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(VfL) Einen ganz wichtigen Sieg fuhr der VfL am Mittwochabend in der Unterfranken-Halle in Aschaffenburg ein, entsprechen ausgelassen feierten Spieler, Fans und Offizielle nach dem Spiel gemeinsam auf dem Feld überschwänglich die beiden Punkte. Nach dem Aus im Pokal und in der Champions League bleiben die Gummersbacher in der Bundesliga im Kampf um die ersten drei Tabellenplätze im Rennen und schafften gleichzeitig eine hervorragende Ausgangsposition für die beiden kommenden Heimspiele gegen die HSG Wetzlar (Samstag 18.30 Uhr, Eugen-Haas-Halle) und vor allem für den Kölnarenahit gegen den THW Kiel am 16. März.

 

Der Mann des Abends war in diesem 60. Duell der Traditionsklubs VfL-Torwart Nandor Fazekas, mit teilweise unglaublichen Reflexen raubte der Ungar den Großwallstädter Schützen den Nerv und kam am Ende auf eine sagenhafte Quote von 25 gehaltenen Bällen. Alexander Petersson sollte die Gummersbacher abschießen, doch auf die Qualitäten des Isländers hatte sich die Abwehr bestens eingestellt. Der Linkshänder, der im Rückraum seinen verletzten Landsmann Einar Holmgeirsson ersetzen muss, warf zwar das erste Tor, doch in den restlichen 59 Minuten nur noch zwei weitere Feldtore, weil er sich der besonderen Aufmerksamkeit von zwei Isländern beim VfL erfreute. So nahm sich Pettersson vor allem Gudjon Valur Sigurdsson an, der ihn seit gemeinsamen Jugendzeiten im selben Klub in Reykjavik kennt. Wollte dieser sich dieser Betreuung entziehen, wartete auf der anderen Seite mit Robert Gunnarsson ein weiterer Isländer, der alles über die Vorlieben wusste. So drohte von den Großwallstädtern nur noch durch den Dänen Anders Oechsler Gefahr aus der zweiten Reihe. In der ersten Hälfte konnte sich zunächst keine Mannschaft absetzen.

 

Über 3:3, 6:6, 8:8, 11:1 und 13:13 wurden die 4200 Zuschauer in der ausverkauften Halle ansprechend dramatisch unterhalten, weil sich vor allem die Gästen erlaubten, etliche klare Chancen nicht zu nutzen. Dann setzte sich der VfL aber kurz vor der Pause durch einen Siebenmeter von Momir Ilic zum 14:16 ab. Drei Glanztaten von Nandor Fazekas verhinderten, dass die Gastgeber noch einmal herankamen. Die Abwehr des VfL wurde so in der zweiten Hälfte zu noch mehr Einsatz angetrieben, die Grundlagen für das gefürchtete Tempospiel waren gelegt. Mit dem Gegenstoß durch Gudjon Sigurdsson zum 17:21 hatte sich der VfL nach 36 Minuten zum ersten Mal mit vier Toren abgesetzt, anschließend traf Daniel Narcisse bei einem erneuten Gegenstoß nur die Latte. Dass sich sein Team keine Sorgen mehr machen musste, lag natürlich weiterhin an Nandor Fazekas, der unüberwindbar schien und in der Mitte der zweiten Hälfte mit seiner 19. Parade die Fans der Mainfranken immer mehr verstummen ließ. Danach schaltete der VfL noch einen Gang höher, dem Hochgeschwindigkeitshandball waren die Großwallstädter nicht mehr gewachsen.

 

Mit dem 22:27 durch Bennet Wiegert war die kleine Gummersbacher Fankolonie nicht mehr zu überhören. Die letzten zehn Minuten waren ein Schaulaufen für die Galerie. Über 22:29 (53.), 24:30 (55.) sorgten am Ende Jörg Lützelberger und der bärenstarke Momir Ilic mit seinem achten Treffer für den Schlussakkord zum 26:33.

 

 

 

Torschützen:

 

# Feldspieler Tore Quote 7m Quote
13 Momir Ilic 8/13 62% 1/1 100%
6 Anders Oechsler 6/15 40% 0/0 0%
11 Daniel Narcisse 6/7 86% 0/0 0%
22 Gudjon Valur Sigurdsson 5/6 83% 0/0 0%
18 Robert Gunnarsson 4/5 80% 0/0 0%
13 Heiko Grimm 4/12 33% 0/0 0%
21 Alexis Alvanos 4/6 67% 0/0 0%
5 Hannes Volk 4/5 80% 0/0 0%
25 Alexander Petersson 5/13 38% 2/3 67%
19 Andreas Kunz 2/4 50% 0/0 0%
77 Vedran Zrnic 4/5 80% 2/2 100%
3 Bernd Hofmann 2/5 40% 0/0 0%
4 Jan-Olaf Immel 2/3 67% 0/0 0%
20 Marco Hauk 1/2 50% 0/0 0%
3 Bennet Wiegert 1/1 100% 0/0 0%
31 Jörg Lützelberger 1/2 50% 0/0 0%
17 Aleksandar Stanojevic 0/1 0% 0/0 0%
29 Nichlas Holm Jörgensen 0/2 0% 0/0 0%
18 Ulrich Wolf 0/0 0% 0/0 0%
31 Einar Holmgeirsson 0/1 0% 0/0 0%
14 Sverri Andreas Jakobsson 0/0 0% 0/0 0%

# Torwart Paraden 7m-Paraden
1 Nandor Fazekas 22 1
22 Chrischa Hannawald 5 0
1 Marcus Rominger 3 0

 

 

 

Strafzeiten:

 

# Name 2min Gelbe Rote
14 Sverri Andreas Jakobsson 6 0 1
17 Aleksandar Stanojevic 2 1 0
18 Robert Gunnarsson 2 0 0
21 Alexis Alvanos 2 0 0
22 Gudjon Valur Sigurdsson 0 0 0
1 Nandor Fazekas 0 0 0
13 Momir Ilic 0 0 0
11 Daniel Narcisse 0 0 0
77 Vedran Zrnic 0 1 0
3 Bennet Wiegert 0 0 0
31 Jörg Lützelberger 0 0 0

 

 

Trainerstimme: 


 

Alfred Gislason (VfL Gummersbach): “Ich bin sehr erleichtert, dieser Sieg ist unglaublich wichtig. Vor dem Anpfiff war ich skeptisch, denn beim Abschlusstraining machten doch einige Spieler noch einen sehr deprimierten Eindruck und ließen teilweise den Kopf hängen. Heute haben wir aber eine sehr starke Leistung gezeigt. Die 6-0-Deckung stand gut, vorne wurde variabel gespielt mit den überragenden Narcisse und Ilic. Auch Gunnarsson am Kreis machte seine Sache sehr gut. Was Nandor Fazekas im Tor hier geboten war, war natürlich großartig. 25 gehaltene Bälle sind in der Bundesliga selten. Das war nach der Niederlage gegen Valladolid die richtige Trotzreaktion. Leider haben wir in der ersten Hälfte viele Großchancen vergaben, so blieb Großwallstadt dran. Eigentlich mussten wir zur Pause schon mit fünf, sechs Toren führen.” (Text: VfL Gummersbach)

 


 

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06 1272 · 07 2 · # Montag, 18. Dezember 2017