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Roman Rosenberg - TTC Schwalbe Bergneustadt

Roman Rosenberg (25), Profisportler beim Tischtennis Bundesligisten TTC Schwalbe Bergneustadt schrieb NEWS-Oberberg.de folgenden Leserbrief mit der “Bitte um Veröffentlichung”. Archivfotos: ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

Roman Rosenberg

Der sympathische in Bergneustadt lebende Roman Rosenberg bekam keine Antworten von der Polizei Gummersbach, nachdem klar wurde das der “Drogenschnelltest” DRUG WIPE ein falsches Messergebnis lieferte und dem Tischtennisprofi dadurch drei Wochen der Führerschein entzogen wurde. Rosenberg bat dann schließlich NEWS-Oberberg.de eine Stellungsnahme, zu seinem unglaublichen Vorfall, von der Polizei Gummersbach einzuholen.

 

… zum Leserbrief! Roman Rosenberg (25): „Mir ist am Ende Oktober etwas unglaubliches passiert. Gegen 23:30 Uhr wurde ich an einem Dienstag nach dem Training in Bergneustadt auf der Kölnerstraße von einer Polizeistreife angehalten. Allgemeine Verkehrskontrolle! Meine Dokumente habe ich, wie verlangt ausgehändigt. Kurz darauf wurde ich gefragt, ob ich Alkohol zu mir genommen habe, dies verneinte ich und wurde auch durch einen Alkoholschnelltest bestätigt – 0,0 Promille!

 

Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich Drogen zu mir genommen habe, da meine Augen sehr ´auffällig´ wären. Wir hatten schließlich kurz vor Mitternacht, ich kam von einem harten Training und ich war müde und unterwegs nach Hause, um zu schlafen und mich zu erholen.

 

Die Beamten bestanden auf einen Drogentest. Ein Speichelschnelltest (Drogenschnelltest) „Drup Wipe“ wurde gemacht, in den ich dummerweise, weil ich nichts zu verbergen hatte, einwilligte. Das wurde mich später zum Verhängnis!

 

Okay, dacht ich mir in zehn Minuten kannst du ja eh wieder fahren, weil ich keine Drogen nehme. Schließlich bin ich ein ehrlicher Sportler, der seinem Körper keine Drogen zumutet. So traf mich die Antwort des Drogenschnelltest, umso erstaunter. Positiv auf Amphetamine, dabei habe ich noch nie in meinem Leben Drogen zu mir genommen. Mir wurde der Führerschein erstmal bis auf weiteres entzogen und mein Auto musste ich vor Ort stehen lassen. Anschließende führen die Beamten mich zu einem Bluttest aufs Revier, wo mich anschließende ein Arzt untersucht, aber auch nichts feststellen können.

 

Es wurde unter anderem ein Augentest usw. durchgeführt, wo ich nochmals beteuert nie Drogen zu mir genommen zu habe. Unverschämte Reaktion der Anwesenden – ich wurde ausgelacht! Am nächsten Tag bin ich auf Anraten von Bekannten sofort zum Arzt gegangen und habe mir Blut und Urin abnehmen lassen. Zwei Tage später bekam ich das Ergebnis. Es war selbstverständlich NEGATIV, da ich keine Drogen zu mir nehme. Mit dem Ergebnis vom Arzt, den ich selber aufgesucht hatte, bin ich zur Wache nach Gummersbach. Die konnte aber nichts damit anfangen. Ich bin daraufhin zum Anwalt und habe Widerspruch eingelegt. Nach drei langen Wochen ohne Führerschein bekam ich den Beschluss von der Staatsanwaltschaft Köln mit dem Ergebnis aus dem Polizeibluttest der Rechtsmedizin Bonn– NEGATIV auf Drogen (Negativer bzw. unauffälliger Befund.) Ich könne meinen Führerschein wieder in Köln!! abholen.

 

Roman Rosenberg zu NEWS-Oberberg.de: “Drogen sind für mich kein Thema! Daher war ich umso mehr geschockt über das falsche Messergebnis aus dem DRUG WIPE Schnelltest. Ich bin als Jugendtrainer aktiv und habe damit eine Vorbildfunktion für die jungen Menschen die ich trainiere!”

 

Bei einer “Drug Wipe” Fehlermesstoleranz von fast 20% find ich es eine Frechheit von der Polizei, dass sie damit auf Drogen testen dürfen und wie in meinem Fall Unschuldigen fast einen Monat den Führerschein entziehen können.

