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baumfaellen_nationalpark_1.jpgVogelsang An den Zugängen zum ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang im Nationalpark Eifel werden Wanderer mit Begrüßungsschildern über die Nationalpark-Philosophie „Natur Natur sein lassen“ informiert. Schon wenige Meter weiter bietet sich Nationalpark-Besuchern derzeit aber mancherorts ein scheinbar entgegen gesetztes Bild. Frisch gefällte Baumstämme warten am Wegesrand auf ihren Abtransport.

 

 „Dass das Fällen von Bäumen die Entwicklung naturnaher Wälder unterstützt, klingt aufs erste absurd. Um Irritationen zu vermeiden, wollen wir den Besuchern erklären, warum in Teilen des Nationalparks derzeit noch Bäume gefällt werden und Forstmaschinen fahren“, so Markus Vollmer, der zuständige Revierleiter der Bundesforstverwaltung Wahnerheide. Bei größeren Maßnahmen entlang von Wanderwegen stellt Vollmer daher zusätzliche Schilder auf. Hier erfahren Nationalpark-Besucher, dass es sich bei den entnommenen Bäumen ausschließlich um die im Nationalpark nicht heimischen Nadelbaumarten Fichte und Douglasie handelt. „Im Nationalpark soll die Natur ausreichend Raum für die Entwicklung ursprünglicher Wälder finden.

 

Da der Eifeler Urwald aus Buchen und anderen Laubgehölzen bestand, unterstützen wir diese, wo notwendig, bei der Rückeroberung ihrer natürlichen Lebensräume“, erklärt Vollmer. Von besonderer Bedeutung ist diese Hilfe auch für Mikroorganismen und andere Bachbewohner, die die Blätter der natürlich vorkommenden Laubbäume als lebensnotwendige Nahrungsgrundlage benötigen. Das Bundesforstamt Wahnerheide betreut im Nationalpark Eifel die Flächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes, der sich im Eigentum der Bundesrepublik befindet.

 

Die landeseigenen Flächen Nordrhein-Westfalens, die rund 70 Prozent des Nationalparks ausmachen, werden dagegen vom Nationalparkforstamt Eifel betreut. Spätestens bis zum Jahr 2034 sollen die Maßnahmen zur Waldentwicklung abgeschlossen sein. Dies ist notwendig, um die internationale Anerkennung des Großschutzgebietes zu erreichen. Hierzu muss in „Entwicklungs-Nationalparken“ wie dem Nationalpark Eifel spätestens 30 Jahre nach Ausweisung drei Viertel der Fläche frei von lenkenden Eingriffe sein. „Ich gehe davon aus, dass wir früher als vorgeschrieben die internationalen Standards erreichen“, prognostiziert Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamtes: „Schon drei Jahre nach Ausweisung haben wir jetzt rund die Hälfte der erforderlichen Fläche erreicht“. 

 

 

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„Dass das Fällen von Bäumen die Entwicklung naturnaher Wälder unterstützt, klingt aufs erste absurd“, so Markus Vollmer, der für den ehemaligen Truppenübungsplatz zuständige Revierleiter der Bundesforstverwaltung Wahnerheide. Mit Schildern erläutert Vollmer den Nationalpark-Besuchern daher, dass es sich bei den entnommenen Bäumen ausschließlich um die im Nationalpark nicht heimischen Nadelbaumarten Fichte und Douglasie handelt.

 

Quelle (Text & Fotos): Nationalparkforstamt Eifel

 


 

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06 2871 · 07 4 · # Montag, 11. Dezember 2017