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Füchse Berlin – VfL Gummersbach 27:27 (13:16)

VfL Gummersbach TIMEOUT

Von VfL Gummersbach – Mit diesem hochverdienten Unentschieden am 16. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga bleibt der VfL Gummersbach auf dem siebten Tabellenplatz. 6.524 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen eine dramatische Schlussphase, in der die Berliner noch zu einem sehr glücklichen Punktgewinn kamen, denn die Gastgeber hatten während der gesamten sechzig Minuten nie geführt.

 

Als nämlich Robert Gunnarsson in der 56. Minute das 22:26 für den VfL geworfen hatte, schien das Spiel entschieden. Doch Füchse-Trainer Jörn Uwe Lommel nahm nach 54:13 Minuten eine Auszeit, um mit einer risikoreichen offensiven Taktik das Unmögliche möglich zu machen. Nach zwei schnellen Toren durch Konrad Wilczynski und Bartlomiej Jaszka versuchte auf der anderen Seite VfL-Coach Sead Hasanefendic nach exakt 57:00 Minuten die Hektik aus dem Spiel zu nehmen und an die individuellen Lösungen zu erinnern, die in einem solchen Fall Erfolg bringen.

 

Noch einmal konterte Momir Ilic zum 25:27, doch den Füchsen blieben immer noch einhundertundzwanzig Sekunden. Markus Riechwien schaffte den Anschlusstreffer, dann erhielt Teamkollege Sascha Detlof eine Zeitstrafe und erneut schien der VfL im Vorteil. Doch der Show-down sollte noch folgen. Berlin nahm in Unterzahl im letzten Angriff den Torwart raus und schaffte tatsächlich durch Bartlomiej Jaszka vier Sekunden vor der Sirene noch den 27:27 Ausgleich.

 

Momir Ilic (13), Nándor Fazekas (1)

Momir Ilic (13), Nándor Fazekas (1)

VfL-Torwart Nándor inszenierte anschließend die Schnelle Mitte und Robert Gunnarsson warf den Ball auf das leere Tor. Aber der von der Bank ins Spielfeld zurück eilende Füchse-Schlussmann Petr Stochl rettete in allerletzter Sekunde mit einer fantastischen Parade seinem Team einen Punkt.

 

Schon in der ersten Halbzeit ließ der VfL sehr schnell die schwache Vorstellung gegen den HSV Hamburg vergessen. Nach einer Viertelstunde stand es 7:10 und wenig später führte der VfL durch Vedran Zrnic nach dessen 7:13 sogar mit sechs Toren. Die Abwehr packte konsequent zu und stand beweglich und konzentriert am Kreis. Immer wieder wurden Bälle für Tempogegenstöße gestohlen, die vor allem der an diesem Tag gut aufgelegte Adrian Wagner verwandelte. Kurz vor dem Gang in die Kabine warf der Linksaußen das 11:16, doch dann ließ die Konzentration etwas nach. Zu allem M Überfluss konnte nach dem Abpfiff Michal Kubisztal, der gefährlichste Schütze der Berliner, einen Freiwurf direkt verwandeln.

 

An der Dominanz der Gummersbacher änderte sich jedoch im zweiten Abschnitt nichts. Über 13:18 (35.), 16:21 (41.) und 17:22 (42.) wurde das Spiel beherrscht. Doch dann kam ein Bruck, acht Minuten gelang nur noch ein einziges Tor, so dass die Gastgeber auf 21:23 (50.) herankamen. Zwei wichtige Tore von Viktor Szilagyi und das erwähnte von Robert Gunnarsson kamen zur rechten Zeit, doch trotz der vier Tore Abstand machte der VfL den Sack nicht zu.

 

Tore Gummersbach: Wagner (7), Gunnarsson (6), Ilic (4), Zrnic (4),  Szilagyi (3), Alvanos (2), Krantz (1).

 



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Sead Hasanefendic (VfL Gummersbach)    

Das Statement von Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): „Im Handball geht es manchmal um Millimeter. Manchmal hat man Glück, manchmal nicht. Solche Spiele haben wir in der Schlussphase schon oft für uns entschieden, heute hatten wir das Pech und unverdient einen Punkt verloren. Wir haben fünfzig Minuten das Spiel bestimmt. Die Mannschaft hat sich nach dem letzten Spiel gegen Hamburg gesteigert und verstanden, wie wir Erfolg haben können.

 

Die Abwehr und der Angriff haben sehr konzentriert gespielt, wir haben viele Gegenstöße und die erste und zweite Welle erfolgreich abgeschlossen. Heute ist der Gegner mit einer unorthodoxen Taktik zurück gekommen, das 4-2 und das 3-3 System sorgte bei uns für Unruhe. Uns fehlten in dieser Phase die individuellen Lösungen, außerdem hatten wir wirklich Pech im Abschluss. Berlin hat in den letzten Minuten mit viel Risiko gespielt und dabei Glück gehabt. Nach dem Spielverlauf können wir mit dem einen Punkt natürlich nicht zufrieden sein, aber den zweiten hat am Ende nur eine großartige Parade von Torwart Stochl verhindert.“

 

Quelle: VfL Gummersbach / Archivfotos: ´Der Sasse´ Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht unter 0171-6888777

 

 


 

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06 1176 · 07 2 · # Samstag, 9. Dezember 2017