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Vorbericht! TOYOTA Handball-Bundesliga: VfL Gummersbach gegen TBV Lemgo @LanXESS arena

 

Köln – Dass der TBV Lemgo in dieser Saison zum hartnäckigsten Verfolger der Übermannschaft des THW Kiel wird, hatten wohl auch die größten Optimisten in Ostwestfalen im Sommer nicht auf der Rechnung. Schließlich Florian Kehrmannliegt der Gewinn der letzten Deutschen Meisterschaft schon fünf Jahre zurück und Beobachter mit Buchhalterkompetenz hatten im Sommer errechnet, dass in den zurückliegenden zwölf Monaten der Verein vierzehn neue Spieler verpflichtet und dreizehn Verträge nicht verlängert hatte und mit Florian Kehrmann (Foto)  sich nur noch ein Akteur der Meistermannschaft im aktuellen Kader befand.

Trotzdem liegt der TBV aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz und kommt damit am Samstag 20.12.2008 (15 Uhr) als Favorit in die LANXESS arena. „Wir wollten oben angreifen und den Abstand zu Kiel verringern“, erklärt Pressesprecher Daniel Last die sportliche Perspektive, für die künftig drei Spieler zuständig sind, die jahrelang gemeinsam des Gesicht des „TBV Deutschland“ und der Nationalmannschaft geprägt haben: Markus Baur ist bekanntlich Trainer, Daniel Stephan Sportlicher Leiter und Volker Zerbe der Manager. 

 

So wundert es nicht, wenn am aktuellen Kader die erfolgreiche Philosophie fortgeschrieben wird, denn sechs Lemgoer Handballer stehen derzeit auch im erweiterten Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Kroatien: Torwart Carsten Lichtlein, Rechtsaußen Florian Kehrmann, die Rückraumspieler Michael Kraus und Lars Kaufmann, Kreisläufer Sebastian Preiß sowie der ehemalige Spielmacher der HBW Balingen-Weilstetten, der talentierte Martin Strobel.

 

Zur Professionalisierung zählt auch Teilumzug in das Gerry-Weber-Stadion in Halle, in der bei einem maximalen Fassungsvermögen von 11.000 Zuschauern drei Spiele ausgetragen werden. Nach der Renovierung war die Kapazität der Lipperlandhalle in Lemgo schon auf 4.980 angehoben worden. Die Troika Baur/Zerbe/Stephan legte das zusätzliches Geld der neuen Sponsoren nicht nur in spektakuläre Transfers wie in den von Martin Galia (Frisch Auf Göppingen) oder Abwehrspezialist Daniel Kubes (HSG Nordhorn) an.

 

„Hier wurde mit Sinn und Verstand die Mannschaft verstärkt“, sagt Daniel Last und führt dafür vor allem neben Martin Strobel die Verpflichtung des Isländers Vignir Svavarsson an, denn den habe vorher keiner gekannt. Da im erwähnten Triumvirat die Chemie stimme, bliebe es auch nach nicht eingeplanten Enttäuschungen wie dem frühen Pokalaus beim TUS N-Lübbecke oder der Kieler 33:23 Lehrstunde im Umfeld ruhig. „So etwas kann in Kiel jeder Mannschaft auf der Welt passieren, wir haben nicht den Anspruch mit dem THW auf Augenhöhe zu ein“, erklärt Daniel Last. Dazu gab es bislang Punktverluste nur noch durch die 30:34 Heimniederlage gegen den HSV Hamburg und ein 29:29 Unentschieden bei den Rhein-Neckar Löwen. Dass der TBV Lemgo in den letzten Jahren in wichtigen Spielen gegen Gummersbach immer gut ausgesehen hat, will Daniel Last aber nicht als gutes Omen werten. Schließlich könne der VfL an einem guten Tag jeden schlagen.

 

 

Das Statement von Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): „Ich muss eingestehen, dass ich den TBV Lemgo in dieser Saison nicht so stark erwartet habe. Aber der zweite Tabellenplatz und der Verlauf der Hinrunde sagen alles über die aktuellen Qualitäten der Mannschaft. Wir hatten Lemgo ja in der Vorbereitung beim Schlecker-Cup getroffen, danach hatte ich diese Mannschaft nur in die Verfolgergruppe der Topteams aus Kiel, Hamburg, Flensburg und den Löwen einsortiert. Lemgo hat eine sehr offensive Personalpolitik betrieben und dabei ein gutes Händchen bewiesen. Ich glaube zum Beispiel, dass die Verpflichtungen der beiden Abwehrchefs ein kluger Schachzug war, denn Kubes erfüllt diese Aufgabe in der Auswahl der Tschechen und Svavarsson hat diese Rolle bei den Isländern.

 

Die Positionen sind so doppelt besetzt worden, dass sich die Duos ergänzen und viele taktische Varianten möglich sind. Ich bin aber fest überzeugt, dass am Samstag ein Heimsieg für uns möglich ist. Unsere Abwehr hat sich stabilisiert und im Angriff treffen wir kollektive Entscheidungen. Das hat sich vor allem in den Auswärtsspielen gezeigt, wo wir drei Punkte gegen Gegner geholt haben, die alle unter hohem Druck standen und nichts zu verschenken hatten. Die Bilanz ist mit 3:7 Punkten in den letzten fünf Spielen für unseren kleinen Kader deshalb gar nicht so schlecht. Noch können wir alle drei Saisonziele in der Meisterschaft, im Pokal und im EC-Cup realisieren. Wenn wir die Leidenschaft der Auswärtsspiele auch in der LANXESS arena über sechzig Minuten aufrecht erhalten, können wir am Samstag auch gegen Lemgo gewinnen. Dafür brauchen wir aber auch die Unterstützung der Fans.“

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1114 · 07 2 · # Mittwoch, 13. Dezember 2017