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans im Juni sein. Motorsport.NEWS-on-Tour.de wird auch dort wieder live vor Ort sein um für euch zu berichten.

 

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Die ehemaligen Werksfahrer Emmanuele Pirro und Rinaldo “Dindo” Capello zu Gast bei der WEC in Silverstone

 

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WEC Silverstone Pitwalk Boxengasse

 

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WEC Silverstone |  Renntransporter Porsche Team-Manthey

 

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WEC Silverstone | The Wing

 

 

WEC Silverstone | Bernhard Hartley

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WEC Silverstone |  Fahrerlager

 

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WEC Silverstone | “Welcome to Silverstone”

 


 

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06 2646 · 07 4 · # Montag, 18. Dezember 2017