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Archivfoto:  Christian Sasse [ Fotoagentur NTOi.de ]

 

Alfred Gislason (Trainer VfL Gummersbach): “Ein Sieg ist am Samstag gegen Wetzlar natürlich Pflicht. Dafür müssen wir gut spielen, aber nicht nur wegen der beiden Punkte. Es ist genauso wichtig, dass wir mit einem positiven Gefühl und einer positiven Stimmung eine Woche später in das Spiel gegen Kiel gehen. Wenn es der Spielverlauf ermöglicht, werde ich natürlich alle Spieler einsetzen, um so die Belastungen für unsere Leistungsträger zu reduzieren. Das darf aber auf keinen Fall auf Kosten des Ergebnisses gehen. Wetzlar ist ein Gegner, den man nicht unterschätzen darf. Wer im Abstiegskampf steht, ist immer für Überraschungen gut und verdient schon deshalb den Respekt. Sie haben einen neuen Trainer und mit Milan Vucicevic und Kreso Ivankovic zwei Verstärkungen verpflichtet. Ich denke aber, dass diese Mannschaft unser schnelles Spiel nicht liebt.

 

Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen und uns von der besseren Seite zeigen, werden wir dieses Spiel auch gewinnen. Ich musste in dieser Woche aber auch schon an das Spiel gegen Kiel denken. Wir müssen uns in der Trainingsarbeit weiterentwickeln, damit wir auch am 16. März topfit sind. Ich denke dabei vor allem an Alexis Alvanos, der wegen seiner Verletzungen weder im Sommer noch im Januar eine komplette Vorbereitung mitmachen konnte und so Defizite in der Grundlagenausdauer hat. Bei hohen Belastungen hat er muskuläre Probleme, in englischen Wochen steigt bei ihm die Verletzungsgefahr. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit Aleksandar Stanojevic auf dieser Position eine Alternative haben. Er darf sich aber nicht selbst unter Druck setzen und zu früh werfen, er soll einfach nur mitspielen. Dann kommt der Rest von ganz allein.

 

(VfL) Beim souveränen Auswärtssieg beim TV Großwallstadt wurde eindrucksvoll dokumentiert, dass der VfL durch das Aus in der Champions League keinen psychologischen Knacks erlitt. In der Bundesliga ist noch alles möglich, und der Kampf um die begehrten ersten drei Tabellenplätze geht für das Team von Trainer Alfred Gislason mit zwei Heimspielen weiter. Dabei ist das Duell gegen die HSG Wetzlar am Samstag in der Eugen-Haas-Halle (18.30 Uhr) nur eine Art Pflichtprogramm, die Kür folgt dann am nächsten Freitag mit dem Megahit gegen den THW Kiel in der ausverkauften Kölnarena. Gerade deswegen ist die HSG Wetzlar ein Gegner, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf.

 

Die Hessen sind nach der Weltmeisterschaft in Aufbruchstimmung, das verdeutlicht nicht nur ein langfristiger Vertrag (bis 2010) für den neuen Trainer Volker Mudrow, der nach seiner Entlassung beim TBV Lemgo schon am 16. Februar das erste Training leitete. Vor allen Planungen für die Zukunft stehen aber die Anstrengungen des Clubs, den Klassenerhalt in der Eliteliga mit aller Macht zu sichern, derzeit an erster Stelle. Mit Milan Vucicevic vom VfL wurde im Januar auch noch einmal personell nachgelegt, nachdem schon im November der Kroate Kreso Ivankovic als Spielmacher verpflichtet worden war. Dieser ist im Übrigen ein Schwager des Gummersbacher Rechtsaußen Vedran Zrnic. Allerdings fiel mit Nebosja Golic ein Leistungsträger langfristig aus. Der Serbe war zuvor der zuverlässigste Torschütze, der auch am Samstag noch nicht wieder fit ist. “Volker Mudrow hat natürlich seine eigenen Vorstellungen und eine klare Handschrift schon erkennen lassen, aber derzeit geht es ihm nur um die Stabilisierung der Abwehr”, sagte Axel Geerken, der Sportliche Leiter der HSG, über den Mann, der mit Lemgo die Schnelle Mitte zum Markenzeichen machte.

 

Nach Niederlagen gegen den THW Kiel und MT Melsungen gab es am vergangenen Wochenende das erste Erfolgserlebnis, der TuS N-Lübbecke wurde knapp mit 29:28 besiegt. Volker Mudrow hatte in diesem Spiel erstmals seine Philosophie vom Handball umgesetzt, indem er die Abwehr auf ein 5-1-System umstellte. Verlassen konnte er sich auch an diesem Tag auf den 180-fachen kroatischen Nationalspieler Valter Matosevic im Tor, dessen Landsmann Kreso Ivankovic zog die Fäden auf der Mittelposition und suchte dabei immer wieder den Kreisläufer Gregor Werum, der allein in der ersten Halbzeit vier Tore warf. Mit Lars Kaufmann hat das Wetzlarer Team auch einen Weltmeister, doch der wurde von Volker Mudrow zuletzt nur teilweise berücksichtigt. Der Rückraumspieler wechselt bekanntlich zum Saisonende zum TBV Lemgo. (Text: VfL Gummersbach)

 


 

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06 1336 · 07 2 · # Freitag, 15. Dezember 2017