 

Fazit nach dieser Lehre, wenn man seinen Führerschein behalten möchte, musst du diesen Test als Drogenabstinenzler verweigern und direkt mit zur Wache zur Blutentnahme. Ich möchte auf diesem Weg durch NEWS-Oberberg.de einfach nur die Leute davor warnen sich von der Polizei nicht alles gefallen zu lassen und den Drogenschnelltest zu verweigern bzw. falls die Polizei drauf besteht diesen direkt vor Ort anzuzweifeln.

 

Man muss dann zwar mit zur Wache zum Bluttest, aber ist dann auf der sicheren Seite. Außerdem bitte ich hiermit um eine Stellungnahme der Polizei Gummersbach, die ich auf normalem Weg nie bekommen habe. Noch nicht mal ein eine Entschuldigung ist erfolgt, das find ich echt ein starkes Stück, da ich als Sportler jeden Tag zum Training muss und auf meine Auto angewiesen bin. Das waren drei harten Wochen ohne Führerschein. Außerdem hat mich die Angelegenheit fast 400 Euro an Anwaltsgebühren gekostet.“ –

 

Roman Rosenberg aus Bergneustadt

 

 

 


 

 

Die Stellungnahme der Polizei – weiter unten –   

 

 


 

 

Aktuelle „Zitate“ und Fundstücke zum Thema DRUG WIPE als Drogenschnelltest…

 

Focus schreibt: „Fehlerhafter Drogenschnelltest!“ Der Drogenschnelltest „Drugwipe“ soll selbst geringste Spuren von Kokain, Cannabis, Amphetamine und Cannabis im Speichel und Schweiß nachweisen. Doch laut einer neuen Studie würde „Drugwipe“ zu häufig falsche Ergebnisse liefern…“

 

Giga schreibt: „Der bundesweit von der Polizei eingesetzte Drogenschnelltest für Autofahrer “Drugwipe” ist offenbar untauglich. Mediziner der Universität Köln haben in einer Studie eine zweistellige Fehlerquote nachgewiesen. Sie fordern nun, dass der Test nicht mehr verwendet werden darf. “Fast fehlerfrei funktioniert der Test nur bei Opiaten”, sagte der Wissenschaftler Herbert Käferstein dem Magazin. “Für die Erkennung der meisten Drogen” sei das Verfahren “nicht geeignet” …“

 

Wikipedia schreibt: „Das Verfahren des Drogenwischtest ist noch recht neu (Einführung 2003) und mit einer recht hohen Unsicherheit von durchschnittlich 8?% belastet. Trotzdem wird es von der Polizei weiter eingesetzt, da es das einzige zur Zeit praktikable, schnell ablesbare Verfahren ist, mit dem ohne Blutentnahme auf Fahren unter Einfluss psychoaktiver Substanzen getestet werden kann. Positive Ergebnisse müssen ebenso wie bei Alkohol durch eine Blutprobe gesichert werden

 

 


   

 

HQ-Videoclip: artikel-ext-link.gif TV.NEWS-Oberberg.de   

“Spitzentischtennis vom Feinstem”
mit Roman Rosenberg

 

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  • Stellungnahme der Polizei Gummersbach

 

Ernst Seeberger (Pressesprecher der Polizei Gummersbach) übermittelte uns folgende Stellungnahme:  „Die von Ihnen genannte Fehlerquote von Drogenvortests kann ich weder bestätigen noch dementieren. Entsprechende Erhebungen liegen hier nicht vor. Zur Feststellung der Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugführern sind Polizeibeamte in erster Linie auf äußere Indikatoren angewiesen. Dazu gehören bekanntermaßen auffällig veränderte Pupillen der Augen, Gleichgewichtsstörungen und Veränderungen in der Sprache, um Ihnen einige Beispiele zu nennen.

 

Das Drugwipe wird nur zur Konkretisierung des entsprechenden Verdachts eingesetzt. Die Verlässlichkeit des Vortests unterliegt dem ständigen technologischen Fortschritt. Die oberbergische Polizei setzt stets die modernsten Tests ein. Die Beamten entscheiden bei Abwägung aller Kriterien nach pflichtgemäßem Ermessen über die Entnahme einer Blutprobe. Letztlich wird erst über das gerichtsmedizinische Gutachten geklärt, ob eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit vorliegt oder nicht.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde sind sich der eingeschränkten Aussagekraft eines Drugwipe-Tests bewusst und gehen entsprechend sensibel mit den Ergebnissen um. Die Oberbergische Polizei wird dem betroffenen Bürger bezüglich bestimmter Aussagen das Gespräch suchen…“

 

 

 


 

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06 7028 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017