Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

 

TV Großwallstadt – VfL Gummersbach 34:34 (21:16)

ntoi_pgr_vfl_grosswall_05.JPG

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle mussten die vielen Gummersbacher Fans erleiden, die sich das Traditionsduell der Altmeister in der TOYOTA Handball-Bundesliga in der nicht ausverkauften Aschaffenburger f.a.n. Frankenstolz Arena nicht entgehen lassen wollten. Archivfotos: Peter Grau [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]  

  

Aschaffenburg (Von VfL Gummersbach) Zeitweise schlugen die Emotionen hohe Wellen und am Ende gab es wieder einmal eine dramatische Schlussphase und sogar die Möglichkeit zu einem Sieg, obwohl der VfL zeitweise mit sechs Toren in Rückstand gelegen hatte und an diesem Tag nicht auf die Torhüter bauen konnte.

 

Nach 57 Minuten hatten nämlich Goran Stojanovic und Nándor Fazekas zusammen fünf Bälle gehalten und für eine Quote gesorgt, mit der eigentlich keine Mannschaft ein Handballspiel gewinnen kann. Dann gelangen dem ungarischen Schlussmann aber noch drei Paraden, der letzte Wurf der Großwallstädter in der letzten Sekunde war allerdings aus zehn Meter mehr ein verzweifelter Versuch mit geringer Erfolgsquote als ein ernsthafter Wurf. 

 

ntoi_vfl_gummersbach_sc_magdeburg_33.jpg

Goran Stojanovic Archivfoto: ´Der Sasse´ [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

 

In der Mitte der zweiten Hälfte hatte sich allerdings Goran Stojanovic verletzt, die erste Diagnose lautete Muskelfaserriss im Oberschenkel. Ein weiterer Wermutstropfen dieses Punktgewinns war die Verletzung von Alexis Alvanos. Der Grieche musste nach einer Viertelstunde nach einem bösen Foul mit vier Stichen am Mund genäht werden, kämpfte sich trotz dieses Handicaps durch und blieb natürlich mit einem Tor unter seinen Möglichkeiten.

 

Die letzten fünf Minuten hätte auch der Krimimeister Alfred Hitchcock nicht besser inszenieren können. Der erneut überragende Momir Ilic und Audray Tuzolana mit seinem achten Tor hatten nach dem 33:31 zum 33:33 ausgeglichen. Dann sah der Großwallstädter Kreisläufer Jens Tiedtke nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Das Spiel schien zugunsten des VfL zu kippen, aber Momir Ilic vergab den zweiten Gummersbacher Siebenmeter und scheiterte am Markus Rominger.

 

Kurz darauf schickten die Schiedsrichter auch den VfL-Kapitän auf die Bank, nachdem Michael Müller den Ball noch einmal für den TVG ins Netz gewurschtelt hatte. Der ehemalige Gummersbacher Michael Spatz traf anschließend nur die Latte, dann schaffte Geoffroy Krantz doch noch den 34:34 Ausgleich. Beim Spiel 5-5 fehlte dem ansonsten starken Audray Tuzolana die Nervenstärke für sein mögliches neuntes Tor, denn dieser Versuch kam vielleicht einen Moment zu früh. In der ersten Hälfte hatte sich der VfL allerdings nicht von seiner besseren Seite gezeigt.

 

ntoi_pgr_vfl_grosswall_10.JPG 

Vor allem die Deckung fand selten die richtige Einstellung zum Rückraum der Mainfranken. Schon nach acht Minuten musste Trainer Sead Hasanefendic beim 7:3 seine Auszeit nehmen. Aber auch eine offensivere Taktik in der Deckung brachte keine Besserung, über 12:8 (18.) und 17:12 (24.) setzte sich Großwallstadt ab und ging mit einem Vorsprung von fünf Toren in die Pause. Im zweiten Abschnitt schien sich die Kabinenansprache von Sead Hasanefendic auszuzahlen.

 

Immer wieder konnte der vorgezogene Audray Tuzolana Bälle stehlen und so zu Gegenstoßtreffern nutzen. Da auch der wieder kämpferisch vorbildliche Robert Gunnarsson am Kreis konzentriert abschloss (am Ende hatte er sechs Tore bei sechs Versuchen seinem Konto), holte der VfL Tor um Tor auf. Viktor Szilagyi schaffte den 23:23 Ausgleich nach vierzig Minuten, doch die Gastgeber kamen aus dem schon erwähnten Grund immer wieder zu leichten Toren. Über 27:25, 29:27 und schließlich 32:28 (50.) schien das Spiel erneut in die andere Richtung zu kippen. Die Auszeit von Sead Hasanefendic und die personellen Wechsel wendeten aber noch einmal das Blatt, denn fünf Minuten später war nach dem 33:33 alles möglich.

 

Gummersbach: Fazekas (5 Paraden), Stojanovic (3 Paraden); Krantz (1), Ilic (11/4), Gunnarsson (6), Szilagyi (3), Zrnic (4/1), Tuzolana (8), Alvanos (1), Pfahl, Wagner.

 

 

Sead Hasanefendic (VfL Gummersbach):

ntoi_vfl_gummersbach_sc_magdeburg_13.jpg

Seas Hasanefendic Archivfoto: ´Der Sasse´ [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]  

 

„Nach diesem Spiel gibt es zwei Sichtweisen für mich. Wir haben sicher nicht einen Punkt verloren, sondern einen gewonnen, wenn man das gesamte Spiel analysiert. Am Ende war allerdings auch ein Sieg möglich, wenn ich an den vergebenen Siebenmeter und en zu frühen Abschluss von Tuzolana denke. Wir haben natürlich in der ersten Halbzeit in der Abwehr viel zu passiv gespielt, da hatten es die Torhüter schwer. Nach der Pause haben wir angefangen, richtig zu spielen.

 

In der Kabine und beim 32:28 konnte ich noch einmal Einfluss nehmen und die Taktik ändern. Die Varianten mit 4-2 und 5-1 haben uns geholfen, dass wir wieder ins Spiel kamen. Es war natürlich keine große Partie der Torhüter. Aber Goran Stojanovic hatte sich leider verletzt, Nándor Fazekas konnte am Ende drei wichtige Bälle halten. Dazu mussten wir die frühe Verletzung von Alexis Alvanos kompensieren.“

 

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 1148 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017